Lampertheim

 

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Hilfe für Not leidende Menschen

Das "Hilfswerk SamariterDienst" sammelt Spenden für osteuropäische Länder

 

LAMPERTHEIM ‑ Silvia Wudtke konnte irgendwann nicht mehr tatenlos zusehen, wenn sie erschütternde Bilder von Menschen aus verschiedenen Ländern Osteuropas sah, die in bitterster Armut leben müssen. "Ich musste einfach etwas tun", sagt sie rückblickend. Seit fünf Jahren engagiert sich die Hausfrau und Mutter beim christlichen "Hilfswerk Samariter Dienst", dessen Ziel es ist, Not leiden den Menschen in ihrem täglichen Überlebenskampf zu helfen.

 

Von unserem   Redaktionsmitglied    Gabriele Gilbert                                                                        

 Silvia Wudtke (rechts) berichtet unserem Redaktionsmitglied  

 Gabriele Gilbert über die Arbeit des "Hilfswerks SamariterDienst".

 

 Silvia Wudtke berichtet, dass in den meisten Ländern Osteuropas immer noch Millionen Menschen hungern, obdachlos sind und keinerlei medizinische Versorgung genießen.

Gerade alte Menschen wer den besonders hart von der Armut getroffen. "Um. zu über leben, betteln sie oder suchen in Mülltonnen nach etwas Essbarem", erzählt die ehrenamtliche Helferin des "Hilfswerks SamariterDienstes".

Besonders im Winter sei die Zahl derer, die verhungern oder erfrieren, besonders hoch. Auch lebten immer mehr Kinder auf der Straße. In den großen Städten existiere ein ganzes Heer von verwahrlosten und einsamen Kindern, die in Häuserruinen oder Heizungsschächten hausten.

Als Silvia Wudtke zufällig in der Evangelischen Freikirche "Gemeinde Gottes" in Mannheim einen ehrenamtlichen Helfer des "SamariterDienstes" kennen lernte und sich über die Arbeit dieser Organi­sation informierte, konnte sie einfach nicht mehr untätig bleiben, sie wollte helfen. "Ich habe mich geschämt, dass wir hier so sorglos vor uns hinleben", sagt Wudtke. "Das Leid der Menschen hat mich unglaublich berührt."

 

Ihr Zuhause dient als Sammelstelle für Spenden

Seit 1998 engagiert sie sich nun schon in dem christlichen Hilfswerk, verteilt Infozettel über das Hilfswerk und Spendenaufrufe. Ihr Zuhause dient als Sammelstelle für Hilfsgüter. Von hier werden die Sachspenden zur zentralen Sammelstelle nach Plüderhausen gebracht, von wo aus alle vier bis sechs Wochen ein großer Lastwagen in ein osteuropäisches Land startet.

Da die Fahrt‑ und Transport kosten für eine Tour zwischen 2000 und 3000 Euro liegen, sind Geldspenden dafür herzlich willkommen (Kreissparkasse Waiblingen, BLZ 602 500 10, Konto: 5 294 244). Das Hilfswerk verfügt über ein solides Verteilersystem, das den zweckbestimmten Einsatz der Spenden gewährleistet.

Die Partner des Hilfswerks sind christliche Gemeinden in den osteuropäischen Ländern, die vor Ort die Lebensmittel und Gebrauchsgüter an hilfsbedürftige Menschen und Familien, Krankenhäuser, Pflegeheime, Waisenhäuser, Kindergärten und andere soziale Einrichtungen verteilen.

Gespendet werden können haltbare Lebensmittel, gut erhaltene Altkleider, Schuhe und Wolldecken, Spielzeug sowie Schulzubehör, Nähmaschinen und Fahrräder.   

 

 Sachspenden und Päckchen für das "Hilfswerk SamariterDienst" können abgegeben werden bei: Familie Wudtke, Wacholderweg 13, 68623 Lampertheim, Telefon: 06206/52221.

 

 

"Auf die Not aufmerksam machen",

.Blickpunkt Ehrenamt: Silvia und Kurt Wudtke helfen Menschen in Osteuropa

 

Von unserem Redaktionsmitglied Jürgen Berger

 

Neuschloß. Seit fünf Jahren engagieren sich Silvia und Kurt Wudtke ehrenamtlich für das christliche Hilfswerk Samariterdienst. Das Ehepaar aus Neuschloß sammelt Kleider und Weihnachtspakete für Not leidende Kinder in Osteuropa. "Wir wollen auf die Not aufmerksam machen und ein Zeichen der Hoffnung setzen", sagt Silvia Wudtke. Die Spenden gehen an feste Verteilstationen, die die Hilfsgüter beispielsweise an Waisenhäuser, Obdachlose oder Pflegeheime weitergeben.

"Größter Spender" in Lampertheim ist laut Silvia Wudtke der Ortsverein der Ar­beiterwohlfahrt, der vor kurzem 300 Euro für das Hilfswerk spendete. Ihr Ehemann holt alle zwei Wochen Kleidung in der Kleiderstube der Awo ab. Diese wird dann in Bananenkartons abgepackt und nach Hemsbach gebracht. Von dort geht es per Lastwagen auf die Reise in die Ukraine, nach Rumänien, Russland oder Bulgarien. "Das können schon mal zwölf Säcke mit Kleidung sein", beschreibt Kurt Wudtke die Menge. Die Kartons versucht er in der Lampertheimer Innenstadt von Geschäften loszueisen. "Doch das ist nicht einfach", erläutert seine Frau.

Bislang verteilt Silvia Wudtke in Neuschloß Handzettel, um auf die Hilfsaktionen aufmerksam zu machen. "Ich habe 560 Zettel eingeworfen", so die 47jährige Hausfrau. Nun möchte sie eine größere öffentlichkeit erreichen. Für das kommende Jahr ist unter anderem eine Informationsveranstaltung mit Dia‑Vortrag geplant.

Doch im Augenblick steckt sie mitten in der WeihnachtspäckchenAktion des Sa­mariterbundes. Grundnahrungsmittel wie Zucker, Mehl und Reis, Kaffee, eine Zahn­bürste oder Fleischbrühe unter anderem diese Dinge gehören in ein Hilfspaket, Geldspenden sind ebenfalls möglich. "Wichtig ist, dass die Lebensmittel mindestens bis ende Januar 2004 haltbar sind", betont Kurt Wudtke. Ansonsten könne es an der Grenze Probleme mit dem Zoll geben. Neben Lebensmitteln und Kleidern könnten, aber auch Fahrräder oder Matratzen gespendet werden.

Angefangen hat das ehrenamtliche Engagement der Wudtkes mit dem Besuch eines Dia‑Vortrages über die Arbeit des Samariterbundes in Osteuropa. "Das hat mich so berührt, dass ich aktiv werden wollte", sagt Silvia Wudtke. "Mit der Zeit haben wir immer mehr gesammelt", berichtet ihr Gatte. Mittlerweile ist ihr Haus im Wacholderweg 13 in Neuschloß eine offizielle Sammelstelle.

 

In den vergangen Jahren habe die Spendenbereitschaft nachgelassen, stellt der 53­jährige Kurt Wudtke fest. "Wir müssen die Leute anstumpen", erklärt Silvia. "Die Menschen in Osteuropa kämpfen ums nackte überleben." Ihr Elan ist ungebrochen, sie will weitere Hilfsprojekte ins Leben rufen. "Man könnte noch viel mehr tun. "

 

 

Weitere Informationen über die WeihnachtspäckchenAktion des Samariterdienstes gibt es unter Telefon: 06206/ 52221.

 

 "Das Ehrenamt im Blickpunkt"

 

 

 "Das Ehrenamt im Blickpunkt"

 

Silvia und Kurt Wudtke packen Weihnachtspäckchen für Bedürftige in Osteuropa. Walburga Jung (rechts) von der Arbeiterwohlfahrt unterstützt diese Arbeit.                      Bild: Stephan

 

 

 

 


   

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