Islam ist Ultrafaschismus... 32500 Mal Krieg und Hass in den "heiligen" Bücher des Islam aber kein einziges Mal das Wort Liebe. Wer hinter das Angesicht des Islam blickt versteht: Islam ist Ultrafaschismus. Die Legitimation im Namen "Gottes" zu morden, stehlen und umzubringen. Es ist das Modewort Islamist in der Unterscheidung von Moslems geprägt worden. Die Frage die sich hierbei stellt ist jedoch sehr viel spannender: War Mohammed ein Moslem oder Islamist?.

 

Er selbst war ein fanatischer, pädophiler Massenmörder, der mehr Menschen mit eigener Hand umgebracht hat als es von jedem Diktaor je bekannt wurde. Mohammed überschreitet mit seinen Lehren das letzte Tabu: Das Morden im Namen Gottes. Er verlobte sich mit einer sechsjährigen, die er dann im Alter von neun Jahren heiratete er sie. Einer der abartigsten Perverser der Weltgeschichte, dessen Lehren heute sogar in den Gesangbücher der katholischen/evangelischen Lehren als Richtschnur des Glaubens besungen wird. Mitten unter uns... so lautet der Titel des Gebets und Liederbuches für die Grundschule erschienen im Moritz Disterweg Verlag... Das Kinderlied für Grundschulen beginnt mit dem Text: "Es gibt nur einen Gott: ALLAH, den Herrn der Welt. Und ER gab uns die Schrift, die uns zusammen hält. Als Gottes Wort gibt der KORAN die Richtschnur unsres Handelns an. ALLAHU AKBAR, ALLAHU AKBAR, WAMU HAMMA DURRA SULUHU, ALLAHU AKBAR." Wann wachen die Christen auf?

 

Wer war Mohammed und was wollte er? Das versteht man jedoch erst im Rückblick der Geschichte, nämlich bei der Schlacht von Badr (624 n CH) und durch die Betrachtung der Hadithen und des Koran.

 

Aber lassen wir den Koran für sich selber reden. In der zweiten Sure schreibt er: Sure 2, Vers 216: „Vorgeschrieben ist euch der Kampf, doch ist er euch ein Abscheu. Aber vielleicht verabscheut ihr ein Ding, das gut für euch ist, und vielleicht liebt ihr ein Ding, das schlecht für euch ist; und Allah weiß, ihr aber wisset nicht." Gemeint ist der Kampf mit Waffen. „Kampf“ ist eine unzureichende Übersetzung des arabischen „Qital“, was „Kampf um zu töten“ bedeutet.

 

In der Sure "Die Beute" die in Zeit der Schlacht von Badr geschrieben wurde heisst es:

 

Sure 8 „Die Beute“, Vers 12: „Wahrlich, in die Herzen der Ungläubigen werfe ich Schrecken. So schlagt ein auf ihre Hälse und haut ihnen jeden Finger ab.“ (Es geht um einen von Mohammeds Karawanenüberfällen im Jahre 624 sowie um die Aufteilung der so erlangten Beute.)

 

Sure 8, 12

Ebenso als dein Herr den Engeln offenbarte: „Ich bin mit euch, stärkt daher die Gläubigen, aber in die Herzen der Ungläubigen will ich Furcht bringen, darum haut die Köpfe ab und haut ihnen alle Enden ihrer Finger ab“;

 

Mohammed selbst sagt: "Mir wurde befohlen, gegen die Menschen so lange zu kämpfen, wie sie nicht erklären, daß es keinen Gott außer Allah gibt und dem, der es erklärt, wird der Schutz seines Eigentums und Lebens in meinem Auftrag garantiert, außer den Fragen, die bei Allah liegen." (Muslim 1/30)

 

Islam ist gemäß Mohammeds Worten die Kraft durch die Allah mordet, stiehlt (Die Beute der Raubzüge) und zerstört. Die Verse 41-44 betreffen die Schlacht selbst. Nach dem Sieg der Moslems weist Allah die Moslems an, Mohammed ein Fünftel der Beute zu geben (Vers 41). Nach einer Schlacht betete Mohammed "im Angesicht eines Kamels der Kriegsbeute" und da sagte er zu seinen Männern, während er ein paar Kamelhaare zwischen seinen Fingern hielt: "Dies ist ebenso ein Teil der Kriegsbeute, die ihr verdient habt, wahrlich, ich habe keinen Anteil daran, außer meinem Anteil, das Fünftel, das mir bestimmt ist.

 

Sure 8, Vers 67: Noch vermochte kein Prophet Gefangene zu machen, ehe er nicht auf Erden gemetzelt. Ihr wollt die Güter dieser Welt, Allah aber will das Jenseits, und Allah ist mächtig und weise.

 

Im 17ten Vers offenbart er das wahre Gesicht Allahs:

 

Und nicht ihr habt sie getötet, sondern Allah. Und nicht du hast jenen Wurf ausgeführt, sondern Allah. Und er wollte (mit alledem) seinerseits die Gläubigen etwas Gutes erleben lassen. Allah hört und weiß (alles). 

 

Allah der "Geist" der Menschen misbraucht um zu morden und zu stehlen, umzubrigen, zu verstümmeln und zu rauben. Mohammed offenbart wer Allah wirklich ist, den, der in der Bibel Satan genannt wird.

 

DAS IST DER ISLAM

 

Meine Bekehrung


Meine ersten Lebens- und Schuljahre verbrachte ich in einem arabischen Land. Mein Umfeld war ausschließlich moslemisch, und so war auch meine Erziehung und Prägung. Ich besuchte eine Koranschule, lernte Suren aus dem Koran auswendig und war stets bemüht ein vorbildlicher, frommer Moslem zu sein. Ich wuchs in einer sehr gläubigen Familie auf, bei der das Einhalten des moslemischen Lebensstils oberste Priorität war.

Später wanderten wir nach Deutschland aus. Auch hier versuchte ich weiter meinen gewohnten Lebensstil beizubehalten. Ich stellte jedoch recht schnell fest, daß der Wechsel in eine völlig andere Kultur nicht gerade förderlich für meine religiösen Absichten war. In der Kleinstadt in der wir wohnten gab es nicht einmal eine Moschee und „Glaubensgenossen“ gab es in meiner Umgebung kaum. Über die Ungläubigkeit und Lebensauffassung der Deutschen in meinem Umfeld wunderte ich mich sehr.
Als Allah liebender, überzeugter Moslem, stempelte ich schnell alle Deutschen als Gräuelsünder gegen Gott ab. Ich verband mit dem Wort Christentum die abscheulichste Art sein Leben an den Geboten Allahs vorbei zu führen. Zu dem Zeitpunkt war ich davon überzeugt, daß durch Terrorismus und Selbstmordattentate auch ich Allahs Gunst erwerben konnte. Was sich in meinem Herzen und meinen Gedanken abspielte teilte ich jedoch niemandem mit, schon gar nicht meiner absolut unpolitisch denkenden Familie.
Ich empfand tiefste Befriedigung beim Ansehen abscheulichster Bilder von Terroranschlägen und Selbstmordattentaten in den Nachrichten. Ich dachte ernsthaft, daß Gott durch solche Taten Freude bereitet wurde. Jedoch lernte ich in während meiner Schulzeit meinen heutigen besten Freund I. kennen. Seine Familie war sehr gläubig.
Ich lernte dadurch zwischen Christ sein und Christsein zu unterscheiden. Ich habe viel Zeit als Besucher in der Familie verbracht. Durch einen Freund der Familie und sein Bekehrungszeugnis fing ich an, ernsthaft über Jesus Christus nachzudenken. Ich verabredete mich mit dem besagten Freund der Familie 4 Jahre lang teilweise 2-3-mal wöchentlich und führte stundenlange Gespräche über den Glauben. Da ich diesen jungen Mann sehr mochte war ich bestrebt ihn zum Islam zu führen, jedoch ohne Erfolg. Preis dem Herrn.

Nach 4 Jahren hatte Jesus mein Herz um 180 Grad gedreht. Ich nahm Jesus als meinen persönlichen Erlöser an und sagte mich vom Islam los. Ich fing an über Höhen und Tiefen, große und kleine Fehler dem Herrn immer mehr zu vertrauen und IHN mit einer tiefen Hingabe zu lieben. Mit derselben Radikalität mit der ich versuchte Allah zu gefallen, bin ich auch heute noch bestrebt, den Herrn von ganzem Herzen zu lieben und IHM zu dienen. Die größte Befriedigung empfinde ich heute in der Gegenwart Gottes in meiner persönlichen Zeit mit dem Herrn. Die größte Freude ist , wenn ich heute das Wort Gottes predige und sehe, wie der Heilige Geist von Sünde überführt, die Liebe Christi offenbart und der Name Jesus durch Wiedergeburt, Heilung und Befreiung verherrlicht wird.

Heute kann ich sagen, daß Jesus wahrhaftig Gottes Sohn und mein über alles geliebter Erlöser ist.

Nassim Ben Iman

 

 

Ich fürchtete mich, als Muslim zum Gott der Christen zu beten

 

Ein türkischer Moslem wird Christ, nachdem er durch Freunde überzeugt wurde

 

Mein Name ist Sezgin. Ich lebe in einer türkischen Großstadt. Ich war ein strenger Muslim und hielt die Vorschriften genauer ein als meine Familie; fünfmal am Tag betete ich. Mit der Zeit empfand ich es als unbefriedigend, arabische Worte, die ich nicht verstand, zu beten. In meinem Herzen empfand ich dabei keine Liebe für den Gott, den ich verehrte.

 

Der erste Gottesdienst

 

Eines Tages - ich war 15 Jahre alt - hatte ich genug davon. Das Ganze machte keinen Sinn. Ich ging nicht mehr zum Gebet. Jahre später lud mich ein Kollege aus Schweden in eine Kirche in der Stadt ein. Ich zögerte und empfand etwas Angst. Auch wenn ich kein praktizierender Muslim mehr war, wie konnte ich in eine Kirche gehen? Doch ich dachte, es würde mir helfen, besser Englisch zu lernen. So ging ich hin. Die fröhliche Atmosphäre gefiel mir, und dass die Christen auf Türkisch beteten, berührte mich tief. Ein Lied, das Gott als Vater anredete und von seiner Liebe sprach, bewegte mich innerlich sehr. Mein Vater war gestorben, als ich sechs Jahre alt war. Mitten im Gebet kamen mir Tränen. Ich begann selbst zu beten und sagte: „Gott, bitte vergib mir, wenn ich jetzt im Namen von Jesus bete. Aber ich möchte echt vorwärts kommen und erfahren, wer Jesus ist.” Ich fürchtete mich sehr, als Muslim zum christlichen Gott zu beten. Aber in diesem Moment kam eine große Freude in mein Herz.

 

Abkehr und Umkehr

 

Meine neuen Freunde luden mich ein, den Jesus-Film anzusehen. Ich war sehr interessiert. Doch kam mir der Gedanke, wie ich all dies meiner Familie erklären sollte. Meine Mutter und Geschwister würden mich ausfragen; das machte mir Angst. Nach einiger Zeit hörte ich auf, zum Gottesdienst zu gehen, und konzentrierte mich auf die Stellensuche.

 

Später lud mich ein Freund zu einer größeren christlichen Konferenz ein. Er erwähnte auch die hübschen Türkinnen, die teilnehmen würden. Die Aussicht auf eine Freundin gab den Ausschlag, dass ich hinging. Ein Amerikaner kam mit mir ins Gespräch, bot mir ein Neues Testament an und versuchte es mir zu erläutern. Später bekam ich eine Diskussion über die Bibel und den Koran mit. Ich mischte mich ein, um den Christen deutlich zu machen, dass sie die Muslime ärgerten. Erstaunlicherweise konnten sie alle meine Fragen beantworten und die Argumente entkräften - mit Stellen aus der Bibel. Ich war innerlich gespalten: Im Herzen war ich überzeugt, doch in meinen Gedanken herrschte noch Verwirrung. Schließlich betete ich zu Christus: „Jesus, wenn du wirklich der Sohn Gottes bist, dann hilf mir, dich zu finden.” Einige Wochen später spürte ich während eines Gesprächs in der Gemeinde, dass jetzt der Moment da war. Ich wandte mich zu meinem Freund und sagte ihm geradeheraus: „Ich will mein Leben jetzt Jesus geben. Ich will ihn als meinen Retter annehmen.” Nach diesem Schritt stand mir das Schwierigste noch bevor: meinen neuen Glauben meiner Familie zu bezeugen. Wie sollte ich ihr das erklären? Vier, fünf Monate lang las ich in der Bibel, betete, bereitete mich vor und überlegte, wie ich es anstellen sollte.

 

Zeit der Selbstoffenbarung

 

Eines Tages waren alle zu Hause. Gott hatte zu meinem Herzen gesprochen: „Sezgin, heute Abend teilst du ihnen mit, was du glaubst.” Ich hatte ein blaues Büchlein bei mir, das den Koran und die Bibel vergleicht und ihre Glaubwürdigkeit aufzeigt. Mein Bruder wollte es sehen. Ich sagte ihm, es gehe um Mohammed und um die Bedeutung von Jesus, der von den Muslimen ja als Prophet angesehen wird, für die Christen aber mehr ist. Er begann darin zu lesen. Schließlich fragte er mich: „An welches Buch glaubst du denn jetzt?”

Ich sagte: „Für mich gibt Jesus in der Bibel eine klare, eindeutige Botschaft. Ich glaube, dass er der Sohn Gottes ist, und ich habe ihn als meinen Retter angenommen.” Mein Bruder geriet in Zorn, ging auf mich los, packte mich am Kragen und begann auf mich einzuschlagen. Ich wehrte mich nicht. Plötzlich sank er bewusstlos zu Boden. Alle schrieen auf. Verzweifelt liefen sie hin und her. Da gab mir Gott die Kraft, still für den Bruder zu beten. Ich legte meine Hand auf seinen Kopf und begann zu beten. Meine Mutter sah mir zu. Nach einer Weile kam er zu sich und stand auf. Ich dachte, er würde wieder auf mich einschlagen. Aber er sagte nur, er friere, und bat um eine Decke, um sich hinzulegen. Ich war völlig überrascht. Der Heilige Geist hatte mir wirklich geholfen in dieser Situation.

 

So erfuhr meine Familie, dass ich Christ geworden war. Das geschah vor fünfeinhalb Jahren. Es dauerte einige Zeit, bis meine Geschwister und Mutter mich ernst nahmen. Ich musste einiges aushalten. Dabei machte ich ihnen klar, dass ich die Entscheidung für Christus nicht getroffen hatte, um sie zu ärgern. Ich sagte ihnen: „Ich bin Christ, ich liebe Jesus und bleibe dabei, egal was ihr tut. Ihr werdet mich nicht von Jesus trennen können.” Schließlich meinten sie, sie hätten ihre Religion und ich die meine, und verboten mir, daheim weiter von Jesus zu reden. Heute sind wir gute Freunde.

 

Zeugnis von Meryem Demir

Eine türkische Muslima wird Christ, nachdem sie jemand auf Jesus hinweist und sie die Bibel liest

 

Ausgangspunkt Türkei

 

Mein Name ist Meryem Demir (Namen und Orte geändert), ich komme aus der Türkei. Ich bin am 15.9.1970 in Mersin geboren und dort aufgewachsen, aber meine Familie gehört zu den Kurden in Bingöl, meine Muttersprache ist Sasa. Meine Mutter heißt Hanife, mein Vater Ali. Ich bin das jüngste von acht Geschwistern. Meine Familie ist islamisch und sehr religiös. Drei der älteren Geschwister lesen den Koran und kennen sich im Islam sehr gut aus. - Ich besuchte ein Mädchengymnasium. Später arbeitete ich in einer Bank, die Kredite an Handwerker und Kleinbetriebe vergibt.

Da ich aus politischen Gründen um mein Leben fürchten musste, floh ich nach Deutschland. Wäre ich in der Türkei geblieben, hätten die Behörden nicht nur mir selbst, sondern auch meiner Familie viel Schaden zugefügt.

 

Zum ersten Mal einen Teil der Bibel gesehen

 

Ein Neues Testament habe ich erstmals bei meiner in Antep lebenden großen Schwester gesehen. Sie sagte, dass sie darin lese. Ich wurde wütend auf sie und machte ihr Vorhaltungen, sie als Muslima dürfe doch solch ein Buch weder berühren noch darin lesen. Aber meine Schwester sagte, in diesem Buch gebe es wunderschöne Worte und Verse und ihr gefalle das Buch. Damit war unser Gespräch über das Neue Testament beendet. -- Monate vergingen, und ich hätte so gerne einmal in das Neue Testament hineingeschaut, das ja angeblich so wunderschöne Worte enthielt, aber mein Entschluss, eine gute Muslima zu sein, und die Tatsache, dass ich meiner Schwester schwere Vorwürfe gemacht hatte, hinderten mich, das Buch in meine Hände zu nehmen und zu lesen.

Dann kamen große Nöte in mein Leben und ich musste mit vielen Alpträumen leben. Mit der Hilfe meiner Kusine Gül Akyol kam ich nach Deutschland. Ich hatte in der Türkei am selben Ort wie meine Kusine gearbeitet und wir kannten uns gegenseitig sehr gut. Auch Gül hatte Probleme gehabt und war vor etwa vier Jahren nach Deutschland gereist. Ich selbst bin erst etwa neun Monate hier.

 

In Deutschland der entscheidende Hinweis

 

Während der ersten zwei Monate in Deutschland wohnte ich bei meiner Kusine. Gleich in den ersten Tagen sah ich in ihrem Leben große Veränderungen. Ich kannte sie kaum mehr. Ich konnte die Veränderungen in ihr nicht verstehen oder einordnen. War wohl die Tatsache, dass einige von Güls Problemen in Deutschland gelöst worden waren, der Grund für die Veränderungen? Meine Kusine war vorher leichtsinnig und ausgelassen gewesen, liebte das Geld, gehörte gerne zur gehobenen Klasse, kleidete sich gut und liebte das Vergnügen. Aber jetzt sah ich ihre von innen heraus leuchtenden, lachenden Augen, ich sah Liebe, Barmherzigkeit und Hilfsbereitschaft. Gül schien alles Interesse für Weltliches verloren zu haben. Ich wunderte mich sehr, konnte aber zunächst nicht nach dem Grund für diese Veränderungen fragen. Nach zwei drei Tagen sagte sie mir, sie sei an Jesus Christus gläubig geworden, und falls ich wolle, könne ich kleine Broschüren über Jesus lesen. Auf ihrem Bücherregal sah ich ein Neues Testament. Ich erinnerte mich an die Worte meiner Schwester. Hier war nun wieder das Buch, das ich mehrere Jahre lang aus Angst nicht zu lesen gewagt hatte.

 

Der Bibel ausgesetzt

 

Plötzlich war ich sehr lesehungrig. Ich begann mit den Traktaten. Die Worte Gottes hatten Wirkung. Ich war gespannt, aufgeregt, manchmal zitterte ich sogar oder hatte Mühe beim Atmen. Ich las das Matthäus-Evangelium. In Matthäus 13, 13-15 las ich, dass manche Leute Ohren haben und doch nicht hören und Augen haben und doch nicht sehen. Sie kommen nicht zur Einsicht und bekehren sich nicht. - Als ich das zu verstehen suchte, fürchtete ich, ich könnte zu den Uneinsichtigen gehören, die der Herr Jesus nicht erwählt hat, und ich weinte. Ich fragte mich: 'Kennt mich der Herr wohl als sein verlorenes Schaf oder nicht?' Ich las weiter in Matthäus. Vieles verstand ich nicht. Ich sagte mir, der Herr habe mich wohl nicht erwählt, und weinte einen ganzen Tag lang. Mit meiner Kusine und ihren Verwandten besuchte ich türkische Gottesdienste und lernte mehr über Jesus. Ich fühlte innerlich Hunger und Sehnsucht nach etwas, gleichzeitig erlebte ich bei der Beschäftigung mit Jesus Freude und inneren Frieden, die ich nicht beschreiben konnte. Wenn ich mein vergangenes Leben betrachtete, empfand ich Ekel vor mir, und ich schämte mich wegen all dem, was ich getan hatte. Ich merkte, dass ich sehr sündig war. Ich erfuhr, dass Jesus Christus für mich ans Kreuz gehängt und genagelt wurde. Ich hörte, er sei der Herr, der auf Grund seines vergossenen Blutes meine Sünden vergeben könne. Ich verstand, dass wenn ich den Herrn anrufen werde, er mir helfen und mich mit seinem Blut von meinen Sünden reinigen werde.

 

Der entscheidende Schritt

Ich las in Matthäus 13, 3-9 vom vierfältigen Ackerfeld. Ich wünschte mir so sehr, "ein gutes Ackerfeld" zu sein, auf das Gottes Samen fällt. Ich wollte viel Segen empfangen und viel Frucht bringen. Ich sprach mit meiner Kusine über diesen Bibeltext und bat sie um Hilfe bei meiner Umkehr und Lebensübergabe. Meine Kusine freute sich sehr. Wir beteten zusammen, und ich glaubte an Jesus Christus. Ich verstand jetzt, dass all die Veränderungen, die ich bei meiner Kusine beobachtet hatte, darauf zurück zu führen sind, dass sie Christus kennen gelernt hat. Durch Jesus Christus ist sie von Neuem geboren worden. Auf diese Weise ist so zu sagen eine neue Gül zur Welt gekommen. Die Veränderungen in Gül, und dass sie jetzt dauernd für den Herrn tätig ist und von ihm gesegnet wird, hat mich sehr bewegt und beeindruckt; sie ist für meinen eigenen Glauben ein Vorbild. So habe ich gerne und mit ganzem Willen und ganzem Herzen geglaubt. Jesus Christus sagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben."

 

Meryem Demir

 

 

 

Oktay / Wie kommt ein Türke zu Jesus?

 

Na ja, an Gott habe ich immer geglaubt in dem Sinne, dass er existiert! Das bloße Wissen, dass es ihn gibt, hat gar nicht mein Leben beeinflusst! Gott war für mich eine unpersönliche Person im Sinne von "Der will ja von mir gar nichts wissen!" Wahrscheinlich hat er gar kein persönliches Interesse, sich mit mir abzugeben! Er sitzt irgendwo in einer uns unbekannten und unzugänglichen Dimension, die man Himmel nennt und macht irgendetwas. Was er macht, das weiß niemand! Im Islam kann der Mensch gar keine persönliche Beziehung zu Gott haben, denn ER ist zu erhaben, um sich mit uns abzugeben! Selbst Mohammed hatte keine Beziehung zu Gott, er führte nur Gespräche mit einem Engel!

 

So hat sich also mein Leben vor allem um die Dinge in der Welt gedreht, denn die Welt da oben war mir verschlossen!

Das Leben: Eine Herausforderung möglichst viel zu erleben und zu erreichen, viel Spaß und Freude! Wenn ich mich zurückerinnere, dann habe ich viel schönes in meiner Jugend erlebt! Die Gespräche mit meinen Freunden über gemeinsame Probleme wie Schule, Ziele, Frauen usw., die nächtlichen Touren in Kneipen und Discos! Die Musik, die meine Gefühle und meinen Körper zum Tanzen brachte, die Nacht so richtig ausleben und nach dem anderen Geschlecht Ausschau halten! Doch irgendwann einmal ergriff mich die finstere Gestalt der Depression und stellte mir die Frage, was ich denn auf dieser Welt tue? Meistens nach solchen Partys, wo es in mir und um mich herum still wurde. Der Spaß war immer von kurzer Dauer, die Freude immer abhängig von gewissen Umständen. Mir wurde klar, dass es eigentlich Selbstbetrug ist, in all dem die Befriedigung und Erfüllung zu suchen. Gab es denn nichts, was mehr Bestand hat? Wo die Freude bleibt, auch wenn die Umstände nicht so gut sind? Wir Menschen manipulieren unsere Umgebung um etwas Freude herauszupressen, doch wie viel kommt da heraus? Es reicht gerade für einen Augenblick. Aber von solchen kurzen

Augenblicken wollte ich nicht leben. So begann ich mich nach dem Sinn meines Daseins zu fragen. Das Erste, was mir in den Sinn kam war, meinen Schöpfer zu fragen, denn er hatte mich ja erfunden und wusste, wie ich am besten funktionieren würde! Er wusste auch, warum er mich geschaffen hatte! Also machte ich mich auf die Suche nach Gott! Doch wo sollte ich anfangen?

Islam, Judentum oder Christentum? Das war für mich sehr komisch! Warum, wenn es doch nur einen Gott gibt, hat er dann so viele Wege geschaffen? Konnte er es uns denn nicht leichter machen? Oder gab es wirklich nur einen Weg und alle anderen wurden von Menschen erfunden? Das Erste war mir logischer, denn Gott muss ein logisch denkendes Wesen sein, das doch keine sich widersprechenden Religionen schafft! Das ich aus dem islamischen Hintergrund kam, war mir nicht so wichtig, musste ich doch selbst wissen, an was ich glaube und diese Dinge ganz objektiv betrachten. Im Islam fand ich keine Erfüllung! Es war für mich ein bloßes Halten von Geboten und Gesetzen. Eines Tages begegnete ich einem Christen. Er erzählte mir, dass er eine persönliche Beziehung zu Gott hat, was ich mir überhaupt nicht vorstellen konnte! Er erzählte mir, dass Gott mich liebt, was für mich total neu war! Ich bin also Gott nicht egal, sondern er interessiert sich für mich! Da wusste ich, dass ich wertvoll bin, denn wenn er mich liebt, dann bin ich ja wichtig für ihn! Dann sagte er etwas, was mich sehr berührte: Gott hat dich so sehr geliebt, dass er seinen Sohn Jesus für dich geopfert hat!

Das hat mich getroffen! Hatten das nicht immer meine Mama und mein Papa zu mir gesagt? Mein Sohn ich liebe dich so sehr, dass ich bereit bin mein Leben für dich zu geben! (Im Türkischen heißt es in etwa so: Ich möchte für dich Kurban sein! Ein Kurban ist ein Opferlamm.) Wie oft habe ich meinen Vater gesehen, wie er ein Lanun schlachtete und das Lanun hat sich nicht gewehrt und keinen Laut gemacht. Dieses Bild kam mir vor die Augen und die Aussage meiner Eltern! Gott sagt nicht nur, dass er mich liebt, sondern er bewies es auch! Es stand für mich fest; eine größere Liebe gibt es nicht, als diese, dass einer sein Leben für einen anderen gibt. Das war meine Definition der Liebe. Und so hat Gott geliebt! Dann sagte er, dass Jesus für meine Sünden gestorben ist und das war der nächste Hammer! Dadurch erkannte ich, dass Sünde etwas ganz schlimmes und schwerwiegendes ist; was Gott gar nicht mag. Ja, da musste einer für meine Sünden einen hohen Preis bezahlen. Jesus musste dafür einen schrecklichen Tod sterben, weil ich gesündigt hatte! Diese Nachricht hatte mich nicht mehr losgelassen, es war eine gute Nachricht, unübertrefflich, aber auch eine demütigende Nachricht, denn es war meine Schuld, für die Jesus gestorben ist! Dann wusste ich, dass ich ans Ende meiner Suche gekommen war, Gott hat mir den Weg zu hin gezeigt! Ich sollte Jesus in mein Leben aufnehmen und hin das Steuer meines Lebens geben! Was hatte ich zu verlieren? Ich hatte doch nur zu gewinnen! Vergebung, ewiges Leben, Liebe von Gott, Freude, die bleibend ist! Gab es denn etwas besseres? So entschied ich mich Jesus in mein Leben aufzunehmen. Ich bat ihn:" Jesus, komm und mach mich frei von meiner Schuld. Ich möchte, dass du über mein Leben bestimmen sollst. Du sollst mein Köni2 sein und deinen Willen will ich tun, nicht meinen! Bitte!"

Da wusste ich plötzlich, dass es eine Freude gab, die nicht mehr von Umständen abhing, sondern von einer Person, die sich nicht ändert und mich liebt! Ich verstand, dass der Sinn meines Lebens darin bestand, mit ihm eine Beziehung zu haben, mit Jesus selbst! Er hat einen Plan für mein Leben und wenn ich diesen erfüllt habe, werde ich zu ihm nach Hause in den Himmel gehen! Ich fing dann auch an, intensiver die Bibel zu lesen und kam nicht aus dem Staunen heraus. All die Fragen, die ich über das Leben hatte, wurden dadurch beantwortet. (Fragen über Liebe, Beziehung, Tod, Leid, Werte, Vergangenheit und Zukunft der Menschen usw.)

Früher hatte ich auch Angst vor dem Tod gehabt, doch weil Jesus auferstanden ist, habe ich Hoffnung auf ein Weiterleben! Als ich mich für Jesus entschieden habe, bekam ich Schwierigkeiten mit meinen Eltern. Doch die Beziehung zu ihnen ist nach einer Zeit besser geworden, als sie vorher war!

Sie sahen die Veränderung in meinem Leben und akzeptierten mich! Diese Entscheidung für Jesus habe ich nie bereut, denn er hat mich nie enttäuscht!

 

 

 Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht.

               1. Johannes 5,12

 

Vor dem Gebäudekomplex eines großen Altenheims werden gerade Vorbereitungen für Filmaufnahmen getroffen. Der verantwortliche Mann erklärt mir, dass hier eine Szene für einen neunzigminütigen Fernsehfilm "Die zweite Chance" gedreht wird.

 

"Darf ich Ihnen diese Schrift zum Lesen schenken?" Ich überreiche ihm ein Faltblatt mit der Aufschrift "Kennen Sie Jesus Christus?". "Hier geht es auch um eine Chance", füge ich hinzu. Jesus Christus ist die einzige Chance für verlorene Menschen, gerettet zu werden vor der Hölle, für den Himmel." Der Mann schaut mich verständnislos an. Aber er nimmt das Blatt. Auch seine Mitarbeiter nehmen etwas zum Lesen.

Ja, es gibt keine andere Chance, zu Gott zu kommen, als nur durch Christus, der von sich selbst sagen konnte: "ich bin der Weg."

 

Dieses Angebot muss in diesem Leben angenommen werden. Und Gott gibt jedem Menschen genügend Zeit. Er wartet, redet zu uns durch die Bibel und seine Boten, durch Krankheit oder ernste, oft erschütternde Erlebnisse. "Siehe, das alles tut Gott zwei , dreimal mit dem Mann, um seine Seele abzuwenden von der Grube, dass sie erleuchtet werde vom Licht der Lebendigen" (Hiob 33,29.30).

 

Aber wer diese Chancen verpasst, hat danach keine mehr. Der Mensch stirbt  bekanntlich nur einmal, und drüben auf der anderen Seite kommt nur noch das Gericht Gottes   kein zweites Leben, keine"zweite Chance", die Sache mit Gott noch in Ordnung zu bringen (Hebräer 9,27). Aber "wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat", sagt Jesus Christus, "hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht" (Johannes 5,24). Noch steht die Gnadentür jedem offen; mit dem Tod ist sie zugefallen   für immer.

 

 

 

 

„Ich machte mich auf die Suche nach dem lebendigen Gott“

 

Interview mit einem ehemaligen Muezzin Azad* (*Name von der Redaktion geändert). Azad stammt aus der Türkei und ist Kurde. Er war Muslim und ehemaliger Muezzin. Seit er Christ geworden ist verkündigt er Jesus und missioniert auch in der Türkei.

 

Norbert Lieth: Sie waren vor Ihrer Hinwendung zu Jesus Christus muslimischer Muezzin. Was ist die Aufgabe eines Muezzins?

Azad: Muezzin (arab.) ist der Gebetsrufer und Vorbeter, der fünfmal täglich vom Minarett der Moschee herab die Gebetszeit ankündigt. Er vollzieht auch Trauungen und alles, was die Aufgabe der islamischen Religion beinhaltet. Er ist sozusagen der Pastor und Seelsorger für seine Gemeinde.

 

Wie haben Sie zu Jesus gefunden?

Durch das Lesen des Neuen Testaments, das ich früher gehasst habe; ich war überzeugt, dass es böse Christen verfälscht hatten. Als ich in Deutschland wegen eines Raubüberfalls ins Gefängnis kam, betete ich dort zu Gott, Er möge mir den Weg zu sich zeigen. Da bekam ich ein Neues Testament in die Hände, las darin und erkannte, dass ich ein Sünder bin und Jesus Christus für meine Sünden gestorben ist.

 

Allah war für mich schon vorher zu einem grausamen Gott geworden, und zwar aus folgenden Gründen: Als ich noch Muslim war, begann ich im Alter von sieben Jahren pflichtgemäß, mich jeden Tag fünfmal vor Allah niederzubeugen, was wöchentlich 35-mal ausmacht. Aber irgendwann einmal musste ich mit großer Enttäuschung feststellen, dass ich dadurch keine Heilsgewissheit bekam und die Hölle auf mich wartete. So wird es im Koran gelehrt: «Bei deinem Herrn ist es endgültig beschlossen, dass da niemand unter euch Menschen und Dämonen ist, der nicht in die Hölle komme und danach, nur wenn Allah will, er ihn dort heraushole.» Ich war enttäuscht vom Islam. Und ich fand  es auch grausam, dass dieser Allah, der so genannte Schöpfer mir als seinem Geschöpf die Befehle gab, ich solle Menschen töten, die anders denken oder anders glauben. In Sure 9, Vers 29 steht der Kriegsbefehl gegen Juden und Christen. Und irgendwann einmal kam ich mir humaner vor als Allah. Das konnte ich nicht länger mitmachen, und so gab ich meine Aufgabe als islamischer Vorbeter auf und machte mich auf die Suche nach dem lebendigen Gott.

 

Worin sehen Sie heute ihre Aufgabe?

Bei den Kurden ist in der Verkündigung des Evangeliums sehr vernachlässigt worden. Darum besteht meine erste Aufgabe darin, meinen Landsleuten und meinem Volk – das vom Islam geknechtet worden ist – von der Liebe Gottes zu erzählen. Das tue ich, selbst unter etlichen Morddrohungen. Eine weitere Aufgabe besteht darin, den Menschen und besonders den Christen in Europa Aufklärung darüber zu geben, was der Islam ist. Dann sehe ich es als große Aufgabe an, in Gefängnisse zu gehen, also dahin, wo Jesus auch mich gefunden hat, dort als ehrenamtlicher Betreuer zu arbeiten und Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Meine größte Aufgabe besteht jedoch darin, die Bibel in die kurdische Sprache zu übersetzen. Daran arbeite ich schon sehr lange. Aber Gott sei Dank ist diese Arbeit bald abgeschlossen.

 

Wie lange arbeiten Sie schon an dieser Bibelübersetzung in die kurdische Sprache und wann wird sie erscheinen?

Seit 14 Jahren arbeite ich mit einem Freund in Haran daran, der auch Jesus als seinen persönlichen Herrn und Heiland kennen lernen durfte, ebenfalls durch das Lesen der ganzen Bibel. Bevor er sich bekehrte, hat er 12 Jahre lang darin gelesen. Gott hat aus uns ein Team gemacht. Er ist ein bekannter Schriftsteller. So Gott will, werden wir im Jahr 2004 die ganze Bibel in unseren Händen haben. Unsere Abschlussarbeit besteht jetzt darin, die Fußnoten zu schreiben, womit ich täglich mehrere Stunden zubringe.

 

Werden Sie in Ihrer Missionstätigkeit behindert oder gar bedroht?

Ja, sehr massiv. Das letzte Mal vor zwei Tagen. Ich evangelisierte in Detmold. Da kamen einige Landsleute auf mich zu und sagten: «Wir knallen dich ab!» Zu den deutschen Glaubensgeschwistern sagten sie: «Ihr seid ganz lieb, Jesus wohnt in euren Herzen.» Aber in meiner Sprache sagten sie zu mir: «Du bist ein Lügner. Du hast unsere Religion und unseren Propheten beleidigt. – Wir knallen dich ab!» Bis auf den heutigen Tag habe ich viele briefliche Morddrohungen bekommen. Ich bin deshalb öfters bei der Kriminalpolizei gewesen. Aber sie kann mir auch nicht helfen; sie kann erst eingreifen, wenn ich tot bin.

 

Wie beurteilen Sie den Unterschied zwischen der Bibel und dem Koran?

Die Bibel ist ganz klar das Wort Gottes. In der Bibel wird mir deutlich gezeigt, wer ich bin: ein Sünder. Aber sie zeigt mir auch Jesus der meine Sünden wegnimmt, und ich erhalte durch die Bibel Heilsgewissheit. Das ist der große Unterschied zwischen der Bibel und dem Koran. Im ersten Johannesbrief steht zum Beispiel: «Dies habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt». Aber der Koran sagt in Sure 66, Vers 8: «Bekehret euch mit aufrichtigem Herzen zu Allah, vielleicht wird er eure Missetaten zudecken.» In der Bibel wiederum heißt es: «Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit»

 

Wie ist die Situation der Christen in der Türkei?

Seit der Gründung der türkischen Republik hat man auf dem Papier die Religionsfreiheit, aber in der Praxis sieht es anders aus. Ich bin vor zwei Wochen aus der Türkei zurückgekehrt: Auf Schritt und Tritt war die Zivilpolizei hinter mir her. Als ich weg war, fragte sie bei den Kirchgängern nach: «Was suchte er hier? Was hat er euch erzählt?» Die Christen leben unter einem furchtbaren Druck, auch wenn es nach außen hin so friedlich aussieht und angebliche Religionsfreiheit besteht.

 

Sie sagten mir, dass Sie kurdischer Abstammung seien. Wie beurteilen Sie die heutige Situation der Kurden in der Türkei?

In der Welt gibt es wohl kaum ein Volk, dem es so geht wie dem kurdischen (etwa. 40 Millionen Menschen), das nicht in seiner Sprache reden darf. Wenn Kurden in der Türkei etwas in Kurdisch veröffentlichen, werden sie dafür hart bestraft (inzwischen scheint auf Druck der EU, zumindest auf dem Papier, eine Änderung eingetreten zu sein, d. Red.). Wie soll man das beurteilen? Das ist gegen die Menschenrechte, gegen Gottes Gebote, gegen alles, ja es ist unmenschlich. Aber trotzdem liebe ich die Türken, weil die Liebe Gottes durch den Heiligen Geist in meinem Herzen ausgegossen ist. Ich habe sie früher gehasst. Aber seit ich Christ bin, bete ich jeden Tag für die Türkei.

 

Wie war Ihre Stellung als aktiver Muslim in Bezug auf Israel?

Damals habe ich Israelis und Juden gehasst, ohne dass ich einen einzigen Juden kennen gelernt hatte. Das kam natürlich aus dem Gift, das der Islam mir eingegeben hat. Aber in der Bibel heißt es: «Wenn nun der Sohn euch frei machen wird, so werdet ihr wirklich frei sein». Als ich zum Glauben kam habe ich über meine Gedanken Busse getan. Und heute vergeht kein Tag, an dem ich nicht für Israel bete und Jerusalem und das jüdische Volk in Jesu Namen segne. Als ich noch im Islam gefangen war, keine Hoffnung und keine Heilsgewissheit hatte, obwohl ich religiös war und die Last der Sünde mich niederdrückte, wünschte ich mir manchmal, ein Selbstmordattentäter in Israel zu sein. Ich wurde von Satan getrieben, meinem Leben ein Ende zu machen und einige Menschen aus dem Volk, das Gott liebt, mit in den Tod zu reißen. Auch als ich im Gefängnis war, schlug ich mich noch mit diesem Gedanken herum. Doch Jesus hat mich bewahrt. Ihm sei Lob und Dank!

 

Worauf sollte man besonders achten, wenn man einen Muslim für Jesus gewinnen möchte?

Ich bin seit meiner Bekehrung selbst als Evangelist unter Ausländern tätig. Viele von ihnen sind auf der Suche. Es liegt an den Christen, die Ausländer lieb zu haben und ihnen wirklich den Glauben an Jesus vorzuleben. Freundlichkeit ist sehr wichtig, auch der Mut, sie einzuladen. Es gibt sehr viele offene Muslims in Europa. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass man nicht «von oben herab» mit ihnen spricht. Man sollte versuchen, keine Mauern aufzubauen, sondern Brücken zu ihren Herzen zu schlagen. Und der Punkt, worauf man besonders Acht haben muss, ist der, dass man ihnen nicht gleich zu Beginn sagen sollte, dass Jesus Gott ist. Vielmehr ist es wichtig, ihnen zuerst den Sündenfall zu erläutern und sie dann bis zur Bekehrung zu führen. Einem Blinden können wir nicht erklären, wie die Farbe Rot aussieht. Er muss zuerst einmal geöffnete Augen bekommen. Dann wird er erkennen, wer Jesus ist. Und alles andere kommt dann von selbst.

 

Oft haben mir Muslims gesagt: «Die Christen reden gegen uns.» Anders gesagt heißt das: Wenn man predigt, was Jesus für die Menschen gemacht hat, meinen sie, dass man ganz automatisch gegen sie ist. Aber sie erkennen, dass Christen etwas haben, was sie nicht besitzen, nämlich Heilsgewissheit. Wenn man mit dieser froh machenden, wunderbaren Hoffnung zu den Muslims geht, merken sie das. Wenn sie mir trotzdem fluchen, so segne ich sie. Ich bete für sie, weine für sie und weine mit ihnen. Sie sehen das und sagen: «Das können wir nicht!» Wenn man mit solch brennenden Herzen zu ihnen geht, dann erkennen sie, was ihnen fehlt.

 

 

 

 

 

 

 

„Gott begegnete mir in der Moschee!“

 

Moschee in Casablanca, Marokko

 

Abdallah aus Marokko fand auf einzigartige Weise zum Glauben an Jesus: Gott selbst begegnete ihm in der Moschee. Hier sein Bericht:

 

„Ich betete täglich fünfmal. Einmal pro Woche in der Moschee, wie viele andere Moslems auch. Ich spürte aber, dass es ein Akt, ein Ritual und keine Beziehung war. Das reichte mir nicht. Ich wollte Gott nahe kommen.

Mit der Zeit ging ich täglich in die Moschee. Doch nichts änderte sich. Darum gab ich mir Mühe, mehr Gutes zu tun. Doch Gott kam mir dabei nicht näher. Also musste etwas falsch laufen in meinem Leben, und ich bat Gott, mir dies zu zeigen.

Es war an einem Morgen im April 1991. Ich betete in der Moschee das Morgengebet. Da hörte ich eine Stimme in mir: „Das ist nicht der richtige Weg!“ Das war für mich eine Sünde, denn im Islam ist es eine Sünde, wenn man Gott hört. Aber beim nächsten Gebet sagte mir die Stimme das gleiche. Es wiederholte sich bei den weiteren drei Tages-Gebeten. Nicht nur an diesem Apriltag, sondern während des ganzen Monats – bei jedem Gebet! Ende April hörte ich mit beten auf. Doch was sollte ich tun, schließlich kannte ich nur den Islam. In Marokko sind Bibeln nicht erlaubt.

Von Jesus wusste ich nur aus dem Koran. Dort ist er ein Prophet und nicht Herr. Meine Suche begann; sie führte mich vorerst in das Zimmer meines Bruders, der viele Bücher hat. Eines davon nahm ich hervor und hatte keine Ahnung, dass es eine Bibel war. Mein Bruder besaß sie, um mit Personen aus dem Ausland zu korrespondieren. Der Familie gegenüber erwähnte er dieses Buch nicht, da es ja als verboten gilt.

Ich begann bei der Schöpfungsgeschichte. Sie sprach mich an. Doch als mein Bruder mir erklärte, dies sei eine Bibel, legte ich sie weg. Zwei Tage später ging ich wieder in sein Zimmer. Ein schmales Buch sollte es diesmal sein, welches mir bei meiner Suche weiterhelfen sollte. Er besaß viele dünne Bücher, und ich pflückte eines davon heraus: Es war ein Neues Testament! Mein Bruder wusste nicht einmal, dass er es besaß.

Nun las ich von Jesus und spürte bald: Das ist der Weg! Immer wieder empfand ich das beim Lesen. Ihn wollte ich kennen lernen und ihm nachfolgen. Ich bat meinen Bruder um mehr Information, und er gab mir eine Adresse für eine Korrespondenz mit dem Ausland.

Endlich, Ende 1991 kam ein Spanier, der mich zu anderen Christen führte. Jeder von uns dachte zuvor, er sei der einzige Gläubige im ganzen Land!

Etwas später sprach ich mit einem streng religiösen Moslem, der nach der Wahrheit suchte. Im Traum erschien ihm dann Jesus, der zu ihm sprach: „Ich bin der Weg.“

Gott offenbart sich in meinem Land auf unterschiedliche Weise. Wenn ich bete, spüre ich, dass er mir nahe ist. Doch der Wechsel zum christlichen Glauben ist Marokkanern verboten. Wenn man Christ wird, bekommt man nicht nur mit seiner Familie, sondern auch mit der Polizei Probleme. Christliche Gemeinden von Ex-Muslimen darf es nicht geben, wir treffen uns heimlich. Aus Sicherheitsgründen sind wir nie mehr als zehn. Früher wurden Christen ins Gefängnis gesteckt. Auf verschiedene Arten wurde Druck auf sie ausgeübt, damit sie zum Islam zurückkehrten.

Inzwischen akzeptieren meine Eltern meinen Glauben, mein Bruder wurde aber nicht Christ, obwohl er erste Schritte zum Glauben getan tat.

Zwar hat sich in Markokko die Situation leicht verbessert, doch die Glaubensfreiheit ist nicht gewährleistet. Noch immer wandern Christen ins Gefängnis, aber nicht mehr alle. Viele werden auf eine Polizeistation mitgenommen und befragt. Auch ich wurde zwei Mal befragt. Ein Mal schriftlich, doch beim zweiten Mal wurde ich auf der Station befragt, doch weiter geschah nichts.

Bei manchen Marokkanern ist man als Christ akzeptiert, andere lehnen uns ab. Freunde verlassen uns. Oft kann man sich nicht zum christlichen Glauben bekennen. Heute arbeite ich nun vollzeitlich als Pastor, aber in Marokko weiß man das nicht.“

 

 

Gott oder Allah?

Darf ich eine Gegenfrage stellen: Ist Ihr Gott Allah der Vater Jesu Christi?“ – „Nein, Allah hat keinen Sohn. Das wäre ja eine Gotteslästerung!“ – „Sehen Sie, dann sind auch Ihr Gott und mein Gott nicht derselbe Gott.“ Angesichts der vielen Religionen drängt sich auch vielen anderen die tolerante Frage auf, ob sie nicht letztlich alle ein und denselben Gott verehren. Schon zu alttestamentlicher Zeit bezeugt sich der Gott der Bibel als der einzige: „Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott“ (Jes 44,6); „Ich, ich bin der Herr, und außer mir ist kein Heiland“ (Jes 43,11). Dieser lebendige Gott ist der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs (Mt 22,32); er ist der Vater Jesu Christi (Mk 14,36a). Auf folgende Unterschiede zwischen Allah und dem Vater Jesu Christi ist hier zu verweisen:

1. Das Verhältnis zwischen Gott und den Menschen: Im Islam offenbart sich Gott überhaupt nicht. Er bleibt in unerreichbarer Ferne. Der ständige Ruf „Allahu akbar“ – Gott ist der immer noch Größere – manifestiert: Man kann in kein persönliches Verhältnis zu ihm treten. Allah bleibt immer jenseitig, wie ein orientalischer Herrscher hoch über seinen Untertanen thronend.

 

2. Vater-Kind-Beziehung: Für den Muslim sind Begriffe wie die Gotteskindschaft des Menschen und das Vatersein Gottes („Abba, lieber Vater“, Röm 8,15) nicht nur unverständlich, sondern sogar gotteslästerlich, denn Allah ist von dieser Welt strikt getrennt.

 

 3. Gott als Mensch: Das zentrale Ereignis der biblischen Heilsgeschichte ist die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus. Gott wandelte nicht nur unter uns, er durchlitt alle Sünde bis zum Tode am Kreuz. Die daraus folgende Erlösung des Menschen ist für den Islam nicht nachvollziehbar.

 

4. Gottes Barmherzigkeit und Liebe: Wenn Gott gegenüber dem Sünder barmherzig sein kann, dann ist der Preis dafür unvorstellbar groß: „Ja, mir hast du Arbeit gemacht mit deinen Sünden und hast mir Mühe gemacht mit deinen Missetaten“ (Jes 43,24). Gott ist barmherzig zu uns, weil er uns teuer erkauft hat (1 Kor 6,20; 1 Petr 1,19). Die Barmherzigkeit Allahs kostet nichts; sie ist willkürlich.

 

5. Gott ist unsere Zuversicht: Undenkbar ist im Islam ein Gott, der uns Zuflucht, Geborgenheit, Frieden und Heilsgewissheit schenkt: „Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben … uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn“ (Röm 8,39). Undenkbar sind im Islam die Selbsterniedrigung Gottes bis zum Kreuz und der Heilige Geist, der ausgegossen ist in unsere Herzen, undenkbar auch die Wiederkunft Jesu in Macht und Herrlichkeit.

 

Der Gott des Koran und der Gott der Bibel mögen hier und da verbale Ähnlichkeiten zeigen. Bei näherem Hinschauen gibt es keine Gemeinsamkeiten zwischen ihnen. Darum ist es auch nicht derselbe Gott, zu dem Moslems und Christen beten.

 

 (Auszug aus dem Buch "Fragen" von Werner Gitt)

 

 

 

HATICE: “VOM HALBMOND ZUM MORGENSTERN

 

Ich bin in der Türkei geboren und in einer nicht-religiösen Familie als zweites von drei Kindern aufgewachsen. Nie konnte ich verstehen, wie meine Eltern ihre Liebe und Zuwendung auf uns verteilten. Da meine Schwester die Erstgeborene sei und mein Bruder das “Baby" und der "Sohn", bleibe für mich nichts übrig. Sie ahnte nicht, wie tief ihre Späße mich trafen. Ich habe nie verstanden, warum ich nicht geliebt wurde. Keiner merkte, dass ich die Wahrheit erfahren musste, dass ich wissen musste, dass meine Eltern mich liebten, allein deshalb, weil ich ihre Tochter war. Jahrelang fühlte ich mich abgelehnt und ungeliebt. Im Lauf der Zeit wurde es mein einziger Lebensinhalt, dass ich versuchte, mir die Liebe meiner Eltern zu verdienen.

 

Gegen Ende des Schuljahrs erfolgte in der Schule meiner Mutter die jährliche Schülerbewertung durch die Lehrer. Eines Tages kam der Schulleiter in meine Klasse mit einem Prüfer. Ich war die einzige in der Klasse, die ihre Fragen beantworten konnte. Als meine Eltern das erfuhren, waren sie überrascht und hoch zufrieden mit mir. So lernte ich zusammen mit allem anderen Lernstoff des ersten Schuljahrs, dass der leichteste Weg, die "Liebe" meiner Eltern zu gewinnen, Erfolg in der Schule war.

 

Die Folge war, dass ich zu den besten Schülern meiner Schule gehörte. Mein Vater liebte die Naturwissenschaften und pflanzte diese Liebe schon sehr früh auch in mich ein. Er schien mich zu akzeptieren, unabhängig von meiner Leistung. Aber ich hatte den Eindruck, dass die Liebe meiner Mutter eben von meinen Leistungen abhing. So wurde mein Vater ein guter Freund für mich, doch von meiner Mutter zog ich mich eher zurück.

 

Als ich mich auf die Zulassungsprüfung zum Universitätsstudium vorbereitete, war mein großer Traum das Fach Biologie. Die Natur faszinierte mich. Dazu kam die Liebe zur Naturwissenschaft, die ich von meinem Vater gelernt hatte, die ebenfalls mein Verlangen schürte, Biologie zu studieren. Als die Ergebnisse der Prüfung ausgehängt wurden, entdeckte ich, dass ich für den Fachbereich Biologie zugelassen war, meiner dritten Wahl. Auf die Bitte meines Vaters hin waren meine erste und zweite Wahl die beiden Spitzenhochschulen für Medizin der Türkei gewesen. Ich war ganz aufgeregt und glücklich. Kaum konnte ich es erwarten, dass ich die gute Nachricht meinen Eltern sagen konnte.

 

Eine weitere Veränderung, die sich in mir anbahnte, betraf meine religiöse Einstellung. Ich war in einer säkularen Familie aufgewachsen. Obwohl meine Familie nicht  religiös war, befolgten wir all die üblichen Traditionen.  Allerdings hielten wir uns nicht an die Gebetsvorschriften und wir fasteten auch nicht.

 

In den Sommerferien gingen meine Freundinnen in die Moschee, um Namaz (das islamische Gebetsritual) und das Rezitieren des Korans zu lernen. Aber bei uns zu Hause wurden diese Dinge nicht einmal erwähnt. Ich hatte als Heranwachsende geglaubt, dass das Universum als Ergebnis des "Urknalls" entstanden sei und dass das Leben durch eine Reihe von zufälligen Ereignissen hervorgerufen wurde. Auch was ich über Gott zu wissen glaubte, war ganz verschieden vom Glauben meiner Freundinnen. Für mich war Gott von den Menschen erschaffen worden. Um es im Sinne der Evolutionslehre zu sagen: In allen Gesellschaften von Primaten hatte ein Bedürfnis nach einem starken, von niemandem in Frage gestellten Führer bestanden. Als jedoch die Menschen die Fähigkeiten zu einem Leben außerhalb sozialer Gruppen entwickelten, entfiel die Notwendigkeit, einen unbestrittenen Führer zu haben. Weil der Instinkt, an etwas Unbestreitbares zu glauben und ihm zu gehorchen, noch immer stark ist, schuf der Mensch Gott. Ich war sehr zufrieden mit diesem Glauben. Wahrhaftig, ich war sogar stolz auf meine ungewöhnlichen Glaubensinhalte.

 

Während meines ersten Studienjahrs entdeckte ich jedoch, wie mir alles, was ich glaubte, zwischen den Händen zerrann. Als ich an Seminaren in Zoologie, Botanik, Molekularbiologie, Chemie und Zytologie teilnahm, erkannte ich, dass das Leben zu vollkommen ist, als dass es das Ergebnis zufälliger Ereignisse sein könnte. Ich erinnere mich, wie ich eines Tages durch ein Mikroskop eine kleine Zelle beobachtete und mit Ehrfurcht begriff, dass es einen Gott, den Schöpfer dieses Lebens, geben muss.

 

Ich wurde ganz verwirrt. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Eines Tages ging ich in etwas aufgewühlter Verfassung zu meinem Vater und teilte ihm meine Gedanken mit. Er hörte mir aufmerksam zu, ohne mich zu unterbrechen, wie es seine Gewohnheit war, und antwortete dann lächelnd: "Ich möchte nicht, dass du dich deiner Gedanken schämst. Wenn du glaubst, dass es einen Gott gibt, geh und suche ihn, dann wirst du ihn finden." Damals begannen zwei Jahre des Studierens und Praktizierens des Islam für mich.

 

Am meisten freute sich die Mutter meiner Mutter über mein Interesse am Islam. Sie besorgte mir sogleich einen Koran und Bücher über den Islam. Sie brachte etwas Zamzam-Wasser und ließ es mich trinken; auch veranlasste sie mich, meine Sünden zu bereuen, ein Versprechen abzulegen, dass ich mich von Sünden fernhalten wolle, und die Schahada (das islamische Glaubensbekenntnis) zu sprechen.

 

Anfangs kümmerte ich mich nicht groß darum, was der Islam und der Koran eigentlich wollten. Alles, was ich wollte, war, Gott zu finden. Ich eignete mir die grundlegenden Elemente an: ich lernte Suren auswendig, lernte Wudu (die rituelle Waschung vor dem Beten) und die Gebete zu verrichten, las jeden Donnerstag abend den Koran und fastete während des Ramadan. Meine Großmutter brachte mir bei, wie ich ein nettes, aufrechtes, elegantes Moslem-Mädchen werden könne. Jahrelang war ich kaum in der Lage gewesen, meine Abneigung dagegen, dass ich weiblichen Geschlechts bin, zu unterdrücken. Der Grund dafür war meine Überzeugung, dass meine Eltern mich mehr geliebt hätten, wenn ich als "Sohn" zur Welt gekommen wäre. Ich wuchs eher wie ein Junge auf, aber das half nicht. Alle meine Freunde waren Jungen. Ich spielte Fußball mit ihnen auf der Straße, zog mich an wie sie, spielte Männer-Sportarten und ging in die Kaffeehäuser, um an ihren Würfelspielen teilzunehmen. Jahrelang versuchten meine Eltern, meine Lehrer und sogar unsere Nachbarn, das zu ändern, aber ich gefiel mir in diesem Leben und konnte nicht einsehen, warum ich es ändern sollte. Meine Großmutter wusste in all jenen Jahren, dass eine gute islamische Erziehung mich zurecht bringen würde, und jetzt gab ihr mein neu erwachtes Interesse am Islam die Möglichkeit, mich zu verändern.

 

Als sie mir fortwährend ein Bild des perfekten Moslem-Mädchens vor Augen stellte, begann ich mich unbehaglich zu fühlen. Ich wollte nichts tun, was Gott missfiel, aber andererseits wollte ich mich auch nicht ändern. Was mich am meisten aufregte, war, dass ich nicht glauben konnte, dass das, was im Islam gemeinhin als die Rolle einer Frau verstanden wurde, wirklich ihre wahre Bestimmung sein sollte. Jahrelang hatte ich geglaubt, dass die ganze herabsetzende Behandlung, die Frauen in meinem Land erleben, nur eine kulturelle Erscheinung sei. Es war völlig einleuchtend zu denken, dass Männer, die die Starken in der Gesellschaft waren, Frauen in niedrigen Positionen halten und sie ungerecht behandeln wollten. Aber wie konnte Gott, der Schöpfer des Weltalls und des Lebens, es tun?

 

Ich besorgte mir einige Bücher über Frauen im Islam, zog unsere verstaubte Sammlung der Bände von Sahih Al-Buchari hervor und begann zu lesen. Was ich las, reichte aus, um mich zu verwirren und zu entsetzen. Meine Schlussfolgerung war, dass der Islam die Frauen als intellektuell und religiös unzureichende Geschöpfe darstellte. Dem Islam zufolge haben Frauen den Wünschen und Launen der Männer zu gehorchen. Wenn sie das nicht tun oder sogar wenn Männer es auch nur befürchten, sie könnten sich weigern zu gehorchen, dann sollten die Männer sich weigern mit ihren Frauen das Bett zu teilen und sind sogar angewiesen, ihre Frauen zu schlagen. Eine Frau ist nicht in der Lage in irgendeiner Weise Widerspruch anzumelden. "Und wenn ihr fürchtet, dass (irgendwelche) Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie,  meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch (daraufhin wieder) gehorchen, dann unternehmt (weiter) nichts gegen sie! Gott ist erhaben und groß" (Sure 4,34). Außerdem sind zahlreiche Hadith-Stellen über Frauen beleidigend und erniedrigend:

 

"Der Prophet sagte: 'Ich schaute ins Paradies und fand arme Leute, die die Mehrheit der Bewohner ausmachten; und ich schaute in die Hölle und sah, dass die Mehrzahl ihrer Bewohner Frauen waren'" (Band 4, Buch 54, Nr. 464; berichtet von Imran bin Husain).

 

"Der Prophet sagte: 'Ich bekam das Höllenfeuer gezeigt und dass die Mehrzahl der dort Weilenden Frauen waren, die undankbar gewesen sind.' Es wurde gefragt: 'Glauben sie nicht an Allah oder sind sie Allah gegenüber undankbar?' Er antwortete: 'Sie sind undankbar gegen ihre Ehemänner und sind undankbar für die Gefälligkeiten und das Gute (die Taten der Nächstenliebe), das ihnen erwiesen wurde. Wenn eine solche Frau immer gut (wohlwollend) behandelt wurde und dann etwas an dir findet (was ihr nicht gefällt), sagt sie: 'Ich habe nie etwas Gutes von dir empfangen'" (Band 1, Buch 2, Nr. 28; berichtet von Ibn Abbas).

 

"Einmal ging der Apostel Allahs hinaus zur Musalla (um zu beten) zum 'Id-al-Adha- oder Al-Fitr-Gebet. Dann ging er an den Frauen vorbei und sagte: 'O ihr Frauen! Gebt Almosen, denn ich habe gesehen, dass die Mehrzahl der im Höllenfeuer Weilenden ihr seid (Frauen).' Sie fragten: 'Warum ist das so, o Apostel Allahs?' Er erwiderte: 'Ihr flucht oft und seid euren Männern undankbar. Ich habe nie jemanden angetroffen, der so mangelhaft in seiner Intelligenz und seiner Religionsausübung ist wie ihr. Ein besonnener und vernünftiger Mann könnte durch einige von euch irregeleitet werden.' Die Frauen fragten: 'O Apostel Allahs! Was fehlt in unserer Intelligenz und unserer Religionsausübung?' Er sagte: 'Ist nicht das Zeugnis von zwei Frauen dem eines Mannes gleich?' Sie stimmten ihm zu. Er sagte: 'Das ist der Mangel in ihrer Intelligenz. Ist es nicht so, dass eine Frau während ihrer monatlichen Blutung weder beten noch fasten kann?' Die Frauen stimmten zu. Er sagte: 'Das ist der Mangel in ihrer Religionsausübung'" (Band 1, Buch 6, Nr. 301; berichtet von Abu Said Al-Khudri).

 

"Während der Lebenszeit des Propheten gab es eine Sonnenfinsternis (p.b.u.h). Allahs Apostel betete das Sonnenfinsternis-Gebet und stand lange Zeit, solange, dass man in dieser Zeit die Al-Baqara-Sure hätte aufsagen können. Dann verneigte er sich lange und dann stand er lange Zeit aufrecht, aber kürzer als die Zeitdauer des ersten Stehens war, dann beugte er sich wieder lange Zeit, aber kürzer als beim ersten Mal; dann warf er sich zweimal auf den Boden nieder und stand dann lange aufrecht, allerdings weniger lange als beim ersten Stehen; dann verneigte er sich lange, doch kürzer als beim vorherigen Verbeugen, und dann erhob er seinen Kopf und stand lange Zeit aufrecht, jedoch kürzer als beim ersten Stehen, dann verneigte er sich lange, aber nicht so lange wie bei der ersten Verneigung, und dann warf er sich (zweimal) zu Boden und beendete das Gebet. Zu dem Zeitpunkt kam die Sonne wieder hervor. Dann sagte der Prophet: 'Die Sonne und der Mond sind zwei der Zeichen Allahs. Sie verfinstern sich weder wegen jemandes Tod noch wegen seines Lebens (Geburt). Wenn ihr also eine Verfinsterung erlebt, denkt an Allah.' Die Leute sagen: 'O Apostel Allahs! Wir sahen, dass du etwas von deinem Platz nahmst, und dann sahen wir, dass du dich zurückzogst.' Der Prophet erwiderte: 'Ich sah das Paradies und streckte meine Hände nach einem Büschel (seiner Früchte) aus, und wenn ich sie genommen hätte, hättet ihr davon gegessen, solange die Welt besteht. Ich sah auch das Höllenfeuer und hatte nie zuvor etwas so Schreckliches gesehen. Ich sah, dass die meisten Höllenbewohner Frauen waren.'

 

Die Leute fragten: 'O Apostel Allahs! Warum ist das so?' Der Prophet erwiderte: 'Wegen ihrer Undankbarkeit.' Es wurde gefragt, ob sie undankbar gegenüber Allah sind. Der Prophet sagte: 'Sie sind undankbar gegen ihre Lebensgefährten (Ehemänner) nd undankbar für gute Taten. Wenn du lebenslang wohlwollend und hilfsbereit mit einer von ihnen umgehst und sie sieht etwas Unerwünschtes an dir, sagt sie: 'Ich habe nie etwas Gutes von dir bekommen'" (Band 2, Buch 18, Nummer 16; berichtet von Abdullah bin Abbas).

 

[Hadith von Aisha, einer der Frauen Mohammeds:] "Mir wurden die Dinge genannt, welche die Gebete ungültig machen. Sie sagten: 'Das Gebet wird wertlos durch einen Hund, einen Esel und eine Frau (wenn sie vor den betenden Menschen vorbeigehen).' Ich sagte: 'Ihr habt uns (d.h. die Frauen) zu Hunden gemacht. Ich sah den Propheten beten, während ich in meinem Bett lag zwischen ihm und der Qibla (Gebetsrichtung nach Mekka). Sooft ich etwas brauchte, schlich ich mich davon, weil ich ihm nicht ins Gesicht sehen wollte'" (Band 1, Buch 9, Nr. 490; berichtet von Aisha).

 

"Ich hörte den Propheten sagen: 'Eine böse Vorbedeutung ist in drei Dingen: im Pferd, in der Frau und im Haus'" (Band 4, Buch 52, Nr. 110; berichtet von Abdullah bin Umar).

 

Und die Liste ließe sich weiter fortsetzen ...

 

Frauen hatten es nicht gut getroffen in dieser Welt, aber das war noch nicht alles! Das Schicksal der Frauen nach dem Tod war noch erschreckender. Mohammed sagte: "Die Höllenbewohner wurden mir gezeigt, und die Mehrzahl von ihnen waren Frauen." Und diejenigen, die es schafften, in den Himmel zu kommen, schienen auch dort kein gutes Leben zu haben. Das Bild, das der Koran vom Himmel zeigt, war sehr verletzend für mich. Ich konnte mir nicht vorstellen, warum eine Frau wünschen könnte, an so einem Ort zu sein. "Die Gottesfürchtigen (dagegen) haben (großes) Glück zu erwarten, Gärten und Weinstöcke, gleichaltrige (Huris) mit schwellenden Brüsten und einen Becher (mit Wein, bis an den Rand) gefüllt" (Sure 78,31-34).

 

Nachdem ich diese Sure gelesen hatte, begann ich darüber nachzudenken, was es für meine Familie und mich bedeuten würde, in den Himmel zu kommen. Sicher würde mein Papa sich gut mit einigen Huris vergnügen. Aber was wäre mit meiner Mutter? Nachdem sie nun viele Jahre mit meinem Vater verheiratet war, was würde sie beim Anblick eines solchen Szenarios empfinden? Meine Eltern hatten eine sehr liebevolle und respektvolle Beziehung - ich sah sie nie miteinander streiten bis zum Todestag meines Vaters. Sie waren 23 Jahre verheiratet. Meine Mutter liebte ihn und respektierte seine Autorität und mein Vater liebte und respektierte sie. Sie wurden in ihrem Freundeskreis immer als ideales Ehepaar angesehen. Und nach Jahren einer liebevollen, respektvollen, treuen Beziehung würde sich mein Vater im Himmel mit Huris vergnügen und meine Mutter ihn beobachten!!! Ich konnte darin überhaupt keinen Sinn erkennen.

 

Natürlich hatte meine Großmutter die Antwort darauf. Meine Mutter würde die Huri sein!!!! Das konnte ich auch nicht glauben. Im Himmel benutzt werden für das Vergnügen und Bedürfnis von Männern?? Falls ich so in der Welt gelebt hätte, hätte mich mein Vater erschossen und er wäre dafür nicht einmal streng bestraft worden. Wie konnte Gott von mir wollen, es im Himmel zu tun??? Was für ein Ort ist eigentlich dieser Himmel? Ich wusste, dass ich nicht dorthin kommen wollte. Wenn die Alternative war, in der Hölle zu brennen oder jemandes Huri zu sein, war ich bereit, das Feuer zu wählen. In meinem Verstand konnte ich es nicht fassen, dass Frauen mit Selbstachtung wünschen könnten, in den Himmel zu kommen und die Rolle zu übernehmen, die ihnen zugeteilt werden sollte. Da wurde es mir offensichtlich, dass der Islam eine äußerst bequeme Religion für Männer war - alles darin war für Männer.

 

Zum Beispiel müssen sich Frauen verschleiern, weil Männer ein begehrliches Herz haben. Wie bequem! Männer brauchen sich nicht um ihre Sünde zu kümmern, sie können einfach die Frauen in Schleier stecken, womit die Sache für sie erledigt ist. Mein Glaube wurde dadurch stark erschüttert, aber ich kämpfte mit mir selbst und traf die Gewissensentscheidung, zu gehorchen und diese Lehren zu akzeptieren, da sie von Gott sind. Ich hatte den tiefen Wunsch, Gott kennen zulernen!

 

Es sollte aber noch dicker kommen. Als ich mehr über Mohammed erfuhr, wurde ich zutiefst beunruhigt. Zu meinem Erstaunen stellte ich fest, dass er selbst die Regeln nicht befolgte, die nach seiner Behauptung von Gott kamen. Der Koran sagt: "Und wenn ihr fürchtet, in Sachen der (eurer Obhut anvertrauten weiblichen) Waisen nicht recht zu tun, dann heiratet, was euch an Frauen gut ansteht (?) (oder: beliebt?), (ein jeder) zwei, drei oder vier. Wenn ihr aber fürchtet, (so viele) nicht gerecht zu (be)handeln, dann (nur) eine, oder was ihr (an Sklavinnen) besitzt!" (Sure 4,3).

 

 Er hatte insgesamt dreizehn Frauen. Als ich das hinterfragte, wurde ich darauf hingewiesen, dass viele edle Muslime als Märtyrer gefallen waren, die ihre Frauen hinterließen. Daher sei es die Pflicht des Propheten und seiner Mitstreiter gewesen, die Leiden der Witwen und Waisen zu verringern. Der Prophet habe die Hauptlast auf sich genommen und drei von ihnen geheiratet. Das gab ein klein wenig Sinn, bis ich eine Sure im Koran las, die lautet: "Ihr dürft den Gesandten Gottes nicht belästigen und seine Gattinnen, wenn er (einmal) nicht mehr da ist, in alle Zukunft nicht heiraten. Das würde bei Gott schwer wiegen (w.: Das wäre bei Gott gewaltig)' (Sure 33,53). Ich verstand nicht, warum die Bestimmung vom Schutz der Witwen und Waisen nicht für diese Witwen galt. Wenn die Witwen damals tatsächlich Schutz brauchten, warum sollten seine Frauen anders behandelt werden?

 

Er heiratete auch die Witwen seiner Feinde. Als ich Fragen zu all diesen Ehen äußerte, wurde mir gesagt, dass es Ehen von strategischer Bedeutung gewesen seien. Sie waren wichtig für den Frieden in Arabien. Wieder war Mohammed bereit gewesen, selbst die Last auf sich zu nehmen!

 

Dann gab es seine Ehe mit Aisha, die als erst Sechsjährige mit ihm verlobt und ihm mit ungefähr zehn Jahren zur Ehefrau gegeben wurde. Wieder war der Grund das Fortbestehen des Islam. Mohammed brachte ein Opfer und nahm auch mit dieser Ehe die Last auf sich. Da Aisha einen nicht geringen Einfluss auf junge Leute in der Umgebung hatte, waren ihre Gaben und ihr Einfluss auf die Jugend der einzige Grund für diese Heirat. Woher wussten sie, als sie gerade sechs war, dass sie einmal großen Einfluss haben würde? Und wieviel Einfluss konnte eine  Zehnjährige unter der Jugend haben? Wäre es nicht sinnvoller gewesen, deren Mütter zu schulen, damit diese ihre Töchter hätten lehren können?

 

Ein anderes Mal wollte er ein Beispiel dafür geben, dass es akzeptabel ist, wenn ein Mann die geschiedene Frau seines Adoptivsohns heiratet. So heiratete er Zaynab, die Frau seines Adoptivsohns (und früheren Sklavens), nachdem er eine Offenbarung bekommen hatte, die seinem Adoptivsohn erlaubte, sich von ihr zu scheiden, so dass er sie heiraten konnte!

 

Als ich Mohammeds Leben und seine Ehen in Frage stellte, wurde mir gesagt, er sei der Träger der Botschaft Gottes nicht nur für die Männer, sondern auch für die Frauen gewesen. Frauen benötigten die prophetische Leitung, Erziehung und Belehrung in gleicher Weise wie Männer. Deshalb habe Mohammed Frauen aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen mit unterschiedlichen intellektuellen Fähigkeiten geheiratet und sie persönlich erzogen und geschult gemäß den Lehren des Islam, so dass sie leuchtende Vorbilder für andere Frauen werden konnten. Eine oder zwei Frauen konnten diese schwere Verantwortung nicht auf sich nehmen. Eine ganze Gruppe war nötig, um diese Aufgabe zu erfüllen. Und zweifellos hatte er eine ganze Gruppe! Aus irgendeinem Grund mussten sie mit ihm verheiratet sein. Sie konnten nicht von seiner Frau unterrichtet werden. Anfangs schien es mir, dass Mohammed selbst eine Art Autorität über den Koran hatte, da der Koran nur Ehen mit bis zu vier Frauen erlaubte. Später fand ich jedoch heraus, dass es einen ganzen Teilbereich im Koran gibt über seine Eheprivilegien:

 

"Prophet! Wir haben dir zur Ehe erlaubt: deine (bisherigen) Gattinnen, denen du ihren Lohn (d.h. ihre Morgengabe) gegeben hast; was du (an Sklavinnen) besitzt, (ein Besitz, der) dir von Gott (als Beute) zugewiesen (worden ist); die Töchter deines Onkels und deiner Tanten väterlicherseits und deines Onkels und deiner Tanten mütterlicherseits, die mit dir ausgewandert sind; (weiter) eine (jede) gläubige Frau, wenn sie sich dem Propheten schenkt und er (seinerseits) sie heiraten will. Das (letztere?) gilt in Sonderheit für dich im Gegensatz zu den (anderen) Gläubigen. Wir wissen wohl, was wir ihnen hinsichtlich ihrer Gattinnen und ihres Besitzes (an Sklavinnen) zur Pflicht gemacht haben. (Die obige Verordnung ist eine Sonderregelung für dich) damit du dich nicht bedrückt zu fühlen brauchst (wenn du zusätzliche Rechte in Anspruch nimmst). Und Gott ist barmherzig und bereit zu vergeben. Du kannst abweisen (w.: aufschieben, d.h. auf später vertrösten) oder bei dir aufnehmen, wen von den (genannten) Frauen du willst. Und wenn du eine (zur Frau) haben willst, die du (zuerst) weggeschickt hast, ist es keine Sünde für dich (sie nachträglich bei dir aufzunehmen). So ist am ehesten gewährleistet, dass sie frohen Mutes (w.: kühlen Auges) und nicht traurig, und (dass sie) alle mit dem, was du ihnen gegeben hast, zufrieden sind. Gott weiß, was ihr (insgeheim) im Herzen habt. Er weiß Bescheid und ist mild.

 

Ihr Gläubigen! Betretet nicht die Häuser des Propheten, ohne dass man euch (wenn ihr) zu einem Essen (eingeladen seid) Erlaubnis erteilt (einzutreten), und ohne (schon vor der Zeit) zu warten, bis es so weit ist, dass man essen kann! Tretet vielmehr (erst) ein, wenn ihr (herein)gerufen werdet! Und geht wieder eurer Wege (w.: geht (in alle Himmelsrichtungen) auseinander), wenn ihr gegessen habt, ohne zum Zweck der Unterhaltung auf Geselligkeit aus zu sein (und sitzen zu bleiben)! Damit fallt ihr dem Propheten (immer wieder) lästig. Er schämt sich aber vor euch (und sagt nichts). Doch Gott schämt sich nicht, (euch hiermit) die Wahrheit zu sagen. Und wenn ihr die Gattinnen des Propheten um etwas bittet, das ihr benötigt, dann tut das hinter einem Vorhang! Auf diese Weise bleibt euer und ihr Herz eher rein. Und ihr dürft den Propheten Gottes nicht belästigen und seine Gattinnen, wenn er (einmal) nicht mehr da ist, in alle Zukunft nicht heiraten. Das würde bei Gott schwer wiegen. Ob ihr nun etwas geheim haltet oder es kundtut, Gott weiß über alles Bescheid" (Sure 33,50-54).

 

Immer deutlicher merkte ich, dass die Koransuren, die Mohammed gegeben wurden, in jeder Hinsicht sehr angenehm für ihn waren - im Blick auf seine Ehen,  einen Lebensstil, sogar einschließlich seiner Tischgäste! Die Erkenntnis, dass der Koran und Islam für Männer waren, beunruhigte mich. Aber ich war bereit es anzunehmen, wenn es von Gott war. Doch gewann immer mehr der Gedanke in mir Raum, dass der Koran und der Islam von Menschen stammten. Damit konnte ich nicht leben!

 

Ich war sehr enttäuscht, sogar innerlich verletzt, durch meine Erkenntnisse. Tage- und nächtelang kämpfte ich mit mir selbst und fühlte mich schließlich schuldig wegen meiner kritischen Einstellung. Deshalb ging ich zu meinem Vater und sagte ihm, dass ich nicht fähig sei, meinen Gott zu finden. Ich war verzweifelt.

 

Im Sommer jenes Jahres begann ich als Vorleserin in einer Blindenschule. Dort traf ich eine Dame, die Kontakte zu einer Hindugruppe hatte. Ich war sehr daran interessiert, Näheres über diese Gruppe zu erfahren, und begleitete sie zu den Treffen. Den ganzen Sommer über studierte ich mit ihnen die wesentlichen Lehren des Hinduismus und ebenso des Buddhismus. Weil der Islam mich enttäuscht hatte, war ich erheblich zurückhaltender geworden, einen Glaubensschritt in Richtung auf die eine oder andere dieser Lehren zu tun. Ein Gruppenmitglied interessierte sich auch für die alten türkischen Religionen. Er half mir, die Grundlagen dieser Religionen zu verstehen. Am Ende des Sommers war das Ergebnis meiner Suche ziemlich klar. Alle diese Religionen waren menschlichen Ursprungs und sollten das gesellschaftliche Leben ordnen. Da gab es keinen Gott. Mir schien nur der Atheismus übrig zu bleiben.

 

Das stürzte mich in große Verwirrung. Ohne Freude und Frieden durchlebte ich jene Zeit. Ich hatte alle Hoffnung verloren - die Hoffnung für die Zukunft, die Hoffnung, Gott zu finden, oder die, dass es etwas Größeres als die menschliche Existenz gibt. In dieser Lage wandte ich mich wieder dem zu, was ich am besten konnte, nämlich eine erfolgreiche Studentin zu sein. Ich dachte, ich könne Zufriedenheit in mir selbst finden.

 

Aber das klappte nicht. Die innere Unruhe steigerte sich täglich und ich konnte nicht mehr mit mir selbst klarkommen. Also versuchte ich etwas anderes. Ich suchte die Gesellschaft anderer auf Partys, trank, rauchte und empörte mich mit ihnen - über alles, was Sie sich vorstellen können! Doch all das befriedigte mich nicht. Immer mehr wurde mir klar, dass ich keinen Frieden im Herzen hatte. Ich sehnte mich nach einer völligen Veränderung, wusste aber nicht, wie sie möglich wäre.

 

In dieser traurigen Verfassung schloß ich mein Studium ab. Als ich am letzten Tag auf dem Weg in die Stadt war, dachte ich über meine Zukunft nach. Ich wusste, dass ich ein langes Leben vor mir hatte, aber ich wusste nicht, was ich damit machen sollte. Niedergeschlagen betrat ich ein Geschäft und stand vor einem Spiegel. Ich sah mich an und stellte fest, dass mir der Anblick nicht gefiel. Tränen kamen mir, als ich daran dachte, was aus mir geworden war. Das war ein Wendepunkt für mich. Ich entschloss mich, mein Leben zu verändern und ein anderer Mensch zu werden - mit einem guten Beruf, einer aussichtsreichen Laufbahn, einer guten Familie und einem guten Einkommen. Ich sah um mich und achtete auf all die gewöhnlichen Menschen auf der Welt. Ich dachte über ihr Leben nach, das sich von meinem in nichts unterschied, als dass sie glücklich schienen. Ich wollte versuchen ein gewöhnlicher Mensch zu werden. Deshalb gab ich das Rauchen und Trinken und den Umgang mit meinen "Freunden", die diesen Lebensstil hatten, auf. Ich bekam meine erste Anstellung, eine wirklich sehr gut bezahlte Arbeit. Gleichzeitig nahm ich mein Studium wieder auf, um einen qualifizierten Abschluss zu erreichen, und begann daraufhin mit meiner Promotionsarbeit. Aber auch das alles brachte mir keine Zufriedenheit. In meinem Herzen kämpfte ich Tag und Nacht mit mir. In Jeremia 2,13 sagt Gott: "Mein Volk tut eine zwiefache Sünde: mich, die lebendige Quelle, verlassen sie und machen sich Zisternen, die doch rissig sind und kein Wasser geben." Mein Herz war eine zerbrochene Zisterne, und ich versuchte, sie selbst zu füllen. So wie der Islam für mich versagt hatte, versagte ich selbst auch.

 

Im September 1992 näherte ich mich dem Abschluss meiner Promotion, als einer meiner Professoren mir von einem Stipendium in Übersee erzählte, wo ich ebenfalls ein Promotionsstudium machen könnte. Ich dachte: "Nein, ich bin dabei eines abzuschließen - warum nochmals die Mühe auf mich nehmen und von vorn beginnen?" Aber ich brauchte nur eine halbe Stunde zu dem Entschluss: "Ja, ich würde es gern versuchen." Ich bekam das Stipendium und brach mein laufendes Promotionsstudium ab. Alles ließ ich zurück und packte mein ganzes Leben in zwei Koffer. So kam ich in die Vereinigten Staaten, um ganz neu anzufangen. Ich hatte das Gefühl, dass es dort ganz anders werden würde.

 

Es war ganz anders in den USA, und es gefiel mir nicht. Ich hasste meine neuen Lebensbedingungen leidenschaftlich. Ich konnte kein Englisch, kannte die Kultur nicht und kannte dort keinen Menschen. Alles war mir so fremd. Immer wieder fragte ich mich: "Ich hatte zu Hause alles, was ich brauchte. Warum bin ich bloß hierher gekommen?" Natürlich wusste ich die Antwort nicht, und ich wusste nicht einmal, ob es eine Antwort gab. Aber ich ging nicht nach Hause. Ich lernte Englisch, versuchte die amerikanische Kultur zu verstehen und freundete mich mit einigen Mädchen im Wohnheim an. Eigenartigerweise waren sie alle entschiedene Christinnen, die mit mir über ihren Glauben sprachen. Sie waren alle sehr nett, hilfsbereit, intelligent, gläubig ... und hatten eine umfassende Gehirnwäsche hinter sich! Ich glaubte nicht, dass man intelligent und religiös zugleich sein konnte. Da sie mir geholfen hatten, in mein neues Leben in den USA hineinzufinden, entschloss ich mich, ihnen zu der Einsicht zu verhelfen, dass sie alle irregeführt waren.

 

Wenn man gegen etwas kämpfen will, muss man es gut kennen. Deshalb bat ich sie um eine Bibel. Ich wusste, dass ich Widersprüche und Ungereimtheiten finden würde, und machte mich an die Lektüre. Jedoch - es gibt wirklich keine andere Möglichkeit, es zu beschreiben - ein Wunder geschah! Jeden Tag brachten die Worte der Bibel mir größeren Frieden ins Herz und Hoffnung für mein Leben. Auch beeindruckte mich das Christentum tief, weil es sich von den anderen Religionen, mit denen ich mich beschäftigt hatte, grundlegend unterschied. Es war in vielfacher Hinsicht einzigartig, aber vier Unterschiede waren für mich besonders wichtig.

 

Erstens: Jesus war der einzige, der den Anspruch erhob, der alleinige Weg zu Gott zu sein. Wie viel Vertrauen gab mir das! Da gab es keine vage Belehrung, wie man Gott finden könne. Hier war ein zuverlässiger Weg. Jesus sagt: "Niemand kommt zum Vater denn durch mich."

 

Zweitens: Es gibt Vergebung für die Sünden der Menschen, ohne dass gute Taten vorgewiesen werden müssen, die sie aufwiegen könnten. In jeder anderen Religion muss man bestraft werden für die begangenen Sünden. Aber im Christentum kann man Vergebung der Sünden empfangen. Ich wusste, dass ich angesichts der Menge meiner Sünden niemals mit dem Abzahlen der verdienten Strafe fertig werden würde. Ich brauchte Vergebung. Ich glaube, die Menschen in ihrer Schwäche wissen nicht, was Vergebung wirklich bedeutet. Dieses großzügige Geschenk kann nur von Gott kommen.

 

Drittens: Man muss sich seine Rettung nicht erarbeiten. Es gibt Rettung durch die Gnade Gottes. Mein ganzes Leben lang hatte ich versucht, mir den Frieden und die Hoffnung, die ich suchte, aber offensichtlich nicht hatte, zu verdienen. Deshalb war es von größter Wichtigkeit für mich zu erkennen: Anstatt dass ich Gott fassen könnte, war es so, dass Gott selbst mir seine Hand entgegenstreckte.

 

Viertens und letztens: Gott liebte mich, wie ich war. Ich mußte keine Leistungen bringen, um seine Liebe zu verdienen. Das war ganz neu für mich. Ich begriff, dass ich wichtig für Gott war, allein weil ich existierte. Es schien mir, dass diese Wahrheit sich von den anderen Religionen unterschied.

 

Ich gewann die Überzeugung, dass das Christentum keine von Menschen gemachte Religion ist. Deshalb las ich weiter in der Bibel, mit wachsender Begeisterung. Aber es gab auch vieles, was ich nicht verstand. Die Dreieinigkeit und Jesus als der Sohn Gottes waren die größten Hindernisse auf meinem Weg. Ich fragte meine Bekannten, aber sie hatten zur Dreieinigkeit nicht mehr zu sagen als: "Das ist ein schwer zu verstehender Begriff." So viel wusste ich selbst schon! Und sie verstanden nicht das große Problem, das es mir bereitete, dass Jesus der Sohn Gottes sein sollte. Eines Tages fragte mich einer meiner Bekannten, ob ich glaubte, dass ich die Antwort auf jede meiner Fragen finden könne. Meine Antwort war natürlich: "Nein." Er fügte hinzu: "Wenn du wartest, bis du auf jede einzelne Frage die Antwort gefunden hast, kann es zu spät sein, wenn du schließlich bereit bist." Jemand anders sagte: "Du beobachtest uns und siehst, wie wir uns an Gott freuen und wie er sich an uns freut. Aber statt zu kommen und dich uns anzuschließen, ziehst du es vor zu warten und dir zu sagen: 'Wie schön wäre es, wenn ich das auch hätte!' Zögere nicht, tu den Schritt! Das Angebot gilt auch dir. Du brauchst es nur zu ergreifen."

 

Am 6. Februar 1993 während meiner Bibellese beeindruckte mich ein Vers zutiefst: "Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit, wenn ihr den Vater bittet in meinem Namen, er's euch gebe" (Johannes 15,16). Damals erkannte ich dass ich die Antwort auf meine Frage gefunden hatte. Ich war in die USA gekommen, weil Gott mich erwählt hatte und mich dorthin gebracht hatte, damit ich IHN erkennen könnte. An dem Tag betete ich und nahm Jesus als meinen persönlichen Retter auf. Meine Entscheidung war ganz einfach: Ich verstehe nicht alles, aber ich will diesen Glaubensschritt tun und darauf warten, dass Gott selbst mich zum Verstehen führt. Johannes 20,29 gibt das Gespräch Jesu mit seinem zweifelnden Jünger Thomas           wieder: "Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!" So eine war ich damals auch. Ich habe nicht immer alles verstanden, aber ich glaubte, und entsprechend der Verheißung Jesu bin ich wirklich in all diesen Jahren seit meiner Bekehrung gesegnet worden.

In jener Nacht, als ich betete und Jesus als meinen Herrn und Retter aufnahm, war ich sehr unruhig. Ich versuchte zu schlafen, aber die ganze Nacht quälten mich Fragen wie:  War ich dabei, mich kulturell anzupassen? War meine Bekehrung das Ergebnis eines kulturellen Schocks? Am Morgen, als ich aufstand, dachte ich, dass ich vielleicht den Verstand verlieren würde. Aber ich konnte nichts tun als warten. Einige Monate später antwortete Gott von neuem auf meine Fragen. Er zeigte mir, dass er mich schon erwählt hatte und für sein Reich zubereiten wollte, als ich erst 12 Jahre alt war. Damals hatte ich einen Traum, in dem ich schwamm. Es war sehr dunkel, ohne einen Stern am Himmel. Nachdem ich einige Zeit geschwommen war, hielt ich inne und schaute zum Himmel hinauf. Plötzlich sah ich einen Stern aufleuchten. Ich schloss die Augen und sprach einen Wunsch aus. Ich sagte: "Morgenstern, lehre mich das Geheimnis des Lebens." Als ich aufwachte, war mir mein Traum noch ganz lebendig im Gedächtnis und bewegte mich tief. Ich erzählte meinen Angehörigen und Freundinnen davon, aber niemand schien sich dafür zu               interessieren. Ich wurde sogar verspottet, weil ich den Traum so ernst nahm. Einige Tage später hatte ich den Traum allerdings vergessen. Aber der Traum vergaß mich nicht. Ungefähr einen Monat später hatte ich ihn wieder. Obwohl mir das seltsam vorkam, dachte ich wirklich nicht viel darüber nach. Aber dann, nach einigen Monaten, kam derselbe Traum wieder. Jahrelang hatte ich weiter diesen Traum, fast jeden zweiten Monat. Das hielt an bis einige Monate nach meiner Bekehrung, als ich Offenbarung 22,16  las, wo es heißt: "Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch dies zu bezeugen für die Gemeinden. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der helle Morgenstern." Nachdem ich diesen Vers gelesen hatte, war mir klar, dass Gott jahrelang an meinem Herzen gearbeitet hatte, und dass er der lebende Gott ist. Er hatte mich bis zu dieser Stunde gebracht, um mich das Geheimnis des Lebens - des ewigen Lebens - zu lehren. An jenem Tag entschloss ich mich, dass mein ganzes Leben Gott geweiht sein soll und dass ich Ihm folgen will, wohin Er mich führt. Heute ist es mein tiefstes Verlangen, meinem Herrn zu folgen, solange ich lebe. Falls es Sie interessiert: Ich habe den Traum nie mehr gehabt. Wenn die Sonne aufgeht, bläst man die Kerze aus.

 

Nachdem ich zum Glauben an Jesus gefunden hatte, veränderte sich mein Leben bedeutend. Anfangs verstieß mich meine Familie, doch im Lauf der Jahre bemerkten sie die positiven Veränderungen, die in meinem Leben eintraten. Ein paar Jahre nach meiner Bekehrung sagte mir meine Mutter, nach meiner Nachricht, dass ich mich entschieden habe, Jesus nachzufolgen, habe sie gedacht, sie hätte ihre Tochter verloren. Aber jetzt wisse sie, dass sie eine bessere zurückerhalten habe. Sie sagt mir jetzt, sie glaube, dass jene Lebenswende das Beste gewesen ist, das mir je widerfuhr. Jahrelang habe ich nicht geglaubt, dass meine Mutter mich liebt, und das hatte ich ihr nicht vergeben. Aber bei Gott sind alle Dinge möglich. Jetzt sind Mutti und ich die besten Freundinnen und sie hat den Wunsch mehr über Gott und den christlichen Glauben zu erfahren.

 

Während ich mich intensiv mit dem Islam befasste, erreichte meine Identitätskrise im Blick auf mein Frau-Sein ihren Höhepunkt. Im Nahen und Mittleren Osten finden Frauen ihre Identität durch ihre Zugehörigkeit zu einem männlichen Mitglied der Familie. Von einer Frau spricht man immer als der Tochter, Ehefrau, Schwester oder Mutter des Soundso. Es ist schwer für sie, nur sie selbst zu sein. Zu einer bestimmten Zeit in meinem Leben entschloss ich mich, dass ich meine Identität nicht in einem Mann finden wollte. Ich wollte mich selbst sein. Ich rebellierte gegen die Regeln meiner Gesellschaft in diesem Punkt. Kurz nach meiner Bekehrung, als ich begriff, dass Gott mich annimmt, wie ich bin, begann auch ich, mich anzunehmen, wie ich bin. Meine lange Suche nach meiner Identität war beendet. Meine Familie, Lehrer, Freunde und Nachbarn hatten jahrelang ohne Erfolg versuche, mich zu beeinflussen, aber Gott hatte in wenigen Monaten mein ganzes Denken verändert. Was ganz wichtig war: Die Veränderung ist nicht nur äußerlich geschehen; es war auch eine innere Veränderung. Jetzt freue ich mich ehrlich über mich, wie Gott mich geschaffen hat. Meine Achtung für Frauen ist wiederhergestellt, unabhängig von ihrem Lebensstil, ihrem Maß an Selbständigkeit, ihrem Glauben, ihrem Beruf, ihrer Intelligenz oder ihrem Denken. Und meine Selbstachtung gründet sich nicht mehr auf meine Leistungen.

 

Aber das war nicht alles.

 

Nach meiner Bekehrung war meine Familie tief erschüttert. Sie dachten,dass ich Schande über unsere Familie gebracht hätte. Nach ihrer Meinung waren wir als Moslems geboren und dazu bestimmt, als Moslems zu sterben. Nicht nur meine Familie, auch viele meiner Freunde lehnten mich ab. Manchmal lag das, was ich durchmachte, so schwer auf mir, dass ich mich schwach und hilflos fühlte. Aber ich spürte auch, dass Gott alles unter Kontrolle hatte. Seit dem Tag meiner Bekehrung habe ich gelernt, was es bedeutet, Gott mein Leben anzuvertrauen. Das erfordert viel Glauben, aber ich habe gelernt, "Tag um Tag" von Gottes Durchhilfe zu leben. Das zweite Mosebuch spricht davon, wie Gott Tag um Tag für die Israeliten sorgte, als sie in der Wüste waren. In der Vergangenheit habe ich immer gedacht, dass die Israeliten undankbar für Gottes Fürsorge  waren. Aber in dem Maß, wie ich es lernte, tagtäglich von Gottes Fürsorge zu leben, verstand ich, dass dies physisch und gefühlsmäßig ein schwieriger Standort ist. Doch durch alles hindurch bin ich geistlich reich gesegnet worden.

 

Viele Leute fragen mich, ob sich die Mühe gelohnt hat, dass ich Christin wurde. Ich habe mir dieselbe Frage auch oft gestellt. Ich reise gern und reise viel. Eines Tages, als ich allein unterwegs war, um auf einer nationalen Konferenz einen wissenschaftlichen Vortrag zu halten, versuchte ich, meinen Vortrag einzuüben. Aber mein Denken war auf Probleme fixiert, denen ich gerade gegenüberstand im Zusammenhang mit meiner Bekehrung. Plötzlich überwältigten mich meine Enttäuschungen und meine Erschöpfung. Da fiel mir ein Spiel ein, das ich vor langer Zeit oft spielte, um mit Schwierigkeiten fertig zu werden. Es war ein Spiel auf der "Traum"-Grundlage. Als ich fünf war, verbrachte ich die Sommerferien im Haus meiner Großmutter. Eines Morgens wachte ich auf und entdeckte Kaugummi überall auf meinem Bett und meinem Gesicht. Ich war ziemlich sicher, dass meine Schwester das getan hatte. Als kleines Mädchen meinte ich immer, dass meine Schwester verantwortlich sei für alles Böse auf der ganzen Welt. Ich rief meine Tante herbei und fing an, mich über meine Schwester zu beklagen. Aber sie hörte mir nicht zu. Ich glaube, sie wusste, dass meine Schwester nicht für alles Böse verantwortlich war, das auf dieser Welt geschah, besonders das, was mich persönlich betraf. Sie ging mit mir zum Waschbecken und fing an, mich zu säubern. Sie war verärgert über mich und schlug mich ein paar Mal auf das Hinterteil mit dem Vorwurf, ich solle nicht mit Kaugummi ins Bett gehen. Ich beteuerte immer wieder, dass ich nie Kaugummi kaue, was der Wahrheit entsprach. Aber sie hörte nicht auf mich. Es war offensichtlich, dass wir ein Kommunikationsproblem hatten. Da hörte ich einfach nicht mehr auf sie und versuchte mir einzureden, dass das gar nicht die Wirklichkeit sei und dass ich nur träumte. Ich wollte aufwachen und alles in Ordnung vorfinden. Aber ich wachte nicht auf.

 

Jahre später, als mein Vater starb, dacht ich an jenes Ereignis. Wie damals versuchte ich mir einzureden, dass alles nicht wahr sei. Am anderen Morgen würde ich aufwachen, und Papa würde bei uns sein, und alles wäre gut. Aber wieder wachte ich nicht auf. An jenem Tag, als ich zu der wissenschaftlichen Tagung fuhr, dachte ich: "Ja, das ist ein Traum. Ich werde aufwachen, die Probleme werden weg sein, und alles ist gut." In dem Augenblick wurde mir klar, dass wenn ich aufwachte, auch mein Glaube weg wäre. Ich würde meine Verbindung zu Gott verlieren. Plötzlich wusste ich, dass es der Mühe wert war, all die Probleme, die ich hatte, durchzustehen. Ich wäre sogar bereit, noch viel mehr zu ertragen, um in ungetrübter Verbindung mit Gott durch Christus zu leben.

 

Es ist mein Gebet für Sie, dass Sie die Fülle des ewigen Lebens in Jesus Christus in Ihrem persönlichen Leben erfahren können.

 

Deutsch verstehe ich leider nicht, aber auf English oder Türkisch dürfen sie gerne mit mir Kontakt aufnehmen

 

Hatice                  khatija39@hotmail.com

 

 

 

 


   

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