Jer. 23,1   Weh euch Hirten, die ihr die Herde meiner Weide umkommen lasst und zerstreut! spricht der Herr.

 

Joh 9,39-41   Und Jesus sprach: Ich bin zum Gericht in diese Welt gekommen, auf dass die, welche nicht sehen, sehend werden und die, welche sehen, blind werden.

Solches hörten etliche der Pharisäer, die bei ihm waren, und sprachen zu ihm: Sind denn auch wir blind?

Jesus sprach zu ihnen: Wäret ihr blind, so hättet ihr keine Sünde; nun ihr aber saget: Wir sind sehend! so bleibt eure Sünde.

 

Kann etwa ein Blinder einen Blinden leiten? Werden nicht beide in eine Grube fallen?        Lukas 6,39

 

Als der Sohn Gottes als Mensch auf der Erde war, hatte Er sich mit dem Widerstand von den Pharisäern und Schriftgelehrten, den Führern des damaligen, Volkes Gottes, auseinanderzu­setzen. Der Herr musste sie als Heuchler entlar­ven, denn die Lehren, mit denen sie das Volk belehrten, waren oft bloß Gebote von Menschen, die über Gottes Gebote hinausgingen und nur auf Tradition beruhten.

Einmal hatten sich die Pharisäer bei Ihm be­klagt, dass seine Jünger sich vor dem Essen nicht die Hände gewaschen hatten, wie es die jüdische Tradition forderte (Matthäus 15,1.2). Daraufhin machte Er seinen Jüngern klar, dass das Problem nicht der äußere Schmutz an den Händen ist, sondern das böse Herz des Men­schen, das die Quelle ist für alle seine bösen Taten.

Das ärgerte die Pharisäer, denn als religiöse Menschen stießen sie sich an der Lehre, dass der Mensch eine verdorbene Natur hat, die durch äußere Zeremonien nicht zu verbessern ist. Nur das Einpflanzen eines neuen, göttlichen Lebens kann wirklich Abhilfe und Rettung schaffen.

Das galt uneingeschränkt auch für die Führer in Israel, und es gilt für alle Menschen heute. Wer andere zu Gott führen will, für den genügt es nicht, gute theologische Kenntnisse zu haben. Wer Christus noch nicht als das ewige Leben besitzt, ist selbst noch geistlich blind und wäre gleichsam ein "blinder. Leiter der Blinden".

Gerade am Beispiel des Pharisäers Nikode­mus zeigt der Herr ganz deutlich, dass auch die geistlichen Führer aller Zeiten von neuem gebo­ren werden müssen (Johannes 3,3).

 

Wehe euch .... ihr Heuchler! Denn ihr gleicht übertünchten Gräbern, die, von außen zwar schön scheinen, innen aber voll von Totengebeinen und aller Unreinigkeit sind. Matthäus 23,27

 

Ein Furnier ist ein dünnes Deckblatt aus wertvollem Holz, das auf Holz von geringerer Qualität aufgeleimt wird. Möbelstücke aus furnierten Brettern erwecken dann den Eindruck, als seien sie ganz und gar aus edlen Hölzern gefertigt.

 

Auch in der Christenheit begegnet man solchen fromm "furnierten" Menschen. Äußerlich unterscheiden sie sich kaum von echten, wahren Christen. Ihr Lebenswandel ist korrekt, sie gehen auch zum Gottesdienst und sind hilfsbereit, mildtätig und liebenswürdig. Sie tragen ein christliches Gewand, das mit Werken der Nächstenliebe geschmückt ist. Und doch ist ihr Christentum unecht, wenn sie keine Wiedergeburt erlebt und das neue Leben aus Gott nicht empfangen haben.

 

Wer versucht, furnierte Bretter zu behobeln, wird erleben, dass nach einigen Hobelzügen das unedle Holz zum Vorschein kommt. Und wer versucht, mit einem "furnierten" Christen über Sünde, Buße und Bekehrung zu reden, wird schnell, auf beleidigten Widerspruch stoßen gerade das beweist dann, dass kein echter Glaube vorhanden ist.

 

Wie viele Menschen mag es geben, die nur eine fromme christliche Maske tragen? Sie haben wohl eine "Form der Gottseligkeit", aber kennen deren "Kraft" nicht (2. Timotheus 3,5).

 

Der Herr Jesus Christus warnt: "Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen" (Johannes 3,3). Doch wer eingesteht, dass er die Vergebung seiner Sünden braucht, und das Sühnungswerk Christi im Glauben für sich in Anspruch nimmt, empfängt neues Leben, das ewige Leben.

Offb 3,16-18   So aber, weil du lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.

Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluss und bedarf nichts! - und weißt nicht, dass du elend und erbärmlich bist, arm, blind und bloß!

Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geglüht ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, um deine Augen zu salben, damit du sehest.

 



   

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