Die verschwiegene Wahrheit

 

"Wir kommen alle, alle in den Himmel...

 

... weil wir so brav sind." So fängt ein bekannter Schlager an. Ist doch eine tolle Aussicht: leben und leben lassen, wie es einem gefällt - und dann schließlich in den Himmel kommen! Echt stark. Und mit dem Bravsein braucht man es ja nicht allzu genau zu nehmen. Hier eine klitzekleine Lüge, und dort ein bisschen abkassieren. Und dann der kleine Seitensprung. Machen doch alle so. Ach, was sage ich, die machen's doch viel schlimmer.

Überhaupt die anderen. Was die so treiben! Die Regenbogenpresse ist randvoll davon. Da tropft einem die Schmutzbrühe geradezu aufs Hemd. Und erst das Fernsehen! Alle Kanäle schwappen davon über. Die haben's auch nötig. Bei dem gnadenlosen Dschungelkrieg um Einschaltquoten und Werbespots. "Haben Sie das gesehen . .. gehört gelesen?"

"Ja, hab' ich. Einfach unglaublich. Nein, so was. Da sind wir doch die reinsten Engel!"

Es bleibt so ein Gefühl der Unruhe

"Komisch, so ganz ruhig bin ich bei dem Gedanken nicht. Ob nicht doch was dran ist?"

"Woran, meinst du?"

"An den alten Geschichten von Himmel und Hölle, mein' ich".

"Von der Hölle? Wo der Oberteufel mit einer großen Gabel in der Hand die bösen Menschen im Feuer brät? Mensch, du bist ganz schön bescheuert. Wer hat dir denn diese Ammenmärchen von vorgestern ins Ohr geblasen?"

"Ach, ich dachte nur so. Irgendwo hab' ich mal so'n schreckliches Bild gesehen."

 

So ähnlich könnte sich ein Gespräch abgespielt haben. Bei dem einen Partner ein dumpfes Gefühl, eine unerklärliche Unruhe. Und bei dem anderen so törichte Vorstellungen, Ansichten, die auf der nach unten offenen Dummheits-Skala überhaupt nicht mehr ausgepunktet werden können.

 

Wie kriege ich bloß Klarheit?

Bei einem Mittagessen auf Schloss Sanssouci in Potsdam hatte Voltaire [Voltaire, eigtl. Francois-Marie Arouet (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph] den Hof Friedrichs des Großen durch allerlei Scherze erheitert, die gegen das Christentum gerichtet waren. Als er vom Tisch aufstand, rief er: "Ich würde meinen Anteil am Paradies für einen Taler verkaufen!"

Ein alter, weißhaariger Offizier, der bis dahin geschwiegen hatte, antwortete: "Mein Herr, in den Staaten Seiner Majestät des Königs von Preußen ist es verboten, irgendetwas zu verkaufen, wenn man sich nicht erst als der rechtmäßige Besitzer ausweisen kann. Beweisen Sie mir, dass Sie einen Platz im Paradies haben, und ich will Ihnen den auf der Stelle abkaufen!"

Diesmal hatte Voltaire die Lacher nicht auf seiner Seite. Und der König, der ganz ernst geworden war, sagte: "Meine Herren, der Oberst hat Recht. Ich würde den schönsten meiner Siege dafür hergeben, wenn mein Volk den Glauben bewahrt hätte, den es besaß, als ich den Thron bestieg." Es ist schon bemerkenswert, dass der Alte Fritz trotz seiner bekannten freisinnigen Einstellung die schädlichen Auswirkungen der Aufklärung auf sein Volk erkannte.

Als dann der große Spötter Voltaire im Jahr 1778 im Alter von 83 Jahren in Paris starb, war es grauenhaft zugegangen. Zeitlebens hatte er den Erlösungsweg, wie ihn die Bibel beschreibt, abgelehnt, ja verspottet. In seinen letzten Stunden, angesichts der vor ihm liegenden Ewigkeit, schrie er laut in allergrößter Verzweiflung. Sein Arzt Tronchin hat sein Sterben als Furcht erregend bezeichnet und gesagt: "Nie mehr möchte ich ein solches Sterben miterleben .

 

Endgültiges Aus bei ein Meter achtzig?

Hier und da trifft man jemand, der die Ansicht vertritt, mit dem Tod sei alles aus. "Wenn ich erst ein Meter achtzig unter der Erde im Kasten liege, dann ist Endstation." So oder ähnlich kann man es hören.

Einmal sagte mir jemand auf meine Frage, wohin denn die Reise geht, wenn seine Todesstunde kommt: "Das habe ich alles geregelt. Ich lasse mich verbrennen, und damit ist alles aus und erledigt." Daraufhin musste ich ihm antworten, dass die Bibel aber ganz anders spricht, nämlich, "dass es den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht." Da nahm sein Gesicht einen merkwürdigen Ausdruck an, und er sagte: "Bitte beunruhigen Sie mich nicht ..." Auch hier wieder:

Die Unruhe war längst da. Denn Gott hat jedem Menschen die Ewigkeit ins Herz gelegt. Siehe Prediger 3,11.

 

Sprengkraft

Auf dem alten Friedhof in der Marienstraße in Hannover war das Grab einer Henriette von Rüling zu sehen. Eine mächtige Stemplatte verschloss die Grabstätte. Eine eingemeißelte Inschrift verkündete: "Dieses auf ewig erkaufte Begräbnis darf nie geöffnet werden." Nur wenige Jahrzehnte vergingen, da geschah es: Das Samenkorn eines Eschenbaums begann dort zu wachsen und drückte die riesigen Steinblöcke auseinander.

Was ein unscheinbares Samenkorn vermag, das sollte dem allmächtigen Schöpfergott unmöglich sein? Nein, kein einziges Grab wird verschlossen bleiben. Für den Menschen, der ohne Gott dahinlebt, ist das ein unerträglicher Gedanke. Sein Verstand redet ihm ein: Es kann nicht sein. Satan raunt ihm zu: Es soll nicht sein. Sein Gewissen sagt zitternd: Es darf nicht sein. Aber Gottes Wort ruft ihm wie mit einem Hammerschlag, der Felsen zerschmettert, zu: Es wird so sein!

 

Ein praktisches Experiment

Ein großer Naturforscher wurde eines Tages gefragt, wie der überallhin zerstreute Staub des Menschen wieder zu einem Leib gesammelt werden könne. Schweigend mischte der Gelehrte eine Hand voll Eisenstaub unter gewöhnlichen Staub und Sand und fragte seinen Besucher: "Wer sammelt diese Stäubchen Eisen wieder aus dem Sand?"

Als der Gefragte nichts zu antworten wusste, nahm der große Forscher einen Magnet zur Hand, hielt ihn über die Mischung - und sofort flogen ihm die Eisenteilchen zu. Dann sagte er ernst zu dem klugen Zweifler: "Der diese Kraft dem toten Eisen verlieh - wird er nicht noch Größeres vermögen, wenn unser unsterbliches Ich wieder den Leib anziehen wird? Niemand zweifelt an der Kraft des Magneten, aber an der Auferstehung zweifelt man, wie töricht."

Sogar der bereits erwähnte Spötter Voltaire, der ein entschiedener Feind des christlichen Glaubens war, hat einmal ein kluges Wort über die Auferstehung gesagt. Eine Dame fragte ihn, wie es denn überhaupt möglich sei, dass Leute an die Auferstehung der Toten glauben könnten. Voltaire gab ihr zur Antwort: "Die Auferstehung, Madame, ist die einfachste Sache von der Welt: Der, welcher die Menschen einmal geschaffen hat, kann ihn auch zum zweiten Mal erschaffen!"

 

Wir sind keine Eintagsfliegen

Unser Leben lässt sich nicht leichtfertig und ungestraft in das "Werden und Vergehen" der Natur einordnen. Gott hat uns in seinem Bild erschaffen. 1. Mose 1,27. "Und der Mensch wurde eine lebendige Seele". 1. Mose 2,7. Warum beschäftigt sich der Mensch offen oder insgeheim mit der großen Frage nach dem Ziel seiner Bahn, die er hier auf Erden durchläuft? Weil er eben kein Emporkömmling aus dem Tierreich ist. Wir sind nicht aus einem evolutionären Prozess hervorgegangen.

Der Evolutionsforscher und Professor für Anthropologie Sir Arthur Keith hat eine merkwürdige Aussage gemacht: "Die Evolutionstheorie ist unbewiesen und unbeweisbar. Wir glauben aber daran, weil die einzige Alternative dazu der Schöpfungsakt eines Gottes ist, und das ist undenkbar." Man ist versucht, mit einem deutschen Dichter* zu sagen: "Und also schließt er messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf." [Dieses Zitat ist der Schluß eines "Palmström"-Gedichtes von Christian Morgenstern (1871-1917). Gern zitiert, wenn jemand eine Tatsache nicht wahrhaben will.] Man glaubt lieber an die evolutionäre Entwicklung der Bakterie und des Nilpferdes' des Adlers und des Delphins, der Libelle und des Elefanten und schließlich an die Entwicklung des Menschen als an den Schöpfungsakt des allmächtigen Gottes.

 

Man fällt lieber vor den großen Götzen "Zufall" und "Zeit" auf die Knie, um sie anzubeten, anstatt den Schöpfer zu ehren. Welche Anmaßung und Verblendung! Nein, wir sind keine "kosmischen Eckensteher", wie Friedrich Nietzsche (1844-1900) meinte, sondern Gottes Geschöpfe.

Tief im Herzen ist das jedem bewusst. Wie wäre sonst das ernste Ringen um die Sinnfrage des Lebens erklärbar? Wenn der große Denker Augustin (um 400 n. Chr.) schon ausrief: "Unser Herz ruht nicht eher, bis es ruht, O Gott, in dir!", dann sagt er das, was wir fühlen. [Aurelius Augustinus (354-430), berühmter Lehrer in der Zeit der frühen Kirchengeschichte. Zahlreiche in lateinischer Sprache abgefasste Werke. Das angeführte Zitat lautet: Cor nostrum inquietum est, donec requiescat in te.]

Aber die Bibel zeigt uns Gott nicht nur als Schöpfer. Inmitten einer Welt der schlechten Nachrichten hat sie für uns die beste Nachricht, die es gibt: Wir sind von Gott geliebt!

 

Irrgarten der Illusionen

Wenn bei Ihrem Auto der Motor stottert, dann fahren Sie es nicht in die Schreinerwerkstatt. Und wenn Ihre Uhr kaputt ist, bringen Sie sie nicht zum Klempner. Das wäre Unsinn hoch drei. Aber wenn es um die Frage der Fragen geht, dann begehen manche noch größere Torheiten: Da schwört man auf den Guru X, dessen blühende Phantasien man in der Zeitschrift "Goldener Regenbogen" - oder wie die bunten Blätter auch heißen mögen - in Fortsetzungen verschlingen kann. Der muss es ja schließlich wissen. Mit etwas mehr Grips hört man vielleicht auf Frau Professor Dr. Y. Die hat nämlich tiefenpsychologisch alles ergründet. Die weiß scheinbar einfach alles. Und es ist so interessant und vor allem so schön beruhigend. Fast romantisch. Da ist von Lichterscheinungen und anderen wundersamen Dingen die Rede. Fast wie bei Grimms Märchen. Alles natürlich unter dem weiten Deckmantel der "Wissenschaft". Das hört sich nämlich besonders gut an, versteht sich.

Und auf der anderen Seite? Es ist zum Schämen! Der große Auftrag der Christen ist, die Frohe Botschaft von Gottes Rettungsaktion zu verkünden und Buße und Bekehrung, Himmel und Hölle nicht zu verschweigen. Nur das Evangelium der Bibel gibt orientierungslosen Menschen Hoffnung. Stattdessen wird die Bibel "abmontiert", eine gepanschte Theologie verbreitet, "christliche" Rockmusik angeboten usw. Man sägt den Ast ab, auf dem man sitzt: Grundaussagen der Bibel und damit die Möglichkeit zu lebendigem Glauben und sinnerfülltem Leben werden angefochten. Kein Wunder, dass die Bänke leergepredigt werden.

Kein Wunder auch, dass sich Millionen ausgehungerter Seelen an andere Adressen wenden, um Antwort auf das Woher und Wohin zu bekommen: oft genug an okkult-esoterische.

 

Glaube, dem die Tür versagt, steigt als Aberglaub' durchs Fenster.

Wenn man Gott, den Herrn verjagt, kommen die Gespenster.

 

Wie die Angebote eines riesigen Supermarktes präsentiert sich das Übersinnliche heute. Alles ist zu haben. Das Geschäft mit der Esoterik blüht. Und der konsumgewohnte Mitmensch wird geschäftstüchtig bedient - und verführt: Ob im Fernsehen oder Radio, in den Boulevardblättern, für jeden ist da, was ihn interessiert. Hier ist ein bisschen Astrologie zu haben, dort ein Häppchen Hexenglauben, ein halbes Stündchen Totenbefragung, etwas Tarot, Reinkarnation oder Geistheilung.

Das sich keiner täusche. All dies ist nichts Harmloses! Es sind gemeine und grobe Fesseln, mit denen Satan seine Opfer bindet. Nachdem man durch den Darwinismus Gott als Schöpfer abgeschafft hat, darf die Evolution ihren Trip in die Geisterwelt fortsetzen. Das New Age - in Wirklichkeit der älteste Götzendienst der Weltgeschichte - hat uns schon längst eingeholt: finsteres Heidentum in Reinkultur.

Doch merkwürdig, selbst hier ist das Eingelullt sein nur von kurzer Dauer Die eigentliche Unruhe ist keineswegs verschwunden. Sie bleibt, obwohl es dem Widersacher Gottes in unseren Tagen wie nie zuvor gelingt, buchstäblich alles auf den Kopf zu stellen. Das Wort Teufel ist von dem griechischen "diabolos" abgeleitet und heißt so viel wie "Durcheinanderwerfer" oder "Verleumder". Er stellt alles auf den Kopf.

Und seine dämonischen Geister sind ihm dabei behilflich. Wir erleben es Tag für Tag, wie das Normale als unnormal und das Unnormale als normal dargestellt wird. Aber damit nicht genug. Vielmehr wiegt er die Menschen vollverkabelt in einen gefährlichen Halbschlaf.

 

Die Frage der Fragen

Sie fanden in Ihrem Briefkasten schon manch einen schwarz umrandeten Trauerbrief vor, der Ihnen den Tod eines lieben Freundes mitteilte. Sie haben schriftlich Ihre Anteilnahme bekundet, oder Sie sind mit auf die Beerdigung gegangen. Sie sprachen mit den Angehörigen und erinnerten sich an manches gemeiname Erlebnis mit dem Verstorbenen. - Aber war das eigentlich alles, was Ihre Gedanken beschäftigte? War da nicht noch etwas anderes? Etwas, was im lauten Alltagsbetrieb bald wieder verstummte? Es war die bange Frage nach der Stunde X in Ihrem eigenen Leben, die Frage nach dem Tod und die Frage nach dem "Danach".

Die Menschen haben drei verschiedene Antworten auf diese Frage. Sie sagen:

 

Der Tod ist

. der Schlusspunkt, mit dem alles aus ist;

? das große Rätsel, das niemand lösen kann;

! der Erlöser, der allem Leiden ein Ende macht.

 

 Die Bibel sagt:

 

: Der Tod ist ein "Doppelpunkt". Und jeder weiß, dass es hinter einem Doppelpunkt erst richtig weitergeht.

 

 In Johannes 5,28 sagt Jesus Christus: "Wundert euch darüber nicht, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und hervorkommen werden: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse verübt haben, zur Auferstehung des Gerichts."

 

Sie können sich verbrennen und Ihre Asche im Meer verstreuen lassen, wie es Friedrich Engels (1820-1895), der bekannte Mitverfasser des "Kommunistischen Manifestes" und Sponsor von Karl Marx, in seinem Testament angeordnet hatte. Gott wird Sie finden. Auch das Meer wird einmal die Toten herausgeben müssen. So sagt es Gottes Wort. Ihm entgeht keiner Sie werden vor ihm stehen als der, der Sie auf dieser Erde waren.

 

Sie werden keine "Seelenwanderung" durchmachen. Sie werden nicht nach einer Reinkarnation als heilige Kuh in Indien, als Kaninchen in Australien oder als Gänseblümchen im Park von Radio Eriwan "wieder auferstehen". Glauben Sie solchen Irrsinn nicht. Mag dieser Unfug auch von einer bekannten Schauspielerin oder einem beliebten Fußballprofi verbreitet werden.

 

Wenn man wissen will, was nach dem Tod sein wird, dann muss man die richtige Auskunft einholen. Dann muss man den fragen, der als der auferstandene Gottessohn auf der anderen Seite des Todes steht: Jesus Christus.

 

Wem wollen Sie Glauben schenken, Gott oder den Menschen? Deshalb lautet die wichtigste Frage Ihres Lebens: "Was muss ich tun, um errettet zu werden?" Apostelgeschichte 16,30.

 

Wer möchte das nicht, ewiges Leben haben und einmal im Himmel sein? Aber wie gelange ich dorthin? Was bedeutet das, "das Gute" zu tun? Heißt das: ,Tue recht, und scheue niemand"? Bedeutet das: Spende besonders viel für das Hilfswerk A und die Nothilfe B? Nein, das ist nicht gemeint. Der Herr Jesus sagt es selbst, als die Volksmenge ihn fragt: "Was sollen wir tun, um die Werke Gottes zu wirken?" Seine Antwort lautet: "Dies ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat." Johannes 6,29.

 

Unschätzbar wertvoll

In vielen Ländern läuft die "Gesundheitswelle" auf vollen Touren. Es wird viel Geld ausgegeben, um den Körper gesund zu erhalten. Und es ist sicher sinnvoll, sich gesund zu ernähren und sich ausreichend zu bewegen. Auch in der Bibel hat der Körper einen hohen Stellenwert. Und mit den uns von Gott geschenkten Kräften müssen wir verantwortungsbewusst umgehen.

 

Aber unsere Seele ist für Gott bedeutend wertvoller. Der Herr Jesus sagt: "Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber seine Seele einbüßt?" Matthäus 16,26. Christus vergleicht die Seele mit der ganzen Welt. Die Seele ist durch das gekennzeichnet, was wir wirklich sind: Unser Wille, unsere Gefühle, unser Verstand, unser Bewusstsein, unser eigentliches Ich, unsere Person.

 

Stellen Sie sich vor, Ihnen würden sämtliche Ölquellen und alle Diamant-, Gold- und Silberminen dieser Erde gehören. Sie wären unermesslich reich, ja, Sie wären der reichste Mensch, der auf Erden lebt. Aber selbst wenn Ihnen die ganze Welt gehören würde, wäre das nicht so wertvoll wie Ihre Seele. Im Übrigen weiß jeder, dass man, wenn die letzte Stunde schlägt, nichts mitnehmen kann. Das letzte Hemd hat keine Taschen.

 

Warum ist es ein so unermesslicher Schaden, die Seele zu verlieren? Weil sie so kostbar, weil sie unsterblich ist. Den Körper kann man töten, die Seele nicht. Da spielt einer mit dem Gedanken, Selbstmord zu begehen. Das ist kein Ausweg. Der Leib stirbt, die Seele nie. Das eigentliche Ich, die Person, die Zentrale des Bewusstseins mit all ihren Fähigkeiten, bleibt.

 

Die Seele wohnt im Körper. Der Körper ist gleichsam das Haus und die Seele der Mieter. Im Augenblick des Todes, wenn das Haus verfällt, zieht der Mieter aus, lebt aber weiter. Entweder in der Herrlichkeit des Paradieses oder für ewig verloren in der Qual. Das bleibt absolute Tatsache, auch wenn viele es nicht wahrhaben wollen. Diese Wahrheit ist ein ganz zentrales Thema der Bibel. In dem Augenblick Ihres Todes geht Ihre Seele in die Richtung, die Sie selbst zu Lebzeiten vorgegeben haben.

 

Lesen Sie einmal, was der Herr Jesus Ihnen in Lukas 16,19-31 zu sagen hat: Lazarus, der arme, treue Mann, stirbt - und seine Seele ist im selben Augenblick im Paradies und wird dort getröstet. Der reiche Mann aber, der alle Tage herrlich und in Freuden lebte, der nicht nach Gott fragte, stirbt - und ist in Qualen. Aber das ist gleichsam der erste Akt des Weiterlebens eines ungläubigen Menschen. Die Bibel bezeugt ebenso deutlich, dass der allmächtige Gott einmal einen auch körperlich auferwecken wird.

 

Als der Herr Jesus am Kreuz von Golgatha hing, hatte man zu seiner Rechten und zu seiner Linken einen Verbrecher gekreuzigt. Diese beiden rechts und links sind die Repräsentanten der ganzen Menschheit. Vor Gott sind wir alle schuldig, und keiner von uns ist im Grunde besser als diese beiden. Aber der Schächer zu seiner Rechten tut Buße und glaubt an den in der Mitte Gekreuzigten. Und was hört er aus seinem Mund? "Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein." Lukas 23,43. Und der zu seiner Linken? Er ging in die andere Richtung.

 

Für jeden gibt es ein ewiges Schicksal. Und das hängt von der Entscheidung ab, die Sie zu Lebzeiten treffen. Der Verlust der Seele ist eine Tragödie. Und durch den Tod wird dieser Verlust endgültig. Die gute Nachricht Gottes lautet: "Lass ab von deinen Sünden! Nimm Jesus Christus, den ich gesandt habe, um für deine Sünden zu sterben, als Erlöser und Herrn an, und ich will dich erretten!"

 

Unsere Seele ist deshalb so wertvoll, weil Gott sie wert achtet. Deshalb ist auch die ganze Bibel ein einziger Appell an die Menschen, ihre Seele retten zu lassen. Die rechte Wertschätzung der Seele werden wir erst dann ermessen können, wenn wir etwas von dem Leben, dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi verstehen. Warum ist die Seele so wertvoll? Weil der höchste Preis zu ihrer Errettung bezahlt werden musste! Die Bibel sagt uns gleichsam: Begreift es doch, dass ihr nicht mit Silber oder Gold erlöst worden seid, sondern mit dem kostbaren Blut Christi, dem unschuldigen und makellosen Lamm Gottes! 1. Petrus 1,18.19.

 

Es ist schlimm, wenn man seine Gesundheit, sein Hab und Gut und seine Freiheit verliert. Es ist tragisch, wenn man seinen Ehepartner, seine Kinder oder seine Freunde verliert. Was würden wir nicht alles unternehmen, um ein Kind, das plötzlich verschwunden ist, wieder zu finden? Aber wir vernachlässigen unsere Seele, obwohl sie das Kostbarste auf der ganzen Welt ist.

 

Wenn die Bibel von einem Ort der Pein spricht, dann redet sie auch von einem Ort der Erinnerung. Und eine Qual inmitten aller Qualen wird die Erinnerung sein. Sie werden sich an die Stunden erinnern, als Gott an Ihr Herz anklopfte. Sie hatten die Möglichkeit, Ihre Seele erretten zu lassen. Sollten Sie diese Möglichkeit nicht endlich wahrnehmen? Sonst werden Sie die Erinnerung daran in alle Ewigkeit mitnehmen.

 

 Nur zwei Gruppen von Menschen

Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Damit ist eine Gesellschaft gemeint, die verschiedene Meinungen und Wertprinzipien gelten lässt. Das mag für manche Bereiche des täglichen Lebens annehmbar sein. Aber im Hinblick auf die letzten und wichtigsten Dinge kennt die Bibel keinen Pluralismus. Sie sagt, dass es nicht wahr ist, dass jeder nach seiner eigenen Fasson selig werden kann. Gottes Sohn selbst sagt es mit nicht zu überbietender Klarheit: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater (d.h. zu Gott) als nur durch mich." Johannes 14,6.

 

Wir leben auch in einer permissiven Gesellschaft, das heißt in einer Gesellschaft, in der fast alles erlaubt ist. Ja, darüber hinaus geht man so weit, alles, aber auch alles in Frage zu stellen.

Gottes Wort kennt diese Art des Denkens nicht. Dort finden wir ein anderes Prinzip. Hier gibt es nur zwei Wege und nur zwei Gruppen von Menschen: Da ist der breite Weg, der in das Verderben führt, und der schmale Weg, der zum Leben führt.

 

Nicht wenige sagen: Ich halte mich an den "goldenen Mittelweg". Aber dieser Weg ist eine Illusion. Die Bibel sagt: "Da ist ein Weg, der einem Menschen gerade erscheint, aber sein Ende sind Wege des Todes." Sprüche 14,12.

 

Darum ruft der Herr Jesus in der "Bergpredigt" einem jeden ernstlich zu: "Geht ein durch die enge Pforte; denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die durch sie eingehen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden." Matthäus 7,13.14.

Sie befinden sich auf einem dieser beiden Wege, auf dem breiten oder auf dem schmalen. Einen "goldenen Mittelweg" gibt es nicht. Auch kann man nicht zur selben Zeit auf dem breiten und auf dem schmalen Weg sein.

 

Es gibt nur zwei Gruppen von Menschen, zwei Wege und zwei Ziele. So ist es übrigens, seitdem der Mensch auf den Verführer hörte und Gottes Wort in den Wind schlug. Abel ging auf dem schmalen Weg in das Leben. Kam ging auf dem breiten Weg in das Verderben. Zur Zeit der großen Flut gab es nur zwei Gruppen von Menschen: Die einen gingen in die rettende Arche und wurden vor dem Gericht verschont. Die anderen, die der Warnung Noahs nicht gehorchten, kamen um.

Im Matthäus-Evangelium, Kapitel 25, berichtet die Bibel in einem Gleichnis von 10 Jungfrauen. Fünf von ihnen waren klug, die anderen fünf töricht. Die klugen kommen an das ersehnte Ziel. Die anderen stehen vor verschlossener Tür und hören das ernste Wort: "Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht." Und so gibt es auch heute nur zwei

Klassen von Menschen: Die einen haben ihre Sünden vor Gott bekannt und an Christus geglaubt. Die anderen haben es nicht getan. Und in der Ewigkeit wird es ebenfalls nur diese zwei Gruppen geben: Die einen werden in der Herrlichkeit bei Gott, die anderen in der Finsternis der Hölle sein.

 

Raffiniert

Alt und Jung sind wie von einer Sucht befallen. Ein Knopfdruck genügt, und auf soundsoviel Kanälen ist für Ablenkung gesorgt. Dem "Durcheinanderwerfer" ist ein Meisterstück gelungen.

Selbst den dafür Verantwortlichen ist es nicht mehr ganz geheuer. Der Bumerang könnte sie selbst treffen.

So ist ein gewisses deutsches Nachrichtenmagazin eher ein gottloses Presseprodukt als ein christliches Erbauungsblatt. Und in einer solch geradezu atheistischen Zeitschrift sind in einer einzigen Ausgabe Überschriften zu finden wie "Ein Volk im Schweinestall", "Die schamlose Gesellschaft" und "Menschheit am Wendepunkt". Weiter wird berichtet: "4000 Tote und 600 Gewaltverbrechen haben Medienforscher in einer normalen Fernsehwoche gezählt. Aneinander gereiht ergäbe dies ein filmisches Blutbad von 25 Stunden."

Aber eins wird verschwiegen. Nämlich dass diese Redakteure jahrzehntelang selbst den Abbau jeglicher Scham nach Kräften gefördert haben. Vor einiger Zeit war auf der Titelseite dieses Blattes die Überschrift zu lesen: "Abschied von Gott". Wohin dieser "Abschied" führt, können wir tagtäglich schwarz auf weiß lesen.

 

Vor wenigen Jahren ermordeten zwei erst zehnjährige Jungen aus Liverpool den zweijährigen James Bulger. Anschließend legten sie ihn auf die Schienen eines Bahndamms. Das ermordete Kleinkind war seiner Mutter nur für kurze Zeit aus den Augen gekommen. Ganz England war zutiefst erschüttert. In den Zeitungen fanden sich öffentliche Gewissenserforschungen des Tenors: Was ist eigentlich falsch gelaufen mit unserer Gesellschaft? Innenminister Clarke sagte im Britischen Rundfunk: "Mit solch einer Tat sind wir nicht mehr bei der Jugendkriminalität, da sind wir schon im Herzen der Finsternis." Der englische Premierminister Winston Churchill (1874-1965) traf schon viel früher den Nagel auf den Kopf, als er sagte: "Der moralische Erdrutsch unserer Gesellschaft begann in dem Augenblick, als in unserem Land nicht mehr über Himmel und Hölle gepredigt wurde."

 

Mit welcher Raffinesse geht der Teufel vor! Hier der ungebremste Rausch nach Vergnügen. Die Lust auf Gewalttat und schamlose Brutalität. Und dort das Heuchlerische: Da habt ihr's nun! Ein Teufelskreis der Verblendung und Lüge. Ein Gefesseltsein in einem satanischen Bann. Das hat der Gegenspieler Gottes, "der Weltbeherrscher dieser Finsternis" - wie ihn die Bibel nennt -, und das haben Menschen als seine Werkzeuge zustande gebracht.

 

Dieses Karussell hält Satan dauernd in Fahrt. Weshalb? Damit nur ja nicht jemand zur Besinnung kommt. Damit in keinem die Frage aufbricht: "Was muss ich tun, dass ich errettet werde?" Und - damit die unzähligen Verführten dorthin kommen, wohin auch er gelangt: in die ewige Verdammnis.

 

Vieltausendjährige Erfahrung

Ja, die hat Satan. Bereits im Garten Eden wusste die Schlange den ersten Menschen das schmackhaft zu machen, was Gott verboten hatte. "Hat Gott wirklich gesagt?" Das war und ist bis heute die Sprache des Teufels.

 

Seine Parole heißt: "Weg von Gott! Nimm Gottes Wort nicht so genau! Hört lieber auf mich!" Und sein Ideenreichtum ist enorm: Ablenkung, zweifelhafte Freuden, irdische Ehrungen und Schätze hält er in großer Auswahl parat. Für jeden hat er das Passende.

 

Schon die römischen Diktatoren wussten es. "Brot und Spiele" (panem et circenses), das war ihr Motto. Das brauchten ihre Untertanen. Wenn das Volk satt und abgelenkt war, dann hatten sie es wie ein Spielball in ihrer Hand. So konnten sie nach Gutdünken schalten und walten. Und keiner merkte es ...

 

So war es vor Jahrtausenden, vor Jahrhunderten - und so ist es bis heute geblieben. Vor 350 Jahren schrieb Blaise Pascal (1623-1662) etwas zum Nach-denken zu unserem Thema. Und Pascal war nicht irgendwer. Er war einer der größten Mathematiker und Physiker der Menschheitsgeschichte. Immerhin ist nicht nur die Maßeinheit für den Luftdruck, sondern auch eine höhere Programmiersprache nach ihm benannt. Aber mehr als das. Er war gläubiger Christ, der seinen Herrn und Erlöser froh bezeugte. Hören wir, was er uns zu sagen hat:

 

Nehmt den Menschen die Zerstreuung, und ihr werdet sehen, dass sie vor Langeweile sterben, denn dann spüren sie ihre Nichtigkeit, die sie nicht kennen.

Denn was ist Unglücklichsein anderes, als unerträglich traurig zu sein, sobald man gezwungen wird, über sich selbst nachzudenken- und sich nicht zerstreuen kann.

 

So ist es. Entweder man bleibt durch die Zerstreuungen buchstäblich in einem Teufelskreis des Bösen. Oder man gelangt endlich dahin, über sich selbst nachzudenken. Dieses Über-sich-Nach-denken kann jetzt stattfinden, indem Sie diese Zeilen lesen. Denn: Über sich selbst nachdenken, das ist der Anfang des richtigen Weges.

 

Alle verborgene Traurigkeit ist bei den Menschen dieser Welt nichts anderes als eine Vorahnung des ewigen Verlorenseins. Nicht nur die Hölle ist schrecklich - auch der Weg dorthin. Ewiges Leben und Glückseligkeit sind nur in dem Herrn Jesus zu finden. Hören Sie, was Blaise Pascal sagt:

 

Ohne Jesus Christus ist der Mensch mit Notwendigkeit lasterhaft und elend.

Mit Jesus Christus ist der Mensch von Laster und Elend befreit.

In Ihm ist unsere ganze Tugend und unsere ganze Jugend und unsere ganze Glückseligkeit.

Ohne Ihn gibt es nur Laster Elend, Irrtum, Finsternis, Tod, Verzweiflung.

 

Billige Angstmache? - Nein, danke!

Billige Angstmache ist unfair. Deshalb zu Recht: Nein, danke! Hier aber geht es um nichts Billiges. Alles, was uns die Bibel sagt, ist nicht billig. Auch Gottes Warnung nicht! Die menschliche Seele hat einen ungeahnten Wert in Gottes Augen. Die ganze Welt ist gegen sie an Wert nicht aufzuwiegen.

 

Hier sind Gottes Angebot, seine Gnade, sein Rettungsring. Hier müssen Sie zugreifen, um gerettet zu werden. Das ist die Botschaft, die Sie brauchen.

 

Wenn Ihr Arzt bei Ihnen die Diagnose Lungenentzündung stellt und das lebensrettende Medikament hat, er würde sich strafbar machen, wenn er es Ihnen nicht gibt. Oder stellen Sie sich vor, ich komme nachts an Ihrem Haus vorbei und sehe, dass es in Flammen steht. Und ich weiß, dass Sie und Ihre Familie darin schlafen. Es wäre äußerst niederträchtig, wenn ich nicht alles tun würde, Sie zu wecken und herauszuholen.

 

Vor einiger Zeit war in den österreichischen Alpen eine viel befahrene, riesige Autobahnbrücke abgesackt. Sie war zwar nicht zusammengestürzt, aber die Autobahn musste monatelang gesperrt werden. Stellen Sie sich vor, die Brücke wäre wirklich zusammengestürzt. Ich wäre mit meinem Auto geradewegs auf den Krater zugefahren und hätte den Wagen in allerletzter Sekunde noch zum Stehen bringen können. Hätte ich nicht blitzschnell die Blinkleuchten eingeschaltet? Wäre ich nicht aus dem Wagen gesprungen und den folgenden Autos entgegengelaufen, um sie mit warnenden Armen anzuhalten? Wahrscheinlich hätte ich mein Hemd vom Körper gerissen, um es hin und her zu schwingen, damit nur ja keiner in den sicheren Tod rast.

 

Dies alles sind schwache Beispiele. Denn Gottes Sprache ist noch viel eindringlicher. Er warnt und warnt. Auch Sie haben seine Stimme schon gehört. Denn hier geht es wahrlich um nichts Billiges, hier geht es um ewigen Tod oder ewiges Leben.

 

Aber die Bibel verbindet die Warnungen mit einem Angebot. Gott stellt die Ampel auf Rot. Das ist wahr. Nicht weiterfahren! Aber dabei bleibt er nicht. Er weist den richtigen Weg. Es ist ein unvergleichlicher Weg: Die Bibel ist Gottes Wegweiser für Sie. Dort finden Sie den Weg, sein Angebot, genau beschrieben. Und noch einmal: Sein Angebot ist nicht billig.

 

Und Sie werden staunen, was jetzt kommt: Es ist umsonst. Aber nicht "umsonst" im landläufigen Sinn. Wieso denn umsonst? Die Antwort lautet: Weil seine Gabe unbezahlbar ist! "Wen da dürstet, der komme. Wer da will, nehme das Wasser des Lebens umsonst." So ruft der große Gott Ihnen noch auf der allerletzten Seite seines Wortes zu. Offenbarung 22,17. Und nicht nur dort finden Sie dieses "Umsonst". Auf der vorletzten Seite der Heiligen Schrift steht es nicht viel anders: "Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst. Wer überwindet, wird dieses - den Himmel - erben, und ich werde ihm Gott sein, und er wird mir Sohn sein." Offenbarung 21,6.7. Und im Römerbrief, Kapitel 3, Vers 24, können Sie nachlesen, dass alle, die die Erlösung durch den Herrn Jesus annehmen, indem sie an sein vergossenes Blut glauben, "... umsonst gerechtfertigt werden durch seine Gnade." Welch ein feierliches, herrliches "Umsonst"!

 

Vielleicht ist Ihnen das alles völlig neu. Wahrscheinlich ist es Ihnen unbegreiflich. Das ist es mir auch. Aber es ist absolute göttliche Wahrheit. Und wenn es Ihnen ganz neu sein sollte, umso besser:

Dann bekommen Sie endlich diese für jeden Menschen wichtigste Information hier zum ersten Mal.

Gott gab seinen Sohn dahin. Er ließ ihn Mensch werden. Und in einem schonungslosen Gericht rechnete er mit dem Sündlosen und Reinen wegen der Schuld anderer ab. Weshalb? Damit hoffnungslos verlorene Menschen Vergebung, Frieden und ewiges Leben empfangen können. Umsonst! Keiner hätte diesen hohen Preis bezahlen können. Deshalb umsonst. Mehr konnte Gott nicht tun. Aber er hat seinen Sohn gegeben. Dort am Kreuz auf dem Hügel Golgatha vor den Toren Jerusalems floss sein heiliges Blut als Sühnung für unsere Sünden.

 

Und Gott hat ihn auferweckt. Er hat ihm den höchsten Ehrenplatz im Himmel gegeben. Und er hat ihm das kommende Gericht übertragen. An ihm kommt keiner vorbei, sei es jetzt oder in Zukunft. Aber noch bietet Gott Gnade an. Das sind biblische Grundtatsachen. Die sind für jeden unendlich wichtig. Auch, wenn Sie, was die Bibel betrifft, beim Punkt Null anfangen. Vielleicht, weil Sie keine besitzen. Vielleicht auch, weil sie verstaubt und ungelesen in einer Ecke liegt.

 

Gnade? - was ist das denn?

Da sitzt ein zum Tod Verurteilter in seiner Zelle und wartet. Jeden Augenblick kann der Schlüssel des Wachpolizisten das schwere Schloss öffnen. Zwei bewaffnete Männer werden ihm Handschellen anlegen und ihn zum elektrischen Stuhl führen. Endstation - für diese Erde.

 

Vor langer Zeit hat der Verurteilte ein Gnadengesuch an den Präsidenten gerichtet. Und nun geschieht eines Morgens das, womit er nicht mehr gerechnet hat. Wie üblich schrickt er zusammen, als man den schweren Riegel seiner Zellentür beiseite schiebt. Ein Uniformierter tritt ein. Er überreicht ihm ein Schreiben. Voller Aufregung liest er es. Es ist ihm, als träumte er. Er kann es nicht fassen. Seinem Gnadengesuch wurde entsprochen. Er muss nicht sterben. Die Unterschrift des Präsidenten gibt ihm die Gewissheit, dass die Todesstrafe nicht vollstreckt wird.

Das ist ein Bild von dem, was Gnade ist. Aber wahrscheinlich wurde seine Strafe in eine andere Strafe - in lebenslänglichen Freiheitsentzug - umgewandelt. Und deshalb ist das Beispiel nur sehr schwach, fast möchte man sagen, falsch. Denn Gott, die heiligste und gerechteste Instanz, die es gibt, handelt nicht bruchstückhaft. Wie handelt Gott? Gott spricht frei. Gnade ist unverdienter Freispruch

 

Mildernde Umstände gibt es bei Gott nicht. Nicht für mich, für Sie oder irgendeinen Menschen. Und wenn jemand der Anständigste und Gebildetste wäre. "Alle sind abgewichen, sie sind allesamt verderbt. Da ist keiner, der Gutes tue, auch nicht einer." Psalm 53,3. "Und wir allesamt sind dem Unreinen gleich geworden, und alle unsere Gerechtigkeiten gleich einem unflätigen Kleid." Jesaja 64,6. Das ist Gottes unretuschiertes Portraitfoto von uns. Ein Kleid voller Unflat, das fasst man nicht einmal mit der Pinzette an. Es gehört ins Feuer Das ist Gottes Urteil über die Sünde der Selbstgerechtigkeit. Alle brauchen Rettung, nicht nur die so Liederlichen, auch die Soliden. Und wenn Gott Gnade anbietet, dann verwandelt er eine schwere Strafe nicht in eine weniger schwere. Gott in seiner Gnade rechtfertigt. Das heißt: Er spricht den Schuldigen gerecht. Und bei wem kann und will er das tun? Bei jedem, der vor ihm sein verpfuschtes oder selbstherrliches Leben verabscheut. Das ist sein Handeln bei jedem, der sein Angebot der Gnade und Vergebung in dem Herrn Jesus annimmt.

 

Kein menschliches Gesetz verurteilt einen Schuldigen wegen ein und desselben Vergehens zweimal. Auch Gott tut das nicht. "Wer seine Übertretungen verbirgt, wird kein Gelingen haben; wer sie aber bekennt und lässt, wird Barmherzigkeit erlangen." Sprüche 28,13. Der darf erfahren, dass der Herr Jesus auch für ihn persönlich seine Sache mit Gott gutgemacht hat. Und er darf froh erfahren: "Die Strafe zu unserem Frieden lag auf ihm, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden." Jesaja 53,5.

 

Keine Schleuderware

Gott gibt umsonst, das ist wahr. Aber sein Gnadenangebot ist befristet. Der dem ewigen Verderben entgegeneilende Mensch hat streng genommen nur für den heutigen Tag die Verheißung der Errettung. Für ihn steht die Uhr Gottes auf dem "Jetzt und Heute": "Siehe, jetzt ist die wohlangenehme Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils." 2. Korinther 6,2. "Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht." Hebräer 4,7. Warum ist das so? Weil keiner weiß, ob er den nächsten Tag, ja, die nächste Stunde noch erleben wird. Und mag er noch so gesund und munter sein. Deshalb gilt jedem: "So lehre uns denn zählen unsere Tage, damit wir ein weises Herz erlangen!" Psalm 90,12. Was zählen wir nicht alles! Aber das Wichtigste vergessen wir. "Siehe, Handbreiten gleich hast du meine Tage gemacht, und meine Lebensdauer ist wie nichts vor dir." Psalm 39,5.

 

Eine Hand breit, das ist nicht viel. Und genau so ist es; Wir können noch nicht einmal die nächste Straßenkurve überblicken. Und hinter ihr kann bereits der Tod lauern.

 

Das Heute und das Jetzt steht mit großen Lettern über dem unermesslich großen göttlichen Angebot. Denn man kann die Gnadenstunde auch verpassen. Deshalb nehmen Sie sie an, heute, jetzt! "Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu erretten." 1. Timotheus 1,15. Haben Sie gehört? "... aller Annahme wert!" Seine Gnade ist keine Schleuderware. Gott wirft sie keinem nach. Er stellt jeden vor die Entscheidung.

 

Auch den reichen Jüngling hatte der Herr Jesus überführt. Er rief ihn auf, ihm nachzufolgen. Aber der setzte sein Vertrauen lieber auf seinen großen Reichtum und entschied sich gegen ihn. Und dann ging er traurig weg. Schon der Weg in das Verderben ist ein trauriger Weg. Aber der Herr Jesus lief nicht hinter ihm her. Er zwingt keinen. Er sagt, was er meint. Und er meint, was er sagt.

 

Das müssen wir uns stets vor Augen halten: Der Preis für Gottes Gnadenangebot ist unvorstellbar hoch. Man kann diese Gnade heute erfahren, indem man seine Sünden dem heiligen Gott im Gebet aufrichtig bekennt, von dem alten Lebensweg umkehrt und an den Herrn Jesus glaubt. Aber - und das wäre ein schreckliches Aber: Man kann an Gottes Angebot auch gleichgültig vorübergehen und es ablehnen. Die furchtbare, ewig währende Konsequenz ist die Trennung von Gott am Ort der äußersten Finsternis und der größten Not.

 

Hier - und auf ewig

Die Entscheidung über das ewige Leben oder die ewige Verdammnis fällt hier und heute. Nicht später einmal. Nicht nach dem Tod. Und nicht bei einem so genannten "Jüngsten Gericht", von dem man manchmal hört.

 

Nicht menschliche Meinungen, nicht unzählige große und kleine Philosophien, nicht Dogmen geben uns Antwort. Allein Gottes Wort gilt. Und die Gültigkeit dieses Wortes ist unumstößlich, jetzt und auf ewig. Hören Sie, was die Bibel hierzu sagt:

 

"In Ewigkeit steht dein Wort fest in den Himmeln." Psalm 119,89

 

"Das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit." 1. Petrus 1,25

 

Und was sagt dieses zuverlässige Wort über Gottes Absichten? Was teilt es uns über die Verantwortung des Menschen mit? Hier können Sie es lesen:

 

"Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn errettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes."

Johannes 3,17.18

 

"Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe; und wenn jemand meine Worte hört und nicht bewahrt, so richte ich ihn nicht, denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um die Welt zu erretten. Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, hat den, der ihn richtet: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag."

Johannes 12,46-48

 

Hier ist alles auf den Punkt gebracht: Die Absicht Gottes und die Rettungstat des Herrn Jesus - und die Antwort, die Ihr Herz darauf gibt. Sie können nicht Gott verantwortlich machen. Die Verantwortung liegt bei Ihnen. "Was soll ich denn mit Jesus tun?" Das ist die Schicksalsfrage mit Ewigkeitsfolgen. Pfarrer Wilhelm Buschs weit verbreitetes evangelistisches Buch hat den Titel "Jesus unser Schicksal". Das trifft den Nagel auf den Kopf.

 

Hier ist Gottes Gnadenangebot in dem Herrn Jesus. Und von Ihrer Antwort hängt Ihr ewiges Schicksal ab. Denn das haben Sie dem Wort

 

Gottes mit größter Klarheit entnommen, dass in diesem Leben und nicht erst nach dem Tod die Entscheidung darüber fällt, wo Sie die Ewigkeit zubringen werden. So gibt es für Sie heute:

 

Und Gott spricht: Auf ewig!

Hiermit sind alle Wenn und Aber ausgeräumt. Deutlicher kann es Ihnen keiner vor Augen stellen, als es Gott selbst in seinem Wort tut. Nicht er will, dass Sie in die ewige Verdammnis kommen. In die Hölle bringt sich der Mensch in seiner Widerspenstigkeit selbst. Aber auch in den Himmel wird keiner gezwungen. Entweder - Oder. Jesus unser Schicksal! Nehmen Sie jetzt Ihre Zuflucht zu ihm! Denn:

 

"Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt,  wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm."Johannes 3,36.

 

Licht einschalten!

Vielleicht sind Sie noch voller Fragen. Aber eins werden Sie einsehen: Man darf nicht in die falsche Richtung fahren, wenn man ans richtige Ziel kommen will. Und Sie haben es gehört: Es gibt nur eine Instanz, die Ihnen den richtigen Weg beschreibt, Gottes Wort.

 

Hier wird auf einmal alles klar und deutlich. Sein Licht leuchtet hell. Hier sind keine Spekulationen. Die Bibel gibt Antwort, wahr und ungeschönt. Und was ist nötig, um ihre Aussagen für sich persönlich zu erfassen? Das ist mit einem Wort gesagt: Aufrichtigkeit. Das aufrichtige Bewusstsein, dass man wegen seiner Sündenschuld und ohne den Herrn Jesus absolut verloren ist, und das Bekennen der Sünden im Gebet vor Gott. Diese Haltung nennt die Bibel Buße und Umkehr. Dann wird auf einmal alles hell. Der Herr Jesus ist als Licht in die Welt gekommen. Der leidende und sterbende Gottessohn am Kreuz von Golgatha zeigt deutlich, wie ernst Gott die Sünde nimmt. Dort sehen wir seine Heiligkeit, aber auch seine Liebe.

 

Wer sich dem alles aufdeckenden Brennkegel des göttlichen Lichts stellt, erkennt sich in seiner völligen Verlorenheit. Jetzt gilt es, nicht zurückzuweichen in die finstere Ecke der Sünde oder in die Grauzone der Gleichgültigkeit. Dann wird Gott Ihnen zeigen, dass sein Sohn dort am Fluchholz des Kreuzes auch Ihre Sünden stellvertretend getragen hat. "Den Aufrichtigen geht Licht auf in der Finsternis." Psalm 112,4. Wenn dieser Seufzer, der aus dem Mund des Zöllners kam, auch Ihr aufrichtiger Ausruf ist: "O Gott, sei mir, dem Sünder, gnädig!", dann werden Sie erfahren:

 

Wer Jesus im Glauben am Kreuz erblickt, wird heil zu derselben Stund'.

 

Dann können Sie mit dem Grafen Nikolaus Ludwig von Zinzendorf bekennen:

 

Bis zum Schwören darf ich's wissen, dass mein Schuldbrief ist zerrissen, dass mein Heiland starb für mich!

 

Keiner kann Gott verantwortlich machen, wenn er im Dunkeln herumtappt und auf alle unmöglichen Spinnereien hereinfällt. Wenn Sie mit Ihrem Auto bei Nacht über die Landstraße fahren und das Licht nicht einschalten, brauchen Sie sich nicht zu wundern, wenn es kracht und schlimme Folgen hat. Kämen Sie jemals auf den Gedanken, Ihren Autohersteller dafür verantwortlich zu machen? Wohl kaum. Er hat Ihren Wagen mit der Möglichkeit ausgerüstet, mit Licht die dunkle Straße zu erhellen.

 

So ist es keineswegs Gottes Schuld - wie manche meinen -, dass die Frage nach dem Wohin scheinbar im Dunkel liegt. Er hat Ihnen das Licht - sein Wort - in die Hand gegeben, um es zu nutzen, es einzuschalten. "Dein Wort ist Leuchte meinem Fuß und Licht für meinen Pfad." Psalm 119,105.

 

Die Tatsache

Die Hölle ist furchtbare Realität. Und es fällt mir nicht leicht, darüber zu schreiben. Aber das wäre große Lieblosigkeit, ja, unverzeihliches Unrecht. Denn: Nichts kann grausamer sein als eine Milde, die den Anderen seiner Sünde überlässt. Nichts kann barmherziger sein als die Zurechtweisung, die den Menschen vom Weg der Sünder zurückruft.

Sie können versuchen, die Hölle abzustreiten - die Wahrheit bleibt bestehen und zieht über allem Leugnen und allen Wegdeutungsversuchen still ihre Bahn. So wie der Mond seine Bahn weiterzieht - mögen ihn die Hunde auch anbellen.

 

Wenn es kein ewiges Verderben gäbe, vor dem Sie gerettet werden müssen, dann waren das Kommen des Herrn Jesus Christus auf diese Erde, sein Leiden und Sterben am Kreuz und seine Auferstehung unnötig. Die frohe Botschaft von der Liebe Gottes wäre überflüssig.

Zwar sagt man, wir sollten mehr über die Bergpredigt sprechen. Das ist nicht verkehrt. Aber, gerade dann müssen wir auch über die Tatsache der Hölle reden. Denn bei den ersten drei Erwähnungen im Neuen Testament - und zwar in der "Bergpredigt" - wurde das Wort von Christus selbst ausgesprochen. "Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist:

Du sollst nicht töten; wer aber irgend töten wird, der wird dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder ohne Grund zürnt, wird dem Gericht verfallen sein; wer aber irgend zu seinem Bruder sagt: Raka! (ein Ausdruck der Verachtung) wird dem Synedrium verfallen sein; wer aber irgend sagt: Du Narr! wird der Hölle des Feuers verfallen sein." Matthäus 5,21.22.

 

"Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen. Ich aber sage euch: Jeder, der eine Frau ansieht, sie zu begehren, schon Ehebruch mit ihr begangen hat in seinem Herzen. Wenn aber dein rechtes Auge dir Anstoß gibt, so reiß es aus und wirf es von dir; denn es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder umkomme, als das dein ganzer Leib in die Hölle geworfen werde. Und wenn deine rechte Hand dir zum Fallstrick wird, so hau sie ab und wirf sie von dir; denn es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder umkomme, als das dein ganzer Leib in die Hölle geworfen werde." Bergpredigt, Matthäus 5,27-30. Insgesamt berichten die Evangelien zehnmal, dass Gottes Sohn seine Zuhörer eindringlich vor dem ewigen Gericht der Hölle warnt.

Merkwürdigerweise kann man das Wort "Hölle", das Wort ,Teufel" und das Wort "Verdammen" heute überall auf unseren Straßen, im Bus, auf der Baustelle und im Betrieb hören. In den Texten der Rockmusik und in der ganzen Unterhaltungsbranche gehören diese Begriffe zum ständigen Wortschatz. Und wie unendlich traurig und ernst ist es, dass gottlose Menschen diese Worte bei ihren Flüchen und Lästerungen benutzen. Aber dort, wo man erwarten sollte, dass das Wort Gottes verkündigt wird, hört man nur noch selten von Himmel und Hölle.

 

Der Trick

Einer der gefährlichsten Tricks des Teufels ist, die heilige Ehrfurcht vor Gott und die Furcht vor der Hölle aus den Herzen der Menschen zu vertreiben. Mit aalglatten Worten spricht man lieber nur von einem so genannten "lieben Gott", den die Bibel nicht kennt. Sie offenbart den Gott der Heiligkeit und Liebe. Aber wir finden in der Bibel nirgendwo einen "lieben Gott", der fünf gerade sein lässt, durch die Finger schaut und es nicht so genau nimmt. Das Wort Gottes kennt keine Halbwahrheiten. Die Hölle ist und bleibt eine Tatsache, die in der Bibel deutlich beschrieben ist. Diese Wahrheit wird heute weitgehend verschwiegen.

 

"Wie können Sie als gebildeter Mensch noch an die Hölle glauben?", so wird man gefragt. Der moderne, aufgeklärte Mensch glaubt so etwas nicht mehr, sagt man. Zur Zeit eines Noah gab es auch nicht einen einzigen Gelehrten, der seiner Warnung vor der bevorstehenden Gerichtsflut Glauben schenkte. Aber die Flut kam. Wir wissen es, weil es so in der Bibel steht. Dass alle Hochkulturen der Menschheit von dieser weltumspannenden Flut berichten und auch genügend geologische Informationen darüber zur Verfügung stehen, mag interessant sein. Aber die Mitteilungen in der Bibel genügen völlig. Warum? Weil Gottes Wort die Wahrheit ist und Gott nicht lügen kann.

 

Was Gott sagt, das trifft ein. In Sodom und Gomorra spottete man über das angekündigte Gericht. Aber es traf ein. Die großen Theologen zur Zeit des Herrn Jesus schlugen seine Warnungen in den Wind, als er ihnen die Zerstörung Jerusalems voraussagte. Aber mit göttlicher Pünktlichkeit geschah alles wie vorausgesagt.

 

Das Volk Israel war unbelehrbar, als Gott ihnen für den Fall ihres Ungehorsams das Gericht vorhersagte. Doch es traf ein: "Gott der Herr wird dich unter alle Völker zerstreuen, von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde ..., und unter jenen Nationen wirst du nicht rasten, und deine Fußsohle wird keine Ruhestätte finden, und Gott der Herr wird dir daselbst ein zitterndes Herz geben ... Du wirst nur bedrückt und geplagt sein alle Tage. Und du wirst wahnsinnig werden vor dem Anblick deiner Augen, den du erblickst." Das können Sie im 28. Kapitel des 5. Buches Mose nachlesen.

 

Gott steht zu seinem Wort in allen Punkten. Die Zeitgeschichte lehrt es uns: Israel - ein Staat, seit Jahrtausenden von der Landkarte verschwunden. Und die Juden, welch ein geschundenes, gequältes Volk! Antisemitismus bis zum heutigen Tag! Aber: "So wahr Gott der Herr lebt, ... ich werde sie in ihr Land zurückbringen, das ich ihren Vätern gegeben habe." Jeremia 16,15. "Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir: Vom Osten her werde ich deine Nachkommen bringen und vom Westen her werde ich dich sammeln. Ich werde zum Norden sagen: Gib heraus! und zum Süden: Halte nicht zurück! Bringe meine Söhne von fernher und meine Töchter vom Ende der Erde!" Jesaja 43,5.6.

 

Der uralte Trick des Teufels mit seiner listigen Frage "... hat Gott wirklich gesagt?" zieht nicht, wenn Sie darauf hören, was die Bibel sagt. Satan ist der Lügner von Anfang. Gott ist der Gott der Wahrheit. Die ganze Menschheitsgeschichte beweist es. Sie ist Gottes erfüllte Prophetie. Und für die Zukunft gilt dasselbe. Auch sie wird sich buchstäblich erfüllen, wie es in seinem Wort vorausgesagt ist.

 

Gott allein ist allwissend. Was Gott betrifft, so ist für ihn nicht nur die Vergangenheit Geschichte, sondern auch die Zukunft. Denn bei ihm gibt es keine Zeit in unserem Sinn. Die Menschheit ist von den Grenzen der Zeit umgeben, aus denen sie sich nicht befreien kann. Bei dem ewigen Gott gibt es so etwas nicht.

 

Trotz allem: Satan hat bis heute mit seiner List Erfolg. Er hat ein Meisterstück vollbracht, als er den Menschen weismachte, die Hölle bestünde lediglich in der Phantasie einiger Ewiggestrigen. Deshalb werden Sie heute von der biblischen Tatsache der Hölle nur selten etwas hören. Deshalb der lawinenartige moralische Verfall um uns her. Es gibt kein Tabu mehr. So weit hat es der Teufel gebracht, dass die Furchtbarkeit und Gemeinheit der Sünde, die richterliche Heiligkeit Gottes und die Existenz der Hölle geleugnet werden. Gibt es keine Rettung aus diesem Teufelskreis?

 

 


   

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