Ich gehöre zur Kirche

 

»Ich habe meinen Glauben!« ‑ Ist das vielleicht auch Ihre Antwort, lieber Leser, wenn Sie gefragt werden, ob Sie gerettet sind und Frieden mit GOTT haben? Sie sagen: »Ich bin Christ; ich gehöre ja zur Kirche!« Hinter solchen oder ähnlichen Antworten verbirgt sich allzu oft eine Unsicherheit im Herzen, wenn es um unsere ewige Errettung und das Heil unserer Seele geht. Wir versuchen auszuweichen oder haben mancherlei Ein­wände.

Doch sind wir unseres Heils in JESUS tatsächlich gewiss, und können wir mit Bestimmtheit sagen, ob wir in den Himmel kommen? ‑ Früher oder später werden wir mit diesen Fragen konfrontiert, und es kommt für jeden von uns darauf an, recht­zeitig im Leben eine klare Antwort darauf zu finden.

Ist JESUS mein persönlicher HEILAND und der HERR mei­nes Lebens? Gehöre ich Ihm? Habe ich alle meine Sünden auf­richtigen Herzens dem HERRN JESUS bekannt? Sind meine Sünden vergeben? Bin ich rein durch das Blut des SOHNES GOTTES? Weiß ich von einem bestimmten Tag, an dem ich mein Leben bewusst dem HERRN JESUS übergab? Habe ich ein persönliches Verhältnis zu GOTT? Oder besteht mein Christsein mehr oder weniger in äußeren Formen, Traditionen und einem bloßen »Kopfglauben«?

Sie sehen, wir können über diese Fragen nicht einfach leicht­fertig hinweggehen. Es hängt zu viel von der richtigen Beant­wortung dieser Fragen ab. Denn schließlich möchten Sie doch auch in den Himmel kommen und nicht ewig verloren gehen. Oder? ‑ JESUS sagt: »Der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt, und ihrer sind viele, die darauf wandeln. Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt, und wenige sind ihrer, die ihn finden« (Matthäus 7,13 ‑14).

Von Geburt an befinden wir uns alle auf dem breiten Weg, der zur Verdammnis führt. JESUS wird einst zu denen sagen, die auf diesem Weg blieben und nicht umkehren wollten: »Gehet von Mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln. « ‑ » Und sie werden in die ewi­ge Pein gehen« (Matthäus 25,41+46).

»Ewige Pein!« ‑ Ein schreckliches Wort aus dem Munde des HERRN JESUS. Aber weil Er uns liebt, sagt Er uns die Wahr­heit. Denn wir sind ohne Ausnahme ‑ einer wie der andere ‑erlösungsbedürftig. Die göttliche Diagnose lautet: »... das gan­ze Herz ist verderbt. Von der Fußsohle bis zum Scheitel ist nichts Gesundes an euch« (Jesaja 1,5+6). Denn »es ist hier kein Unterschied: Alle haben gesündigt und haben nichts auf­zuweisen, was GOTT gefallen könnte« (Römer 3,23).

Ein moralisch einwandfreier Lebenswandel, unser Verstandes­glaube und unsere guten Werke können unsere begangenen Sünden nicht ungeschehen machen. Wie furchtbar, wenn je­mand in seinen Sünden stirbt‑, mag er auch Wagenladungen von guten Werken aufweisen und ein durch und durch braver und hilfsbereiter Mensch gewesen sein und Hunderte von Pre­digten im Gottesdienst gehört haben ‑ seine unvergebenen Sünden werden ihn einst vor GOTT verklagen, ja sie werden ihn sogar trotz all seiner guten Werke in die Hölle reißen.

Der heilige GOTT hat kein Interesse an unserer Werk‑ und Selbstgerechtigkeit und all unserer Religiosität. Wir können dadurch unsere Sünden nicht wiedergutmachen.

»Denn wir sind allesamt wie die Unreinen, und alle unsere Ge­rechtigkeit ist wie ein beflecktes Kleid Wir sind alle verwelkt wie das Laub, und unsere Sünden haben uns mit sich, fortgeris­sen wie der Wind« (Jesaja 64,5).

Kann man mit guten Werken den Himmel verdienen?

»Viele Jahre lebte ich nach dem Grundsatz: "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut"«, berichtete ein Mann, der sich immer redlich bemüht hatte, anständig zu leben. »Über den Himmel und wie man dahin kommt, hatte ich so meine eigenen Vorstellungen. Ich half meinen Nachbarn, wo ich nur konnte, spendete eine Menge Geld, wo immer es einer guten Sache diente. Mit so vielen guten Werken, so folgerte ich, muss mir doch ein Plätzchen im Himmel sicher sein.

Eines Nachts träumte ich, dass ich mit großer Ausdauer dabei war, eine Leiter zu bauen, die bis in den Himmel reichte. Jede gute Tat brachte mich eine Sprosse höher. Zuweilen meinte ich sogar, einige Sprossen zu überspringen, so groß war mein Eifer hinaufzugelangen. Nun musste der Himmel doch bald erreicht sein.

Plötzlich überfiel mich in meinem Traum eine Todesangst. Und dann hörte ich eine gewaltige Stimme, die vom Himmel herab donnerte: " Wer anderswo hinein steigt, der ist ein Dieb und ein Mörder" (Johannes 10, 1). ‑ Meine mühsam errichtete Leiter brach in sich zusammen, und ich erwachte ‑ in Schweiß gebadet. Da war es mir mit einem Schlag klar, dass der Weg meiner Selbstgerechtigkeit nicht in den Himmel, sondern in den ewigen Abgrund führte.«

Wie vielen Menschen geht es genauso wie diesem Mann. Sie meinen: »GOTT muss doch mit mir zufrieden sein; ich tue so viel Gutes.« ‑ Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass der pflichtbewusste, redliche Mensch, der mehr oder weniger reli­giös ist, zur Kirche geht und an die Existenz GOTTES glaubt oder zumindest ein »höheres Wesen« anerkennt, den Himmel nicht verfehlen könne. ‑ Doch jede unvergebene Sünde ver­schließt die Pforten der ewigen Herrlichkeit und lässt den Men­schen mitsamt seinen guten Werken und seiner Ehrbarkeit vor verschlossener Türe stehen. Man wird vergeblich klopfen und rufen: »HERR, HERR, tu uns auf« Dann aber wird Er antwor­ten: »Wahrlich, Ich sage euch, Ich kenne euch nicht« (Mat­thäus 25,11+12).

Jemand mag ein guter Ehemann, ein treu sorgender Vater, ein freundlicher und hilfsbereiter Nachbar, ein guter Staatsbürger, ein eifriger Kirchgänger sein ‑ und wird dennoch in der Ewig­keit eine verschlossene Türe vorfinden. Weder ein Pfarrer oder Priester noch sonst jemand vermag einen anderen zu erlösen oder nach dem Tode aus den Qualen der Verdammnis heraus­zubeten.

GOTT sagt: »Keineswegs vermag jemand seinen Bruder zu er­lösen oder für ihn an GOTT ein Sühnegeld zu geben. Denn kostbar ist die Erlösung ihrer Seele, und er muss davon abste­hen auf ewig« (Psalm 49, 8+9). Wir alle brauchen einen Retter und Seligmacher, der ohne Sünde ist und »der sich selbst als Lösegeld für alle dahingegeben hat« (l. Timotheus 2,5+6), weil wir mit all unseren Leistungen und guten Vorsätzen uns den Himmel nie verdienen können.

Sie sagen: »Aber wir haben doch unsere Kirche und die Sakra­mente. Ich bleibe bei dem, was die Kirche lehrt und was ich von Kind auf gelernt habe.«

Doch einen Augenblick bitte! Meinen Sie wirklich, Sie können Ihre Seligkeit »lernen« oder studieren? ‑ Es genügt nicht, die Errettung unserer Seele mit dem Verstand zu erfassen, sondern man muss den HERRN JESUS persönlich erleben.

Es ist nur ein Mittler zwischen GOTT und den Menschen,

sagt GOTTES Wort (l. Timotheus 2,5). Dieser einzige Mittler und Fürsprecher bei GOTT ist JESUS CHRISTUS. Allein der SOHN GOTTES hat Vollmacht, Sünden zu vergeben (Mat­thäus 9,6). Der einzige Stellvertreter CHRISTI auf Erden ist der HEILIGE GEIST, der uns das Heil und die Errettung in CHRISTUS zu einer persönlichen Erfahrungstatsache macht (Römer 8,26). Wir können nichts tun, um unsere Seligkeit zu verdienen. »Denn wir werden ohne Verdienst gerecht durch Seine Gnade, durch die Erlösung, die durch CHRISTUS JESUS geschehen ist« (Römer 3,24).

Wenn Sie eine Bibel haben, lesen Sie bitte im Johannes­ Evangelium das dritte Kapitel. Da wird uns von Nikodemus, einem frommen Mann der damaligen Zeit, berichtet. Zu ihm sagte der HERR JESUS: » Wahrlich, wahrlich, Ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich GOTTES nicht sehen« (Johannes 3,3). ‑ Sie antwor­ten: »Das geschah ja bei meiner Taufe. Seitdem bin ich Christ.«

Die Bibel jedoch sagt: »So viele Ihn (den HERRN JESUS) auf­nahmen, denen gab Er das Recht, Kinder GOTTES zu werden, denen, die an Seinen Namen glauben« (Johannes 1, 12).

Der SOHN GOTTES ist der einzige Reiter von Sünde und Schuld. Niemand kann Sünden vergeben als JESUS allein. Das Blut JESU CHRISTI macht uns rein und frei von aller Sünde! Kindertaufe, Kommunion oder Konfirmation und Got­tesdienstbesuch bewirken nicht die Errettung. Ein christlicher Lebenswandel ist kein Ersatz für die Wiedergeburt. JESUS sagt: »Ihr müsst von neuem geboren werden« (Johannes 3,7).

Wie gut muss ein Mensch sein, um in den Himmel zu kommen?

Was würden Sie darauf antworten? ‑ »Oh«, sagen Sie, »je­mand muss ehrlich, hilfsbereit und fleißig sein, viel Gutes tun, zur Kirche gehen und an GOTT glauben.« Doch haben wir dann die Gewissheit, in den Himmel zu kommen, wenn wir diese Voraussetzungen alle erfüllen?

»Nein«, antworten Sie, »das kann niemand wissen. Das müssen wir abwarten und GOTT überlassen.« Oder: »Ich hoffe doch, dass GOTT mir gnädig ist; denn ich habe meinen Mitmenschen immer geholfen, wo ich nur konnte. Wir haben zwar alle unse­re Fehler; aber ich bemühe mich, die Gebote zu halten. Ich flu­che nicht, ich stehle nicht. Ich sorge für meine Familie und führe ein ordentliches Leben, wie es sich gehört.«

GOTTES Heilsweg für uns ist nur ein einziger: JESUS CHRISTUS! Er spricht heute auch zu Ihnen: »Wundere dich nicht, dass Ich zu dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden. « Haben Sie, lieber Leser, diese Wiedergeburt schon be­wusst erlebt? Es gibt keinen anderen Weg zur Seligkeit.

Eine alleinselig machende Kirche oder Religion gibt es nicht. JESUS CHRISTUS ist der einzige und alleinselig machende Retter und Sünderheiland. Nur wer Ihn, den SOHN GOTTES, hat, der hat das ewige Leben, sagt die Bibel (1 . Johannes 5,12). Kommen Sie doch zu Ihm und beten Sie gerade jetzt:

 

»HERR JESUS, mein Christsein bestand vorwiegend in äußeren Handlungen und Formen. Trotz meiner Kirchenzugehörigkeit habe ich keine Gewissheit, errettet zu sein. ‑ Wasche mich rein mit Deinem Blut. Ich nehme Dich jetzt als meinen persönli­chen Erretter und HERRN an. Ich will ganz Dir gehören, Amen.«

Was nennt ihr mich aber: Herr, Herr!, und tut nicht, was ich sage? Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hört und sie tut ‑ ich will euch zeigen, wem er gleich ist. Er ist einem Menschen gleich, der ein Haus baute, der grub und in die Tiefe ging und den Grund auf den Felsen legte; als aber eine Flut kam, schlug der Strom an jenes Haus und vermochte es nicht zu erschüttern, denn es war auf den Felsen gegründet. Wer aber gehört und nicht getan hat, ist einem Menschen gleich, der ein Haus auf die Erde baute, ohne Grundlage, an das der Strom schlug, und so­ gleich fiel es zusammen, und der Sturz jenes Hauses war groß.                                                                         Lukas 6,46‑49

 

Wer Christus "Herr" nennt, gibt damit zu erkennen, dass er seine Gebote über sich anerkennt und Ihm als sein Jünger nachfolgen will. Das zweifache "Herr, Herr!" aber wirft die Frage auf, ob denn hinter diesem lauten Bekenntnis auch wirklich ein Leben in seiner Nachfolge steht.

Der Herr macht an einem Beispiel deutlich, worauf es bei der Jüngerschaft ankommt. Es genügt nicht, Ihn "Herr" zu nennen, es genügt auch nicht, das Evangelium und die Lehren Jesu zu hören und vielleicht sogar zu bejahen, entscheidend ist, ob wir sie auch befolgen.

Wer die Worte des Herrn hört und tut, muss Sorgfalt und Mühe auf sich nehmen. Er wird mit einem Mann verglichen, der beim Bau seines Hauses in die Tiefe gräbt und das Fundament auf den Felsen legt. Es mag einfacher scheinen, das Haus ohne Grundlage auf die Erde zu setzen. Doch wenn die Flut kommt, zeigt sich, wie wichtig das Fundament ist.

Nur wer sein "Lebensfundament" auf den Felsen gründet, d. h., wer die gute Botschaft von der Rettung durch Christus im Glauben annimmt, seine Lehren beherzigt und Ihm aufrichtig nachfolgt, dessen "Lebensgebäude" hat Bestand, wenn es auf den "Prüfstand" kommt.


 

 

 


   

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