Die Taufe / Nachfolge

Die Bibel beschreibt verschiedene Arten der Taufe, sowohl im Alten und im Neuen Testament. Im letzteren berichtet sie von der Bußtaufe des Johannes. Ganz Israel ging zu Johannes dem Täufer in die Wüste an den Jordan, wo er mit Wasser taufte. Die Menschen, die zu Johannes kamen, taten Buße und bekannten ihre Sünden, dann wurden sie von Johannes im Jordan getauft.

Johannes kündigte auch eine weitere Taufe an. Die Taufe mit dem Heiligen Geist. Johannes sagte, dass nach ihm ein Mann kommen würde, der mit Feuer und dem Heiligen Geist taufen wird. Er bezog sich damit auf Jesus Christus, der verheißen hatte, dass jeder Gläubige die Gabe des Heiligen Geistes empfangen kann. Das beschreibt die Taufe mit dem Heiligen Geist oder das Erfülltwerden mit dem Heiligen Geist.

Die Taufe, um die es jetzt gehen soll, ist die sogenannte "Glaubenstaufe" - was man im allgemeinen meint, wenn man von Taufe spricht. Es ist ein Auftrag Jesu an die Gemeinde zu taufen. Und es ist ein Befehl Jesu an den Gläubigen, sich taufen zu lassen.

Markus 16, 15.16
15 Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.
16 Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.


Die Taufe ist nicht Voraussetzung dafür, dass du errettet bist. Du bist errettet aus Gnade durch Glauben. Dein Glaube ist die entscheidende Voraussetzung für deine Errettung, andernfalls hätte es in Markus 16, 16 heißen müssen, dass der, der nicht glaubt und nicht getauft ist, verdammt werden wird. Aber das steht nicht geschrieben. Es heißt nur, dass der, der nicht glaubt, verdammt werden wird. Die Taufe ist nicht erwähnt. Erinnere dich an den Schächer am Kreuz. Dieser eine, von den beiden Verbrechern, die mit Jesus gekreuzigt wurden, tat am Kreuz Buße. Er wurde gläubig an Jesus und sprach: "Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst!". Dieser Mann hatte keine Gelegenheit mehr, sich taufen zu lassen. Aber er hatte Glauben. Und Jesus sprach zu ihm: "Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein" (Lukas 23, 42.43). Dieser Mann wurde errettet durch seinen Glauben, nicht durch eine Taufe.

Wenn die Taufe für deine Errettung also nicht entscheidend ist, warum sollte man sich dann taufen lassen? Was ist der Zweck der Taufe?

1. Die Taufe als Ausdruck des Gehorsams

Matthäus 28, 18 - 20
18 Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.
19 Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes
20 und lehrt sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.


Die Taufe ist ein Gehorsamsschritt. Es gibt keinen Glauben ohne Gehorsam. Wenn du sagst, dass du etwas glaubst, dein Handeln aber dazu im Gegensatz steht, dann glaubst du nicht wirklich. Du meinst vielleicht, dass du glaubst - aber dein Tun spricht eine andere Sprache. Jesus hat der Gemeinde aufgetragen zu taufen, deshalb tauft sie. Die Gläubigen sollen sich taufen lassen, deshalb unterziehen sie sich der Taufe - es ist Ausdruck des Gehorsams gegenüber dem Wort des Herrn, der uns dieses aufgetragen hat. Dadurch zeigt sich unser Gehorsam.

 2. Die Taufe als öffentliches Bekenntnis des Glaubens 

Menschen, die zu Jesus finden, haben erkannt, dass sie Erlösung brauchen. Sie haben erkannt, dass sie Sünder sind, und ohne die Vergebung durch Jesu Sterben am Kreuz auf ewig verloren gehen. Deshalb nehmen sie Jesus als ihren Erlöser an und erhalten ewiges Leben. In der Taufe erklären sie öffentlich vor der sichtbaren und der unsichtbaren Welt, dass sie das Erlösungswerk Jesu für sich in Anspruch nehmen. Es ist ein öffentliches Bekenntnis dessen, was sie glauben.

Und doch ist es nur eine Seite der Medaille. Wenn du zum Glauben kommst möchtest du Jesus als Erlöser annehmen, aber er ist auch der, der die Herrschaft in deinem Leben haben möchte. Viele wollen Jesus als Erlöser, aber dass er dann auch das Sagen in ihrem Leben hat, dem widerstreben sie. Sie wollen nicht wirklich, dass Jesus auch Herr ihres Lebens ist. Du musst dir aber darüber im Klaren sein, dass Jesus dich durch sein Blut erkauft hat. Du gehörst dir nicht mehr selbst. Eigentlich hast du dir nie gehört. Du bist aus dem Reich der Finsternis, der Herrschaft des Teufels, herausgerettet in das Reich des Lichts. Jesus regiert dieses Reich des Lichts im Moment, bis er eines Tages alle Herrschaft und Gewalt wieder in die Hände des Vaters legen wird. Es ist also sehr müßig, das ganze Leben daran zu arbeiten, Herr des eigenen Lebens zu sein, denn im Reich Gottes ist dieser Platz bereits besetzt. Gott wird auch nicht in Rente gehen, dass du diesen Platz wieder einnehmen könntest. Jesus ist entweder Herr deines Lebens, oder du bist es selbst und stehst damit unter der Herrschaft des Teufels. In der geistlichen Welt gibt es keine Schweiz. Es gibt keinen neutralen Boden zwischen Licht und Finsternis. Du musst dich entscheiden, wer die Herrschaft in deinem Leben haben soll. Und genau das ist das weitere Bekenntnis, das bei deiner Taufe geschieht. Du bekennst: Jesus Christus soll mein Herr sein und mein Leben regieren. Du bekennst, dass du sein völliges Eigentum geworden bist. Du gehörst dir nicht mehr selbst.

Damit bekennst du auch, dass dein altes Leben mit Christus gekreuzigt und in den Tod gegeben wurde. Du sagst den Werken der Finsternis ab und lebst im Licht mit Christus. Deine alte sündige Natur ist mit Christus gekreuzigt, die Sünde hat kein Anrecht mehr an dir.

Römer 6, 2 - 11
2 Das sei ferne! Wie sollten wir in der Sünde leben wollen, der wir doch gestorben sind?
3 Oder wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft?
4 So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.
5 Denn wenn wir mit ihm verbunden und ihm gleichgeworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein.
6 Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, so dass wir hinfort der Sünde nicht dienen.
7 Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde.
8 Sind wir mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden,
9 und wissen, dass Christus, von den Toten erweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod kann hinfort über ihn nicht herrschen.
10 Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben ein für allemal; was er aber lebt, das lebt er Gott.
11 So auch ihr, haltet dafür, dass ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christus Jesus.


Durch die Taufe bezeugst du, dass dein altes Leben vergangen ist. Du wirst im Wasser untergetaucht und das ist, als würde dein alter Mensch ins Grab gelegt. Das Wasser, das über dir zusammenströmt ist Zeichen des Todes. Dein alter Mensch ist mit Christus gekreuzigt. Du solltest mit Christus zu einem neuen Leben aus diesem Wasser auferstehen. Du lebst nicht mehr für dich, für deine Ziele, deine Pläne, deine Wünsche - sondern du lebst für Gott in Christus. Achte darauf, dass dein alter Adam im Wasser ersäuft wird und nicht nur äußerlich nass wird und wieder aufersteht. Du kannst nach der Taufe leben, wie auch schon zuvor. Du kannst sagen: "Ich gehöre Christus!" und doch lebst du wie die Welt. Aber du bist Eigentum Gottes geworden und ausgesondert für Gottes Pläne. Er hat ein Ziel mit deinem Leben. Er hat dich ausgesondert zu einem besonderen Zweck. Diese Berufung auf deinem Leben kannst du nicht erfüllen, wenn du dein eigenes Leben lebst. Nur wenn Gott dich in dieser Welt führen kann, kann sein Plan gelingen. Du bist von Gott gesegnet und sollst ein Segen sein in dieser Welt.

3. Die Taufe als Start in die Nachfolge

Mit der Taufe bekennst du, dass du ein Nachfolger Jesu sein möchtest. Mit der Taufe gehst du einen öffentlichen Schritt in diese Richtung. Nachfolge gibt es nur, wenn Jesus der Herr deines Lebens ist. Wenn er vorangeht und dir sagen kann, was du tun oder lassen sollst. Nachfolge Jesu wird dich in sein Bild verwandeln - du wirst werden wie Jesus. Es geht bei der Nachfolge um deine Veränderung. Ursprünglich war der Mensch nach Gottes Bild geschaffen. Adam trug Gottes Wesen in sich. Dann kam der Sündenfall und der Mensch war nur noch wie ein verzerrtes Bild. Wenn du Jesus nachfolgst, will Gott dich in das Bild Jesu verwandeln. Gott möchte, dass er durch dich in dieser Welt sichtbar wird. Der Heilige Geist lebt in dir. Jesus und der Vater leben in dir, durch den Heiligen Geist. Die Ungläubigen in der Welt sollen das erkennen und erfahren, so dass sie an Gott glauben können.

a) Die Kosten der Nachfolge

Nachfolge hat ihren Preis, sie ist nicht billig zu haben. Man kann nicht so nebenbei Jesus nachfolgen. Man muss bereit sein alles zu geben. Dies kann dich dein Geld kosten, deinen Beruf, deine Sicherheiten, dein bequemes Leben. Nachfolge kann wie ein Schwert die Beziehung mit deiner Familie, deinen Verwandten oder Freunden zertrennen.

Lukas 14, 25 - 27.33
25 Es ging aber eine große Menge mit ihm; und er wandte sich um uns sprach zu ihnen:
26 Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Jünger sein.
27 Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.
33 So auch jeder unter euch, der sich nicht lossagt von allem, was er hat, der kann nicht mein Jünger sein.


Es geht nicht darum, deine Familie zu hassen. Du sollst nach Jesu Gebot sogar deine Feinde lieben, wieviel mehr also deine Verwandten. Aber Jesus möchte, dass deine größte Liebe IHM gilt. Wenn du jemanden liebst, dann bist du bereit alles für ihn zu tun und alles für ihn aufzugeben. Wenn irgend jemand oder irgend etwas dich davon abhält, dann hast du für denjenigen oder diese Sache eine größere Liebe, als zu Jesus. Du wirst vielleicht versuchen Jesus zu folgen. Vielleicht wirst du auch einige Schritte gehen. Aber dann wirst du an den Punkt kommen, wo Gott dich vor die Entscheidung stellt. Er wird dich fragen, ob du wirklich bereit bist, alles loszulassen - deine Sicherheiten, deinen guten Ruf, deine Beziehungen, deine eigenen Pläne und Wünsche.

Lukas 9, 57 - 62
57 Und als sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: Ich will dir folgen, wohin du gehst.
58 Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.
59 Und er sprach zu einem anderen: Folge mir nach! Der sprach aber: Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe.
60 Aber Jesus sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes!
61 Und ein anderer sprach: Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, dass ich Abschied nehme von denen, die in meinem Haus sind.
62 Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.


Bist du bereit, diesen Preis zu zahlen? Willst du nichts sehnlicher, als Jesus aus Liebe nachzufolgen? Dann sei bereit, alles zu geben!

b) Jesus gleichgestaltet werden

Einer der härtesten Kämpfe ist der gegen unser eigenes Fleisch, gegen unsere alte sündige Natur. Diesen Kampf meint Jesus, wenn er davon spricht, dass wir unser Kreuz auf uns nehmen sollen. Dieser Weg ist dein Kreuzweg. Er wird dich zu dem Punkt führen, wo du bereit sein musst, dein Fleisch zu kreuzigen. Viele von uns haben lange Jahre dem Fleisch gedient und den Begierden Gehorsam geleistet. Falsche Gewohnheiten sind entstanden, die uns gefangen nehmen können, so dass wir nicht tun was wir eigentlich wollen. Jesus sagt, dass wir durch den Geist über das Fleisch herrschen sollen. Das Fleisch kann dich in Sünde verführen und du glaubst, es war der Teufel. Wir kämpfen gegen die geistlichen Mächte der Finsternis und merken nicht, dass es unsere alten Gewohnheiten sind, die uns gebunden halten.

Du kannst mit deinem Fleisch auch gute Werke vollbringen. Du kannst dich bemühen, Gutes zu tun. Es kann dein Bestreben sein, die Nöte anderer zu lindern und ihnen zu helfen - und doch ist es ein Werk des Fleisches, das Gott nicht gefällt. Es gibt nur einen Weg, diese Werke des Fleisches nicht zu tun. Dies ist der Weg des Geistes. Die Bibel fordert uns auf: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen. Wenn du im Geist wandelst, tust du das, was Gott möchte - und zwar in jeder einzelnen Situation. Wenn du im Fleisch wandelst, befriedigst du dein eigenes "Ich". Du tust das, was du willst - es sei etwas Gutes oder etwas Böses. Es ist deine Lust, deine Begierde, dein Interesse dem du dienst - aber du tust nicht Gottes Willen.

In das Bild Jesu verwandelt zu werden bedeutet, die Werke des Fleisches abzulegen und im Geist zu wandeln. Die, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, die sind Gottes Kinder. Wenn der Heilige Geist dich leiten kann, dann wirst du in jeder Situation das tun, was Gott möchte, dass du es tun sollst. Aber das muss der Wunsch deines Herzens sein.

Johannes 4, 34
34 Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, dass ich tue den Willen dessen, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk.


Jesus lebte nicht für sich, für seine Ziele oder Interessen. Er lebte auch nicht, um den Menschen zu gefallen. Er lebte dafür, den Willen Gottes zu tun. Er kam in diese Welt um den Gott der Liebe zu verkündigen, zu dem jeder Mensch eine persönliche Beziehung haben kann. Jesus lebte in dieser Beziehung. Er suchte den Willen des Vaters. Er wollte das tun, was der Vater wollte. Jesus heilte viele Menschen in der Kraft Gottes, aber er heilte nicht alle Menschen. Nicht alle Menschen sind bereit zu glauben, oft ist die Zeit für den einzelnen noch nicht gekommen. Aber der Vater im Himmel kennt jedes Menschenherz. Und der Vater wollte sein Werk tun. Und er tat diese Werke durch Jesus. Doch dafür musste der Sohn den Willen des Vaters kennen. Er musste wissen, was der Vater tun wollte - so wie am Teich Betesda.

Johannes 5, 1 - 3.5 - 6
1 Danach war ein Fest der Juden, und Jesus ging hinauf nach Jerusalem.
2 Es ist aber in Jerusalem bei dem Schaftor ein Teich, der auf hebräisch Betesda genannt wird, der fünf Säulenhallen hat.
3 In diesem lag eine Menge Kranker, Blinder, Lahmer, Dürrer.
5 Es war aber ein Mensch dort, der achtunddreißig Jahre mit seiner Krankheit behaftet war.
6 Als Jesus diesen daliegen sah und wusste, dass es schon lange Zeit so mit ihm steht, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden?


Woher wusste Jesus, dass es schon so lange so schlimm um diesen Mann stand? Jesus wusste im Heiligen Geist. Der Geist hatte ihm den Willen des Vaters offenbart, dass er diesen Mann heilen wollte. Der Vater hatte es ihm gesagt. Jesus kannte die Stimme des Vaters. Er wusste was der Vater tun wollte. Wieso?

Johannes 5, 19.20
19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst tun, außer was er den Vater tun sieht; denn was der tut, das tut ebenso auch der Sohn.
20 Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er selbst tut; ...


Jesus weigerte sich, eigene Werke zu tun. Gute wie Schlechte. Er wollte das tun, was der Vater wollte. Sein Wille war der Wille des Vaters - in jeder Situation. Und der Vater zeigte ihm alles, was er tun sollte. Der Vater offenbarte seinen Willen, weil er Jesus liebte - denn Jesus war in jeder Situation dem Vater gehorsam. Und darin liegt der Schlüssel - aus Liebe dem Vater gehorsam zu sein.

Johannes 5, 30
30 Ich kann nichts von mir selbst tun; so wie ich höre, richte ich, und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.

Johannes 14, 10
10 Glaubst du nicht, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst aus; der Vater aber, der in mir bleibt, tut seine Werke.


Nachfolge bedeutet, den Willen des Vaters zu kennen und zu tun. Die Bibel offenbart dir den gesamten Ratschluss Gottes. Sie zeigt dir den Willen Gottes. Aber der Buchstabe tötet und der Geist macht lebendig. Wenn du in der Schrift liest, dass die Jünger in alle Welt gehen und das Evangelium predigen sollen, dann kann die "Welt" Afrika oder Sibirien sein. Wo also sollst du hingehen? Vielleicht bist du an beiden Orten falsch, weil Deutschland Missionsland geworden ist! Du musst hören, was der Geist Gottes dir sagt. Es gibt ein ähnliches Beispiel in der Bibel, wo der Heilige Geist es Paulus verwehrte in der Provinz Asien zu predigen und ihn statt dessen nach Mazedonien sandte (Apostelgeschichte 16, 6 - 10). Widersprach der Geist Gottes dem Wort Gottes? Nein, Paulus sollte predigen. Aber an einem anderen Ort, dort war die Zeit reif. Es ist also sehr gut die Bibel zu kennen, aber doch kannst du Gottes Zeitplan verpassen, wenn du nicht sensibel für die Stimme Gottes bist.

Um den Willen des Vaters für eine bestimmte Situation zu kennen, musst du hören was er zu dir sagt. Wenn du wissen möchtest, was du in Jesu Namen tun sollst, musst du die Stimme Jesu kennen. Die Bibel sagt, dass du das kannst. Jesus selbst hat es gesagt:

Johannes 10, 27
27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; ...


Wenn du möchtest, dass Jesus wirklich der Herr deines Lebens ist, dann wird er dich führen. Wenn du in einer innigen Beziehung mit dem Vater lebst und du Jesus und den Heiligen Geist kennst, wird Gott dir seinen Willen offenbaren. Du wirst die Stimme Gottes hören, damit du ihm aus Liebe gehorsam sein kannst. Er wird sich dir offenbaren und dich Schritt für Schritt führen auf deinem Weg der Nachfolge.

 

 

 

 


   

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