Jesus sprach: Ich bin das Licht der Welt.

Johannes 8,12

 

Wer die berühmte St.‑Pauls‑Kathedrale in London besichtigt, steuert auch an einem Bild des Malers William Holman Hunt (1827‑1910) vorbei, das die Oberschrift trägt: "The Light of the Worid" (das Licht der Welt).

 

Auf diesem Bild herrscht Dunkelheit vor. Eine hoheitsvolle und doch sanftmütige Gestalt stellt den Sohn Gottes vor. Er trägt eine Krone aus Dornen und hält in der linken Hand ein helles Licht, das das Dunkel durchdringt.

 

Mit seiner Rechten klopft Er angespannt lauschend an eine Tür. Wildes Gestrüpp rankt daran empor, und rostige Nägel und gefährliche Splitter stecken darin. Aber ein Türgriff ist nicht zu sehen.

Unter dem Bild ist eine Bibelstelle angegeben, die dem Betrachter helfen soll: "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen'..." (Offenbarung 3,20).

 

. Ob mit der Tür in diesem Bibelwort und der Tür auf dem Bild das menschliche Herz gemeint ist? Ganz sicher. Und der Maler des Bildes hat versucht, das menschliche Herz so darzustellen, wie es von Natur aus beschaffen ist: voller Dunkel und Unreinheit, abweisend und von Grund auf unsympathisch.

 

Wie hoffnungslos wäre unsere Lage, wenn sich nicht der Herr Jes'us Christus aufgemacht hätte. Er klopft bei jedem Menschen an und wartet darauf, dass Ihm die Herzenstür geöffnet wird.

 

Jetzt verstehen wir auch, warum der äußere Türgriff fehlt. Die Herzenstür kann nur von innen geöffnet werden. Der Sohn Gottes begehrt nicht mit Gewalt Einlass. Aber Er klopft und klopft, einmal leise, einmal laut.

 

Öffnen wir Ihm, damit Er Licht und Leben, Vergebung und Freude bringen kann!

 

 

 

Welchen von den zweien wollt ihr, dass ich euch freilasse? Sie aber sprachen: Barabbas. Matthäus 27,21

 

Eigentlich besteht unser Leben aus einem ständigen Wählen zwischen verschiedenen Möglichkeiten. Schon von Kindheit an muss man wählen, nicht nur zwischen den Spielsachen, sondern auch zwischen Gut und Böse.

 

In unserem Bibelvers geht es um eine äußerst wichtige Wahl. Pilatus, der römische Statthalter, stellt die eindringliche Frage: Welchen von beiden wollt ihr? Jesus, den Sohn Gottes, oder Barabbas, den Mörder? ‑Die Führer des Volkes wiegeln die Menge auf: nur nicht Jesus! Er hatte zu oft mit seinen Worten und Handlungen ihr Gewissen getroffen, durch Ihn wäre helles Licht in ihre‑finsteren Herzen gekommen. Nein, nur nicht Jesus.

 

Das Ergebnis der Wahl: Barabbas. Und Jesus? "Er werde gekreuzigt!"   Wie hätten wir gewählt? Die Pilatus Frage: Welchen wollt ihr?, ist auch heute von größter Aktualität. Zwar gilt es nicht mehr, zwischen Jesus und Barabbas zu wählen, sondern sich für oder gegen Jesus, den Heiland, zu entscheiden. Gleichgültigkeit in dieser Frage ist nichts als Ablehnung.

 

Für Jesus bedeutet: "Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben." Gegen Jesus bedeutet: "Wer aber dem Sohn nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm" (Johannes 3,36).   Für Jesus bedeutet: "Es ist in keinem anderen das Heil, denn es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel, ... in dem wir errettet werden müssen" (Apostelgesch. 4,12). Gegen Jesus bedeutet, einst die Stimme des Herrn vernehmen zu müssen: "Ich habe euch niemals gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!" (Matthäus 7,23).

 

Hören wir auf den Rat des alten Gottesmannes Mose: "So wähle das Leben" (Jesus Christus), "damit du lebst!" (5. Mose 30,19).

 

 

                             

                                                                      Ein neuer Anfang

 

 Neue Anfang oder doch nur gute Vorsätze?

 

Es war Nacht als eine gelehrter Theologe Jesus Christus aufsuchte, um zu erfahren, wie er in den Himmel kommen könne. Er hörte die Antwort: "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! ... Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen!" (Johannes 3,3-5). Jesus Christus erkläre Nikodemus und uns die Bedeutung dieser neuen Geburt, weil sie so enorm lebenswichtig ist. Weißt du, es mit der neuen Geburt auf sich hat? Der Apostel Paulus beschreibt sie so: "Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen: siehe, es ist alles neu geworden" (2. Korinther 5,17). Paulus musste es wissen. Er war der schlimmste Verfolger der Christen gewesen und bezeichnete sich selbst als den größten aller Sünder. Durch die Begegnung mit dem auferstandenen Christus wurde er aber selbst ein Christ, der größte Verteidiger der christlichen Gemeinde. Wie konnte das geschehen? Er wurde durch Gottes Heiligen Geist von neuem geboren. Er durfte einen vollkommen neuen Anfang machen.

 

Wäre es nicht auch für dich großartig, einen neuen Anfang im Leben zu machen? Noch mal ein Buch mit lauter unbeschriebenen Blättern zu beginnen? Als ich echter Christ wurde, passierte genau das. Es war mehr, als ein Haufen guter Vorsätze zu fassen, die doch irgendwann auf der Strecke bleiben. Das hatte ich alles schon hinter mir und kannte es nur zu gut.

 

Das alte Leben ist vorbei und das neue Leben mit Jesus Christus hat begonnen. Ich habe ein neues Lebensziel, eine neue Lebensrichtung. Ich habe einen neuen Herrn. Mein Leben ist nicht länger durch falsche Gedanken und Taten aus der Vergangenheit verdunkelt. Alles ist neu und frisch. Als ich den Sohn Gottes um Vergebung meiner Schuld und Sünden bat, wandte ich mich weg von der Sünde und hin zu Gott. Jetzt will ich ein neues Leben führen, das ihm gefällt. Dazu ist es nötig, erst einmal gegenüber den alten Denkstrukturen zu sterben. Sterben gegenüber dem alten sündigen Leben, um jetzt für Gott zu leben. Das Wort Gottes beschreibt es sehr treffend: "Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleische lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat." (Galater 2,20). Als ein neugeborener Mensch muss mein Denken verändert werden, damit sich auch meine Taten verändern. Die Bibel erinnert deswegen daran: "Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo Christus ist, sitzende zur Rechten Gotte. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist" (Kolosser 3,1-2). Paulus macht danach deutlich, dass bestimmte alte, sündige Verhaltensweisen von ihnen abgelegt und andere, gerechte Wesensmerkmale ihrem Leben hinzugefügt werden müssen (Kolosser 3,5-17). Als eine neue Schöpfung, hineingeboren in die Familie Gottes, bekomme ich auch einen neuen Namen (Jesaja 62,2). Dieser Name ist verbunden mit dem Namen, der über alle anderen Namen steht! Weil ich Christus gehöre, trage ich auch seinen Namen: "Christ" (Apostelgeschichte 11,26). Stell dir vor, ein sehr reicher Verwandter von dir stirbt und hinterlässt dir sein Vermögen. Als Kind Gottes bin ich auch Erbe der unaussprechlichen Reichtümer Gotte: "Wenn wir aber Kinder Gottes sind, so sind wir auch Erbe, nämlich Erben Gottes und Miterben des Christus" (Römer 8,17). Zum Erbe gehört ewiges Leben mit Gott im Himmel. Wie viel ist das wert? Was könnte ich mehr vom Leben erwarten? Wiedergeboren sein - einen ganz neuen Anfang machen - was für ein Segen! Willst du auch einen neuen Anfang wagen? Willst du ein Mitglied der Familie Gottes werden? Was du tun musst ist: Glaube an den Herrn Jesus, tue Buße, d.h. kehre um von dem alten Weg und bitte Gott um Vergebung deiner Schuld und Sünde. Nimm Jesus Christus, den auferstandenen Herrn, im Glauben als deinen Retter in dein Leben auf. Er hat am Kreuz für deine Sünden mit seinem Leben bezahlt. Das gilt es im Glauben zu ergreifen.

 

Rudi Joas


   

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